Sehr geehrtes Ratsmitglied,
Der beiliegende Insider-Kommentar eines welschen Kollegen hilft vielleicht auch Ihnen, Klarsicht zurückzugewinnen bezüglich einiger beunruhigender, weil scheinbar aus dem Ruder laufender Entwicklungen auf dem hiesigen - und dem globalisierten - Finanzmarkt.
Bei diesem Anlass möchte ich Ihnen auch die Frage zur Prüfung
vorlegen, ob nicht Gelegenheit und Anlass besteht, auf einige Vorschläge
zur Verbesserung der - an sich von den Räten verabschiedeten,
jedoch wesentlich erst am 1.1.09 in Kraft kommen sollenden - FINMAG-Vorlage
zurückzukommen (www.solami.com/FINMAG.htm). Jene Vorschläge sind
entstanden auf dem Hintergrund einer langjährigen Beobachtung unserer
sehr speziellen Rechtshilfebeziehungen
mit den USA (.../rechtsbeihilfe.htm) und in Zusammenarbeit mit
bestausgewiesenen und in erster Linie auf unsere Landesinteressen
bedachten Sachkenner und Gutachter
(.../schubarth.htm). Sie sind dann zwar erfolgreich aber weder sachdienlich
noch sonstwie gerechtfertigt hintertrieben worden. Und zwar von damaligen
Bannerträgern und ihren Befehlsempfängern in der Bankiervereinigung.
Ich denke dabei nicht nur an den mittlerweile zum Imperativ gewordenen
Vorschlag einer pro-aktiven, ja prophilaktischen Erfassung und Ausräumung
von bestehenden und neuartigen Systemrisiken. Einige der schon im Rahmen
meiner Kritik an der Fusion SBV-SBG vorgetragenen Erkenntnisse
über grundsätzliche Fehlentwicklungen im Finanzsektor (.../ubs.htm#Titanic)
könnten sich bei der Bewältigung der auf uns zukommenden Probleme
als besonders hilfreich erweisen. Die damit angeregte Neuprüfung der
Anlagekriterien, Produktansprüche und Managerrichtlinien für
Pensionskassengelder
könnte u.U. auch auf einem Parallelgleis erfolgen (hier geht es um
die in den 80er Jahren zuwenig bedachten Schweizer
Noven - .../ubs.htm#effets - welche weltweit übernommen worden
sind, scheinbar wesentlich zum derzeitigen Finanzmarkt-Debakel beigetragen
haben, und sich damit für einschlägige Schweizer Korrekturimpulse
erfolgversprechend anbieten). Zu denken ist auch an die überfällige
Reaktivierung
der im US/CH-Rechtshilfeabkommen von 1974 ausdrücklich verankerten
Beratenden
Kommission zum Schutz schweizerischer Interessen und Souveränitätsrechte
vor allzu eilfertiger Rechtshilfe
unsererseits (.../oehenkopp.htm), sowie gegen
missbräuchliche
Beanspruchung der Rechtshilfeinstrumente durch amerikanische Dienststellen
(.../walderbsi.htm).
Und zugunsten der realen Inlandwirtschaft gilt es natürlich auch
die neue Finanzmarktaufsichtsbehörde nicht von ihrer Kernaufgabe
abzulenken, schon gar nicht durch systemwidrige und zudem gesellschaftlich,
politisch und wirtschhaftlich bedenkliche Polizeifunktionen à
la amerikanische Prohibition und Goldbesitzverbot
(z.B. durch Anti-Geldwäscherei-Aktivismus hinter dem sich erfahrungsgemäss
wesentlich fremddiktierte und in erster Linie fremden Herren dienende Anti-Drogen-,
Anti-Terror- und neutralitätswidrige Sanktionen-Politiken verstecken
lassen). Dies wäre umso weniger akzeptierbar, als die 31% QI-Regelung
die amerikanische Steuerbehörde zur weltgrössten
Geldwaschmaschine gemacht hat, das US Treasury sich dazu auf ein Netz
von weltweit über 2600 vertraglich gebundene Bankinstitute stützen
kann, und als auf diesem Weg, nach übereinstimmenden Expertenschätzungen,
von den jährlich global anfallenden $1000-2500 mindestens $500
Mia "Schwarzgeld" der "weissen" Wirtschaft zurückgeführt werden
sollen - z.B. via hedge funds, private equity & subprime credits, wen
wunderts?
Was halten Sie davon, und wären Sie allenfalls bereit, in den geeigneten
Parlamentsgremien entsprechende Überlegungen einzubringen und Vorstösse
mitzutragen? Ich danke Ihnen im voraus für Ihre wohlwollende Prüfung
dieses Anliegens und stehe Ihnen für weitergehende Fragen gerne zur
Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
Anton Keller, Sekretär,
Schweizer Investorenschutz-Vereinigung
cp.2580 1211 Genève
2 022-7400362
079-6047707 swissbit@solami.com
Quel future pour la finance canibale où le serpent se mord la queue?
Vu à la télé (TSR 31 mars 08):
Rapport de la BNS sur la crise de l'UBS "onna rien compris, alors onna fait confiance". En quelque sorte un dîner de cons où l'invité, c'est la BNS. A la Une du Temps (1 avril 08 - hélas, ce n'est pas un poisson d'avril!): on n'a toujours pas compris les produits et mécanismes financiers d'où vient la crise, et dans une carricature, la "Fed" fait appel aux contregénies des apprenti-sorciers financiers pour regagner du terrain solid. Bravo le journal! Crise systémique, défauts structurels, blâ blâ blâ. Question piège: l'UBS connaîtra-t-elle le sort de Swissair; brrr, la salle est plongée dans un émoi, souffle suspendu, yeux écarquillés: la tension monte, les "spécialistes" rougissant prennent leur souffle et répondent: Oui! car toutes deux ne vendaient pas de saucissons. Non! car l'UBS vaut plus qu'elle vaut. Le petits épargnants perdront-ils leur argent? Meunonmeunon, la BNS payera. Etc. etc. Bref d'une parfaite élévation d'esprit, qui montre que l'"on" a tout sous son contrôle. Merci Mister "on". On ne rime-t-il pas avec ... . Peut-être aurait-on pu l'inviter aussi.
Tel est le savoir faire légendaire de la Suisse en terme de finances. Lalalaytou. Il y a deux points communs entre swissair et l'UBS: une arrogance agricole (onè les plus gros, donc onè les plus forts), et une insouciance sans borne: je suis bien, parce que je suis bien: c'est ma femme qui me le dit.
Pourtant,
n'importe quel étudiant en droit (et en économie) SAIT qu'il
est facile de créer de l'argent lorsque le marché n'est pas
régulé. Petit exemple d'école:
-
L'actionnaire MALIN, fonde la SOCIÉTÉ A avec un apport en
capital de 1 million provenant d'un héritage (versement cash).
-
La société A fonde à son tour la SOCIÉTÉ
B (filiale) avec un capital de 1 million en reversant le cash reçu
de Malin sur le compte de B.
-
La société B place le million dans le Fond FONDUCON, de droit
caïmanais (personne ne l'a remarqué), et reçoit en contrepartie
des parts: versement cash au Fond Fonducon de l'argent provenant successivement
de la société A puis de la société B.
(texte complet: www.solami.com/capitalism.htm#jr)