Finanzplatz-Zukunft: Lösungsansätze, vom FINMAG zum Pensionskassen-Manager
4.4.08

Sehr geehrtes Ratsmitglied,

Der beiliegende Insider-Kommentar eines welschen Kollegen hilft vielleicht auch Ihnen, Klarsicht zurückzugewinnen bezüglich einiger beunruhigender, weil scheinbar aus dem Ruder laufender Entwicklungen auf dem hiesigen - und dem globalisierten - Finanzmarkt.

Bei diesem Anlass möchte ich Ihnen auch die Frage zur Prüfung vorlegen, ob nicht Gelegenheit und Anlass besteht, auf einige Vorschläge zur Verbesserung der - an sich von den Räten verabschiedeten, jedoch wesentlich erst am 1.1.09 in Kraft kommen sollenden - FINMAG-Vorlage zurückzukommen (www.solami.com/FINMAG.htm). Jene Vorschläge sind entstanden auf dem Hintergrund einer langjährigen Beobachtung unserer sehr speziellen Rechtshilfebeziehungen mit den USA (.../rechtsbeihilfe.htm) und  in Zusammenarbeit mit bestausgewiesenen und in erster Linie auf unsere Landesinteressen bedachten Sachkenner und Gutachter (.../schubarth.htm). Sie sind dann zwar erfolgreich aber weder sachdienlich noch sonstwie gerechtfertigt hintertrieben worden. Und zwar von damaligen Bannerträgern und ihren Befehlsempfängern in der Bankiervereinigung.

Ich denke dabei nicht nur an den mittlerweile zum Imperativ gewordenen Vorschlag einer pro-aktiven, ja prophilaktischen Erfassung und Ausräumung von bestehenden und neuartigen Systemrisiken. Einige der schon im Rahmen meiner Kritik an der Fusion SBV-SBG vorgetragenen Erkenntnisse über grundsätzliche Fehlentwicklungen im Finanzsektor (.../ubs.htm#Titanic) könnten sich bei der Bewältigung der auf uns zukommenden Probleme als besonders hilfreich erweisen. Die damit angeregte Neuprüfung der Anlagekriterien, Produktansprüche und Managerrichtlinien für Pensionskassengelder könnte u.U. auch auf einem Parallelgleis erfolgen (hier geht es um die in den 80er Jahren zuwenig bedachten Schweizer Noven - .../ubs.htm#effets - welche weltweit übernommen worden sind, scheinbar wesentlich zum derzeitigen Finanzmarkt-Debakel beigetragen haben, und sich damit für einschlägige Schweizer Korrekturimpulse erfolgversprechend anbieten). Zu denken ist auch an die überfällige Reaktivierung der im US/CH-Rechtshilfeabkommen von 1974 ausdrücklich verankerten Beratenden Kommission zum Schutz schweizerischer Interessen und Souveränitätsrechte vor allzu eilfertiger Rechtshilfe unsererseits (.../oehenkopp.htm), sowie gegen missbräuchliche Beanspruchung der Rechtshilfeinstrumente durch amerikanische Dienststellen (.../walderbsi.htm).

Und zugunsten der realen Inlandwirtschaft gilt es natürlich auch die neue Finanzmarktaufsichtsbehörde nicht von ihrer Kernaufgabe abzulenken, schon gar nicht durch systemwidrige und zudem gesellschaftlich, politisch und wirtschhaftlich bedenkliche Polizeifunktionen à la amerikanische Prohibition und Goldbesitzverbot (z.B. durch Anti-Geldwäscherei-Aktivismus hinter dem sich erfahrungsgemäss wesentlich fremddiktierte und in erster Linie fremden Herren dienende Anti-Drogen-, Anti-Terror- und neutralitätswidrige Sanktionen-Politiken verstecken lassen). Dies wäre umso weniger akzeptierbar, als die 31% QI-Regelung die amerikanische Steuerbehörde zur weltgrössten Geldwaschmaschine gemacht hat, das US Treasury sich dazu auf ein Netz von weltweit über 2600 vertraglich gebundene Bankinstitute stützen kann, und als auf diesem Weg, nach übereinstimmenden Expertenschätzungen, von den jährlich global anfallenden $1000-2500  mindestens $500 Mia "Schwarzgeld" der "weissen" Wirtschaft zurückgeführt werden sollen - z.B. via hedge funds, private equity & subprime credits, wen wunderts?

Was halten Sie davon, und wären Sie allenfalls bereit, in den geeigneten Parlamentsgremien entsprechende Überlegungen einzubringen und Vorstösse mitzutragen? Ich danke Ihnen im voraus für Ihre wohlwollende Prüfung dieses Anliegens und stehe Ihnen für weitergehende Fragen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen

Anton Keller, Sekretär, Schweizer Investorenschutz-Vereinigung
cp.2580        1211 Genève 2        022-7400362    079-6047707    swissbit@solami.com
 
 

Quel future pour la finance canibale où le serpent se mord la queue?

Vu à la télé (TSR 31 mars 08):

Rapport de la BNS sur la crise de l'UBS "onna rien compris, alors onna fait confiance". En quelque sorte un dîner de cons où l'invité, c'est la BNS. A la Une du Temps (1 avril 08 - hélas, ce n'est pas un poisson d'avril!): on n'a toujours pas compris les produits et mécanismes financiers d'où vient la crise, et dans une carricature, la "Fed" fait appel aux contregénies des  apprenti-sorciers financiers pour regagner du terrain solid. Bravo le journal! Crise systémique, défauts structurels, blâ blâ blâ. Question piège: l'UBS connaîtra-t-elle le sort de Swissair; brrr, la salle est plongée dans un émoi, souffle suspendu, yeux écarquillés: la tension monte, les "spécialistes" rougissant prennent leur souffle et répondent: Oui! car toutes deux ne vendaient pas de saucissons. Non! car l'UBS vaut plus qu'elle vaut. Le petits épargnants perdront-ils leur argent? Meunonmeunon, la BNS payera. Etc. etc. Bref d'une parfaite élévation d'esprit, qui montre que l'"on" a tout sous son contrôle. Merci Mister "on". On ne rime-t-il pas avec ... . Peut-être aurait-on pu l'inviter aussi.

Tel est le savoir faire légendaire de la Suisse en terme de finances. Lalalaytou. Il y a deux  points communs entre swissair et l'UBS: une arrogance agricole (onè les plus gros, donc onè les plus forts), et une insouciance sans borne: je suis bien, parce que je suis bien: c'est ma femme qui me le dit.

Pourtant, n'importe quel étudiant en droit (et en économie) SAIT qu'il est facile de créer de l'argent lorsque le marché n'est pas régulé. Petit exemple d'école:
-    L'actionnaire MALIN, fonde la SOCIÉTÉ A avec un apport en capital de 1 million provenant d'un héritage (versement cash).
-    La société A fonde à son tour la SOCIÉTÉ B (filiale) avec un capital de 1 million en reversant le cash reçu de Malin sur le compte de B.
-    La société B place le million dans le Fond FONDUCON, de droit caïmanais (personne ne l'a remarqué), et reçoit en contrepartie des parts: versement cash au Fond Fonducon de l'argent provenant successivement de la société A puis de la société B.

(texte complet: www.solami.com/capitalism.htm#jr)