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www.solami.com/porkbellies.htm#ETH

Die Zeit    11.August 2011   Nr. 33

"Es braucht ein neues Finanzsystem"
Zwei ETH-Wissenschaftler erklären, warum die Weltwirtschaft krank ist,
Adam Smith unrecht hatte – und wir ganz anders über Geld nachdenken müssen.
von Peer Teuwsen

Kommentare [red. Hervorhebungen]

1 whateveryouthink 15.08.2011 um 18:32 Uhr
Der vereinigte Sachverstand der Zeit-Foristen
Sicher ein interessantes Interview. Ich sehe aber nichts, was über all das hinausgeht, was die Kommentatoren in diesem Forum bereits ausgebreitet haben. Zum Beispiel:
"Tobias Preis: Die Expansion der Geldmenge entsteht durch die zunehmende Menge der im Umlauf befindlichen Kredite, für deren Zinsen die Aufnahme weiterer Kredite notwendig wird. Dies macht Wirtschaftswachstum zwingend notwendig. [.....]Die Nationalbanken, vor allem die amerikanische, versuchen seither, jedes Problem mit niedrigen Leitzinsen und hohen Geldmengen zu lösen. Das hat eine riesige Liquiditätsblase geschaffen, die nach Anlagemöglichkeiten sucht – und sie etwa in Immobilien, Rohstoffen oder Nahrungsmitteln gefunden hat. Mit teilweise schlimmen Folgen."
Das wurde hier immer und immer wieder ähnlich geschrieben. Nur: Für die Politik scheinen sowohl Herr Preis als auch alle mitdenkenden Normalbürger irrelevant zu sein.

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David_Mischling    15.08.2011 um 22:09 Uhr Motivation zur Frustration Ich stimme ihnen zu, dass sehr viel wiederkehrt was hier im Forum oft diskutiert wurde.
Letztendlich ist es doch nur frustierend zu sehen dass solche Denkweisen immer noch keinen Einfluß auf die reale Welt haben bzw. auf die Politik.
Daher auch Motivation zur Frustration. Ich hoffe dass sich die Stimmung gegen Euro-Bonds weiter ausbreitet in D. Man kann der Politik nicht wieder die einfache Lösung überlassen um dem wahren Problem aus dem Weg zu gehen. Da wir fast das einzige Euroland sind das noch höchste Bonität genießt ist für die deutschen Bürger die Zeit gekommen, der Amerikaner würde sagen, unseren "last stand" zu machen.
Die Lösung der Euro-Bonds ist die schlechte Lösung um das wahre Problem der Finanzmarktreform so lange aufzuschieben bis alle Länder zu schwach sind um sich dem Diktat des Geldes zu wiedersetzen.
2 Paul Florian  15.08.2011 um 18:33 Uhr
Idealismus pur
Ein guter Artikel, nur wieder viel zu idealistisch. Zitat Anfang, Herr Preis:
"Es sind koordinierte Maßnahmen notwendig, um die Fehlentwicklungen an den Finanzmärkten in den Griff zu bekommen, etwa die ungenügende Berücksichtigung der Risiken in den verwendeten Modellen. Da wurde aus der Finanzkrise nicht viel gelernt." Zitat Ende
Ja wie soll sich denn da etwas ändern, wenn wir nur unfähige Politiker haben? Dazu sollten di Autoren mal Stellung beziehen, Kritik zum bestehenden System äußern.

3 zeitkritik  15.08.2011 um 18:38 Uhr
Vernachlässigte Forschung
Nicht nur im sozioökonomischen Bereich wird nicht geforscht; ebenso ist es im philosophisch relgiösem. Die Alchemie wurde zur Chemie, die Astrologie zur Astronomie nur bei den Begriffen Glauben oder Ökonomie bleibt man tabu befangen im Stillstand.
Dabei hängt das doch so eng zusammen, Geld, der Wert des Geldes ist doch der einzig reele Glauben, der Rest Mythos und Phantasie - ein Geistessprung ist notwendig ähnlich wie zur Zeit der Renaissance.

4 Spaetroemer  15.08.2011 um 18:45 Uhr
etwas unkonkret
Es ist löblich, dass sich die Wissenschaft - zumal interdisziplinär - mit dem Thema beschäftigt. In diesem Interview finde ich aber vor allem eher allgemeine Aussagen und Feststellungen, auf die man als aufmerksamer Betrachter des Geschehens mit etwas "Hausverstand" ohne weiteres kommen sollte. Klare Empfehlungen vermisse ich aber. Der Interviewer hat es mit seiner "Königs-Frage" ja versucht, aber ohne Erfolg.
"Irgendwann wird man vielleicht nicht mehr darum herumkommen, den Reset-Knopf zu drücken."
Ja, auch diese Aussage ist nicht wirklich überraschend. Aber gut 2 Jahre nach der ersten weithin wahrnehmbaren Detonation (es ist ja außerdem auch nicht so, dass diese für alle überraschend kam) sollte es doch so langsam mal möglich sein, etwas konkreter zu formulieren, was "reset" in diesem Kontext bedeutet!

5 Hermez   15.08.2011 um 18:48 Uhr
"Zu viel Idealismus".......?
Nein! Viel zu viel Pragmatismus. Jeder der etwas anderes versucht als an den Symptomen herum zu doktern wird gleich als weltfremder Idealist verschrieen.
Fakt ist: Geht es so weiter, brauchen wir uns in 100 jahren überhaupt keine Gedanken mehr machen. Das war`s dann nämlich.

6 geronimo49  15.08.2011 um 18:48 Uhr
das alte prisoner's dilemma
aber dazu braucht man kluge Spieler und die haben wir zur Zeit nicht. Poliitker und complex adaptive systems, da kann man nur schmunzeln. Das ist ungefaehr so als wollten sie ihrem Vierbeiner eine Programiersprache beibringen..
Zu dem Interview und den darin angerissenen Vorschlaegen kann ich nur ausdruecklich gratulieren. Schade ist nur das der gute alte Adam Smith immer noch als Vorbild durch die Gehirne der "Eliten" schwirrt, von wegen free markets und die unsichtbare Hand wird's schon regeln
Solche Beitraege wuerde ich gerne oefters lesen.

7 belphegor67  15.08.2011 um 18:49 Uhr
Blubber,blubber...
Beim lesen des Artikels war ich froh,dass ich nach meinem ETH-Abschluss,nicht doktoriert habe.So viele Allgemeinplätze und Banalitäten können genauso gut im "Bild" oder "Kronenzeitung" stehen.
Ein Bekannter von mir (ETH-Doktor im Physik)arbeitet an der "Front",das heisst:An der Credit Suisse im Bereich Forex-exchange.Er sagte zu mir ein Mal:"Früher oder später taugen alle Finanzmodelle gar und gar nichts,die kannste in die Pfeife rauchen"

8 laie1   15.08.2011 um 18:59 Uhr
Wischiwaschi
Der Autor ist unverkennbar als Ökonom zu identifizieren: Viel Schall und Rauch ummnebelnd irgendwas, jedenfalls aber nicht Himmelsglut. Hoffentlich zahlt ihm niemand seine "Forschungen".

9 Slapsticker007  15.08.2011 um 19:02 Uhr
Dämmert da etwa die Vernunft?
Selbst Konservative kommen langsam ins Grübeln: http://www.faz.net/artike...
P.S.: http://www2.alternative-w...    Regulierung jetzt!

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37 Teletappy    15.08.2011 um 23:09 Uhr     Wieder die alten Rezepte parat?
"Regulierung jetzt!" - Ich hab auch Eins:"Weisse Salbe!"
Was wollen Sie denn regulieren? Die Märkte funktionieren einwandfrei. Es gibt kein Marktversagen.
Marktversagen heißt in Wahrheit nur: Das Ergebnis gefällt mir nicht. Der Mangel an Selbstkritikfähigkeit lässt uns die Schuld auf den Markt schieben anstatt die bisher sakrosankten Anreizkriterien, die zu den Ergebnissen führen, verantwortlich zu machen. Ganz abstrakt formuliert führen immer Fehlallokationen zu den uns nicht gefallenden Krisensituationen. Weil das fundamentale, selbstjustierende Prinzip der Sättigung außer Kraft gesetzt ist in unserem Wirtschaftssystem.
10 Altes Wissen
15.08.2011 um 19:12 Uhr
Wenn hinter Papier kein Wert steht, ist es nichts Wert!
Diese Finanzwelt verkauft, was nicht real ist und die Dämel dies gekauft haben zittern um ihre kröten. So sieht es aus! Wer nichts zu verlieren hat und am ende "am Stock" geht der holt sich was er braucht und wenn es nur was zu Essen ist! Die Ursachen kennt wohl jeder, der noch bis drei zählen kann!

11 Slapsticker007   15.08.2011 um 19:14 Uhr
Vorschläge zum Umsteuern gibt es jedenfalls:     http://www.re-define.org/...http://fora.tv/2009/09/08...
Von einem Praktiker, der das System von innen kennt.

12 materia15.08.2011 um 19:17 Uhr
Effizienz kontra Nachhaltigkeit
Oh, Oh, oh....da haben die Schweizer mit der WIR Bank [www.solami.com/WIR.htm] bereits die halbe Lösung des Problems längst daheim zu Hause. Aber die Typen von Wissenschaftlern sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht und faseln was von Flugsimulatoren für Finanzderivate. Wenigstens halten sie vom alten Smith nicht mehr so viel. Ansonsten immer das gleiche Gelaber vom Homo irrationalis. Wissen wir das nicht schon immer?!
Und dann nennen die das auch noch Systemforschung. Der Interviewer stellt endlich mal die einzige richtige Frage nach dem Schmiermittel im System (Vielleicht liegts ja am Geld?). Und der Systemforscher kommt mit einem "Geld ist mir zu eindimensional" daher, ohne dabei zu merken, daß er hier mitten ins Schwarze getroffen hat.
Meine Frage jetzt: Wie soll ein so einseitiges Wirtschaftssystem mit nur einem Geld (Yen, Dollar, Euro auch D-Mark - alles das gleiche!) ein nachhaltiges System geschaffen werden, wenn diese Währungen eben nicht die Kooperation sonder nur Effektivität und Effizienz in unserer Wirtschaft erzeugen. Liebe Wissenschaftler, schaut euch mal ein funktionierendes System an (z.B. Ökosystem). Da gibt es Vielfalt und keine Konzentration.
Viel Spaß noch beim Daddeln!

13 Neo von Terra  15.08.2011 um 19:24 Uhr
Die Geldzeit hat fertig
Man kann das Finanzsystem noch am ehesten verstehen, wenn man ein Monopolyspiel ansieht und sich vorstellt das die Bank im Spiel plötzlich spinnt. Weiterhin ist das ganze System/Spiel ziemlich am Ende, von Copyright (Apple, Google, Microsoft stecken Zigmilliarden in den Krieg gegeneinander statt in Innovationen) bis zum Arm/Reich und Umwelt Problem.
Kurz gesagt, die Egozentrik ist mittelfristig am Ende. Je verrückter die Normalwelt wird, desto normaler werden verrückte Ideen. In einer strukturell gewaltlosen Welt wäre Geld überhaupt nicht mehr nötig, ein Internet reicht. Hier ein Zukunftsszenario: www.realtheater.de

14 Beringar68    15.08.2011 um 19:25 Uhr
Ist mir zu einfach
Mit Verlaub, aber das ist mir wieder alles viel zu einfach. Bei allen unfähigen Politikern und allen gierigen Managern, die Ursachen müssen viel tiefer liegen.
Es wird vergessen, das der heute so beklagte Monetarismus die Antwort auf das Scheitern der Nachfragepolitik war, die Ende der 70er-Jahre mit zweistelliger Inflation und Arbeitslosenquoten gegen die Wand fuhr. Nun fährt auch der Monetarismus gegen die Wand und hinterläßt unbezahlbare Schuldenberge. Klar, die Monetaristen müssen jetzt genauso das Ruder aus der Hand geben, wie es die Keynesianer mußten. Aber was soll an seine Stelle treten?
Wir sollten nicht so tun, als wüßten wir heute schon die Antwort. Weder die Wiedereinführung der D-Mark, noch die Abschaffung der Finanzmärkte werden etwas an der Situation ändern.
Wenn die einen mehr produzieren als sie konsumieren können (Deutschland, China)und die anderen mehr konsumieren als sie produzieren (USA, Spanien) werden die gleichen Probleme immer wieder auftreten.
Entweder produzieren die einen weniger und machen dafür mehr Urlaub und die anderen konsumieren schlicht weniger. Oder die einen produzieren immer noch so viel wie vorher, transferieren aber einen Teil des produzierten Überschusses an jene die weniger produzieren, damit diese den Überschuss konsumieren können (Transferunion).

15 penpirate    15.08.2011 um 19:25 Uhr
wenn' s alle wirklich sooo ernst meinen würden, dann...
könnte doch mal jemand -deutschland hat doch da einen wirtschaftsminister auf der suche nach themen ,-) - einen weltweiten kongress einberufen, mit
... politikern aus ost und west, nord und süd
... wirtschaftsfachleuten aus alle richtungen
... finanzfachleuten aus allen richtungen
... abgesandte der notenbanken
und dann machen die mal in klausur mit dem ziel:
welche alternativen gibt es?
welche vor- und nachteile haben die?
was schlagen wir weltweit vor!
solange aber nur in klein-klein gemacht wird, wird das nie was, weil finanzmärkte halt weltweit agieren!

20 Slapsticker007    15.08.2011 um 19:53 Uhr
Zum Erkenntnisdefizit in den Wirtschaftswissenschaften:
"The Role of the Economics Profession in the Global Crisis": http://ineteconomics.org/...
"The Need for Interdisciplinary Work": http://ineteconomics.org/...
Die Musik spielt woanders: "The Lords of Finance": http://fora.tv/2011/06/28...

22 materia    15.08.2011 um 20:11 Uhr
Wege zur Bewältigung systemischer Bankenkrisen
Hier der fehlende link zu meinem Kommentar: Diese wissenshaftliche Arbeit hier ist einfach verblüffend, endlich mal ohne das gesamte Gelaber...
http://www.scribd.com/doc ...    oder einfach: lietaer.com [aber auch: www-solami.com/WIR.htm]
Bernard A. Lietaer, der Mann meines Vertrauens (hat übrigens den Euro als belgischer Zentralbanker mitkonzipiert.)

28 Xdenker    15.08.2011 um 21:37 Uhr
Meinung statt Wissen, Behauptungen statt Fakten
Die Aussagen von Herrn Helbing enthalten leider sehr viel Unzutreffendes und sind daher in Gänze kaum zu diskutieren.
Ein Beispiel: "Die Expansion der Geldmenge entsteht durch die zunehmende Menge der im Umlauf befindlichen Kredite, für deren Zinsen die Aufnahme weiterer Kredite notwendig wird. Dies macht Wirtschaftswachstum zwingend notwendig."
Es ist einfach falsch, dass für die Zahlung von Zinsen die Aufnahme weiterer Kredite notwendig sei. Wenn das geliehene Geld profitabel, sprich wertschöpfend, eingesetzt wird, werden Zins und Tilgung aus dem Mittelrückfluss des rentablen Investments finanziert. Das ist der Normalfall!
In der Praxis wird auch kaum Jemand einen neuen Kredit bekommen, wenn er schon die Zinsen für den alten nicht bezahlen konnte. Denn wenn einer weder Zins noch Tilgung bezahlen kann, dann ist er üblicherweise pleite, die Bank liquidiert die Sicherheiten und muss oft dennoch einen Teil ihrer Forderungen abschreiben, verliert also Geld.
Richtig wäre daher die Formulierung, das jeglicher investive Einsatz von Geld, sei es geliehenes oder eigenes Geld, dessen wertschöpfende Verwendung voraussetzt.
Wirtschaftswachstum entsteht nur aus wachsenden materiellen Bedürfnissen, z.B. durch eine wachsende Bevölkerung und/oder wachsende Kaufkraft (die wiederum Wertschöpfung voraussetzt) sowie durch Innovation und das Aufkommen neuer Bedürfnisse. Kredite machen es möglich, den mit wachsenden Bedürfnissen notwendigen Um- und Ausbau des Kapitalstocks zu finanzieren.

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35 leecher   15.08.2011 um 22:34 Uhr     Falsch und nochmal falsch "Es ist einfach falsch, dass für die Zahlung von Zinsen die Aufnahme weiterer Kredite notwendig sei. Wenn das geliehene Geld profitabel, sprich wertschöpfend, eingesetzt wird, werden Zins und Tilgung aus dem Mittelrückfluss des rentablen Investments finanziert. Das ist der Normalfall!"
Bei einer solchen eindimensionalen Sichtweise ist das natürlich richtig. Wenn man das Gesamtsystem betrachtet aber vollkommener Unsinn.
Woher kommt denn das Geld mit dem das Unternehmen dann die Zinsen zahlt? Aus der restlichen Geldmengen. Und wie kommt alles Geld in den Kreislauf? Als Kredit auf dem Zinsen fällig sind. Die Zinsen sind im Gesamtsystem NIE da und können nur durch neue Kredite bezahlt werden. Die Zinsen werden nie mit geschöpft und sind nur als Forderung aber nie als Geld vorhanden. Daraus entsteht ein Zwang für Wachstum. Wer dann auch noch verstanden hat wie das Bankensystem funktioniert weiß, dass die Kreditmengen selbst dann ausgeweitet werden MUSS wenn es kein Wachstum gibt. Das ist ein unumstößlicher, mathematisch nachgewiesener Fakt. Der Kredit und Zins sind der Motor des Wirtschaftssystems, wer das nicht kapiert hat nicht verstanden wie das System funktioniert, und hat keinen blassen Schimmer vom dem was gerade passiert und was noch alles passieren kann.
41 Xdenker    16.08.2011 um 0:08 Uhr     Unfug bleibt Unfug Die von mir zitierte Aussage Helbings ist und bleibt sachlich falsch. Daran ändert auch Ihr Kommentar nichts.
Fakt ist: Geld wird überwiegend durch die Gewährung/Inanspruchnahme von Krediten (außerdem durch Ankauf von Aktiva durch Banken) geschaffen und durch Rückzahlung bzw. Abschreibung von Krediten vernichtet.
Kredite werden üblicherweise zurückgezahlt und das Geld damit vernichtet. Die im Falle der Nichtrückzahlung des Kredits nach Liquidierung der Sicherheiten ggf. verbleibende Restschuld muss die Bank abschreiben. Auch dann ist das ursprünglich durch den Kredit geschaffene Geld vernichtet.
Wirtschaftswachstum bedeutet Schaffung zusätzlicher Werte, zu deren Erzeugung und Kauf zusätzliches Kapital/Geld erforderlich ist. Wirtschaftswachstum erzwingt daher ein Wachstum der Geldmenge und damit des Kreditvolumens, aber nicht umgekehrt. (Schon gar nicht erzwingen Zinsen zusätzliche Kredite.)
Leider finden sich in Helbings Äußerungen etliche weitere sachliche Fehler, die mich an seiner wirtschaftsfachlichen Kompetenz zweifeln lassen. Die Wirtschaftswissenschaften scheinen definitiv nicht sein Fachgebiet zu sein.
29 dunnhaupt    15.08.2011 um 21:39 Uhr
Schall und Rauch
Wenn etwas schief läuft, muss bei uns sofort ein "neues System" her. Aber der Artikel hat dennoch recht, wie die Verwirrung und Hilflosigkeit unserer Großkopfeten bestätigt. Nicht allein, dass sie nie einen festen "Plan B" hatten, wie Schäuble behauptete. Wie die "Zeit" neulich berichtete, diskutierten sie auf dem letzten Brüsseler Gipfel nicht weniger als 32 verschiedene Wege, wie man weiterwurschteln könnte. Diese offensichtliche Ratlosigkeit ist es, welche die Märkte am meisten beunruhigt.

30 Rebel    15.08.2011 um 21:55 Uhr
6.30. Utopien
Slapsticker007 die Links sind Klasse ... hatte den MSM (HB, faz,ftd,tagesspiegel und dlr) Sony Kapoor mit Lösungen gemailt.
Die haben lieber zwei Jahre Merkel drangehängt. Aber jetzt ist die Zeit gekommen. For real.
Ehrlichkeit--->Glaubwüedigkeit--->Nachhaltigkeit--->Gemeinschaftlichkeit und für Ökonomen kommt noch die Bilanzierbarkeit dazu.
tough woman: http://www.iou.uzh.ch/org...

32 Slapsticker007    15.08.2011 um 22:12 Uhr
Inspirierendes kommt besonders aus dem anglo-amerikanischen Raum:
1. George Akerlof - "Efficient Markets Hypothesis and Causes of Crisis": http://www.youtube.com/wa...
2. Joseph Stiglitz - "An Agenda for Reforming Economic Theory": http://www.youtube.com/wa...
3. James Mirrlees - "Mathematics and Real Economics": http://www.youtube.com/wa...
4. William White - "Anatomy of Crisis: Economic Theory, Politics and Policy": http://www.youtube.com/wa...
5. Ha-Joon Chang - "Economics Upside Down": http://www.youtube.com/wa...
6. Paul Krugman - "The Global Economy": http://fora.tv/2009/01/29...
7. Peter Beinart in Conversation with Paul Krugman: http://fora.tv/2011/04/06...

33 mitchiru    15.08.2011 um 22:22 Uhr
Der alte Silvio Gsell
Wenn ich das Geld hätte, würde ich Herrn Helbing beauftragen, Modelle für umlaufgesicherte, regionale Geldsysteme herzustellen. Erfolgsparameter wären dann: Stabilität, ökologisch verträgliches Wachstum, Chancengleichheit, kulturelles Wachstum (Bildung, kulturprodukte, unterhaltung, Genuss!!) soziale Interaktion. Bildet Thinktanks!

34 Slapsticker007    15.08.2011 um 22:22 Uhr
Vielen Dank!
Dem PDF-Paper werde ich mich bei Gelegenheit widmen. LG Einen hab ich noch: http://www.ftd.de/politik...
[Edgar Salin: "Ökonometrie = Modellschreinerei" - Duncan Foley: "Das Ziel, menschliches Verhalten durch Ökonometrie vorhersagen zu wollen, erinnert stark an die Suche nach dem Heiligen Gral." Der Versuch, das Unmögliche zu erreichen, blockiert, so Foley, den Fortschritt in der Wirtschaftsforschung. Man müsse die Ökonomie daher vielmehr als ein komplexes, anpassungsfähiges System begreifen und darauf auch in der Forschung Rücksicht nehmen. Wenn man begreife, dass man eben nicht alle Phänomene mit Mathematik erklären oder vorhersagen kann, dann habe die wirtschaftswissenschaftliche Forschung noch enormes Entwicklungspotenzial.]

36 oekonomi  15.08.2011 um 22:49 Uhr
Adam Smith mißbraucht
"By preferring the support of domestic to that of foreign industry, he intends only his own security; and by directing that industry in such a manner as its produce may be of the greatest value, he intends only his own gain; and he is in this, as in many other cases, led by an invisible hand to promote an end which was no part of his intention."
Damit sagt A. Smith, daß Menschen egoistisch denken und lieber in lokale Unternehmen investieren als in ausländische, d.h. eigentlich im Sinne des eigenen Volkes handeln. Man kann auch sagen: nationalistisch.
Die Globalisierung hat aber einerseits dazu geführt, daß das eigene Land davon profitiert, wenn andere Nationen geschädigt werden. Andererseits fällt es auch leichter, "Ausländern" Schaden zuzufügen. Genau das ist bei den strukturierten Produkten passiert, bei dem Betrug Griechenlands mit einem gefälschten Haushaltsplan, bei den Spekulationen gegen andere Staaten. Es gibt keine Sanktionen. Einfache Spieltheorie.
Eine Aussage wie "Adam Smiths Regel funktioniert nur in guten Zeiten" ist absurd: gerade in schweren Zeiten denken Menschen eher an sich selbst und welche ihnen am nächsten sind. Durch Krisen entstehen Effizienz und Abschottung. Nur in guten Zeiten kann man sich Irrationales leisten. Die Quelle für diese Behauptung bleibe ich mal schuldig, ebenso wie der Artikel.

39 Slapsticker007    15.08.2011 um 23:33 Uhr
Der absurde Marktfundamentalismus der Neoklassik wird durch ständiges Behaupten nicht richtiger. Unsichtbare Hände und (markt)rationale Homini oeconomici sind Phantome.
Robert Shiller on How Human Psychology Drives the Economy: http://www.youtube.com/wa...

40 Lucy Meineke    16.08.2011 um 0:00 Uhr
Wir brauchen alternative Systeme zugunsten der Realwirtschaft
In vorausschauender Erkenntnis, dass das System der Finanzmärkte nicht dauerhaft beherrschbar ist, zeigen inzwischen zahlreiche Offensiven in europäischen und weltweiten Regionalbewegungen alternative Modelle eines sozialverträglichen globalen Überlebens, die sich bereits dort lebensnah bewährt haben.
Der Basisbegriff heißt: SOLIDARISCHE ÖKONOMIE
Er bezeichnet eine kritische Grundhaltung gegenüber neoliberalen Ansätzen, die positiv Bezug nimmt auf den Begriff der Solidarität und an die Rückbindung sozialer und ökologischer Zusammenhänge. Dabei steht das real-wirtschaftliche Selbstkosten- u. Transparenzprinzip ÜBER dem Gewinnprinzip.
Der ehem. Wirtschaftsjournalist, Historiker und ökonomische Vordenker, Bernd Hercksen, geht sogar in seinen Überlegungen aufgrund weltweit bereits gelebter sozialer Strukturen noch weiter und entwirft anschaulich das Konzept einer "Solidarischen Ökonomie - ohne Gewinn und Wertrechnung".
in: "Vom Urpatriarchat zum globalen Crash? Der Aufstieg einer verkehrten Welt und die Suche nach der richtigen", TB 2010
Hercksen lässt es in seinem Werk nicht bei der umfassend Ökonomie-geschichtlichen Ursachen-Analyse bewenden. Aufgrund eigener Erfahrungen in diesen Bewegungen u. gründlichsten Fakten-Recherchen zeigt er anschaulich menschenwürdige Zukunfts-Alternativen auf.
Das Gewinnprinzip unterminiere in den Geschäftsbeziehungen alle sozialen Beziehungen, in die jedes Unternehmen eingebunden ist, da jeder nur auf seinen eigenen Vorteil achtet.

42 Alexander Lobov    16.08.2011 um 0:50 Uhr
Über Egozentrik
"Weiterhin ist das ganze System/Spiel ziemlich am Ende, von Copyright (Apple, Google, Microsoft stecken Zigmilliarden in den Krieg gegeneinander statt in Innovationen) bis zum Arm/Reich und Umwelt Problem. Kurz gesagt, die Egozentrik ist mittelfristig am Ende."
Was hat das mit irgendeiner Egozentrik zu tun? Das ist die bekannte Folge künstlicher Monopole durch staatliches Patentrecht.
Dass Menschen verschiedene Interessen haben, und versuchen werden, die eigenen Interessen durchzusetzen, ist Naturgesetz und so ziemlich tautologisch, denn selbst wenn ich anderen Gutes tun will, bleibt dies trotzdem mein Interesse.
Die Frage, wie sich der Preis von wertlosem Papier, welches nur aufgrund staatlichen Zwangs als Geld verwendet wird, entwickelt, ist eine die von Adam Smith nicht behandelt wurde, und schon daher kann er bei dieser Frage gar nicht Unrecht haben.

43 Pink Fluid    16.08.2011 um 1:14 Uhr
Mal wieder Marx lesen...
Kooperation statt Konfrontation. "Wichtig scheint mir aber, dass man Marktteilnehmer nicht zur Kooperation zwingt. Sie müssen selber einsehen, dass diese sich langfristig auszahlt."
Vielleicht sollte man dann aber gedanklich auch vom Wettbewerb weg. Wettbewerb stachelt an, ist unheimlich produktiv. Nur haben wir langsam ein Level erreicht, in dem höher schneller weiter nicht mehr die Maxime sein muss und (nachhaltig betrachtet) sein darf. Vielleicht ist der freie Markt ja doch nicht das höchste aller Ziele? Das Ziel, die alles regelnde Maxime?
Wo wollen wir hin? Was wollen wir mit dem Reichtum? Wollen wir wirklich in Konkurrenz zueinander bleiben, oder endlich den Schritt wagen uns von diesem von uns geschaffenen Monstrum, diesem Fetisch, zu lösen, der uns beherrscht, wo doch wir ihn beherrschen sollten?
Aber Erkenntnis und Verstehen allein reicht nicht. Schrumpfen statt wachsen müsste unser Ziel sein. Gesellschaftlich erwirtschaftetes verteilen, die Versprechen der Moderne: Gleichheit, Freiheit, Solidarität, endlich einlösen.
Ein Grundeinkommen könnte ein erster Schritt sein. Und keine Angst: Was wir verlieren könnten ist ungesundes Wachstum und die damit verknüpfte Arbeit, Entwürdigung, Entmündigung, Ausbeutung. Gewinnen könnten wir Emanzipation und Menschenwürde.
Alles idealistischer Traum? Vielleicht. Aber bei weitem nicht so abwegig, wie behauptet.

44 Lucy Meineke    16.08.2011 um 1:43 Uhr
Sarah Wagenknecht ist da aber viel spannender zu lesen.
"Freiheit statt Kapitalismus", Eichborn-Vlg.gerade neu erschienen [http://www.zeit.de/2011/3...]. Außerdem ist sie auch etwas jünger als Karl und somit lebendig zeitnah am Artikelthema dran.

45 Slapsticker007    16.08.2011 um 1:51 Uhr
It could happen again!
Hier noch ein paar Hintergrundinformationen zu den interviewten Forschern: http://www.tobiaspreis.de/http://www.soms.ethz.ch/r...
Und noch zwei schöne Vorträge (gehalten an der LSE) als Betthupferl:
1. Robert Shiller (ein wenig ausführlicher): http://www.youtube.com/wa...
2. Paul Krugman on "The Return of Depression": http://www.youtube.com/wa...
Na dann: Gute Nacht!

46 pinero    16.08.2011 um 1:55 Uhr
Idealisiertes Wirtschaftsmodell
"Wirtschaftswachstum bedeutet Schaffung zusätzlicher Werte, zu deren Erzeugung und Kauf zusätzliches Kapital/Geld erforderlich ist. Wirtschaftswachstum erzwingt daher ein Wachstum der Geldmenge und damit des Kreditvolumens, aber nicht umgekehrt. (Schon gar nicht erzwingen Zinsen zusätzliche Kredite.)"
Ja, so wie Sie es beschreiben, SOLLTE es in einer idealen Marktwirtschaft funktionieren. Dieses Ideal gibt es aber nicht mehr. Was wir seit Jahren erleben ist der umgekehrte Fall, dass nämlich mit einem Wachstum der Geldmenge und des Kreditvolumens versucht wird, Wirtschaftswachstum zu "erzwingen". Da dieses Wachstum aber in der "Realwirtschaft" nicht in entsprechendem Maße stattfindet, wird versucht, es über reine Finanzgeschäfte zu erzeugen, durch die aber keine realen Werte geschaffen werden. Dadurch entstehen dann die "Blasen", die wir in den letzten Jahren in immer kürzeren Abständen erleben.
Die Ursache dafür ist aber nicht nur die lockere Geldpolitik der FED und anderer Zentralbanken. Meines Erachtens wird das Thema "Kapitalisierung der Altersvorsorge" in dem Zusammenhang viel zu wenig diskutiert. Die Umstellung auf kapitalgedeckte Altersvorsorge hat weltweit dazu geführt, dass mehrere hundert Millarden Dollar in Pensionsfonds gewinnbringend angelegt werden müssen, was durch das Wachstum in der "Realwirtschaft" aber niemals gedeckt werden kann.
Auch "Riester" wird somit zum Sargnagel des Weltfinanzsystems.

47 anbeck    16.08.2011 um 5:44 Uhr
Träumst Du noch oder liest Du schon?
"[Marktteilnehmer] müssen selber einsehen, dass [Kooperation] sich langfristig auszahlt."
Natürlich kann man Leute bezahlen, die sich für viel Geld solche Binsenweisheiten ausdenken. Und dann drücken wir mal alle die Daumen, dass die Kapitalisten endlich das Gute in sich entdecken...
Man kann aber auch gerne mal Marx lesen und lernen, dass unsere Wirtschaft nicht einfach wegen einiger vereinzelter Haifische so menschenverachtend ist, und dass uns die Wiederentdeckung des "Herdentriebs" nicht viel weiterhilft.
Dies gilt übrigens auch für diejenigen Zeit-Leser hier, die so von Silvio Gesells Freigeild schwärmen und sich deswegen für Kapitalismus-Kritiker halten. Dabei wäre es ja schön, wenn das Problem lediglich das zinstragende Kapital wäre.
Für alle Freigeld-Fans z.B.: Die Tücken des Finanzkapitals (http://www.trend.infopart...)
Zins hat es schon lange vor dem Kaitalismus gegeben. Kritisiert man nur das Finanzkapital und vergisst dabei den Zwang stetig Mehrwert zu produzieren, tritt man zwangsläufig auf der Stelle.

48 Netiew    16.08.2011 um 7:18 Uhr
Ein ähnliches Modell:
Eine Gruppe von Spielern trifft sich ständig im gleichen Lokal um zu pokern. Die meisten der Spieler sind Profis, für die das Pokern die einzige Einnahmequelle ist. Weil ständig um hohe Summen gepokert wird, zahlen sie die täglichen Rechnungen, die der Wirt ihnen macht, ohne zu murren, sind es doch im Vergleich zu ihren Umsätzen scheinbar kleinere Summen.
Solange zahlungskräftige Amateure dazustoßen, ist genug Geld da. Und wenn sie mal knapp sind lassen sie anschreiben. Der Wirt, der gut an der Gruppe verdient, ist mit dem Anschreiben großzügig. Die Spieler machen sich keine Sorgen wenn sie mal knapp sind, haben sie doch reichlich Schuldscheine von Mitspielern in den Taschen. Eines Tages merkt der Wirt, dass er selbst in Geldnot kommt und verlangt Bezahlung. Die Spieler versuchen, gegenseitig die Schuldscheine einzulösen und müssen feststellen, dass zu wenig Geld da ist.
Sie stoßen den größten Schuldner aus der Gruppe aus. Dadurch erhöht sich das Defizit des zweitschlechtesten Spielers. Eine Kettenraktion tritt ein. Der Wirt, bekommt nur einen geringen Teil der Rechnung bezahlt und geht in Konkurs.
Nach kurzer Zeit hängt ein Schild am Lokal: “Neue Bewirtschaftung“ und man kann wieder die Pokerspieler bei der Arbeit sehen.

49 cottonera  16.08.2011 um 8:43 Uhr
Das Brett vorm Kopp muss weg
Das Grundproblem des Geldsystems scheint vielen Mitforisten bewusst zu sein. Leider ist das die Ausnahme. Um dies zu aendern, ist es notwendig, dass diejenigen, welche den Knackpunkt verstanden haben, diese Erkenntnis weitergeben. Ich persoenlich stelle Freunden/Bekannten/Kollegen eine Preisfrage:
Stelle Dir die Welt als eine Insel mit 10 Bewohnern vor, welche produzieren, arbeiten und Gueter, Dienstleistungen untereinander handeln. Eine externe 11te Person, gibt jedem einzelnen 10 Inseleuro, um den Handel zu erleichtern, verlangt aber am Ende des Jahres je 1 Inseleuro Benutzungsgebuehr. Nach einem Jahr werden also 10 * 11 Inseleuro, also 110 Inseleuro faellig.
Wo kommen die zusaetzlichen 10 Inseleuro her, wenn nur 100 Inseleuro ausgegeben wurden ?
Ich garantiere interessante Gespraeche und einige Aha,s aber auch hitzige Versuche der "Versuchskaninchen" Eklaerungen zu finden, wo nun die zusaetzlichen 10 Inseldollars herkommen.

52 otmar.pregetter    16.08.2011 um 9:41 Uhr
Herr Helbing ...hat das Geldsystem nicht verstanden!
Und für... solche einen Schmarrn (ja) soll es 1 Mrd an Subvention geben ?
Der Fehler (der IMF stellte ja 100 Finanzkrisen in 40 Jahren fest!) liegt
1.) in der GELDSCHÖPFUNG, d.h. Banken "erfinden GELD AUS LUFT" indem sie das Geld = 1 Buchungezeile erst bei der KREDIT-GEWÄHRUNG aus NICHTS (es war ja zuvor nicht vorhanden : sonst wäre es ja Vollgeld = 100 % Zentralbankgeld gewesen) erzeugen... d.h. 100 % des Geldes (da ja auch die 2 % Mindestreserve als Verbindlichkeit entstehen) entsteht als SCHULD = FIAT MONEY.
2.) Da diese Schulden mit Zinseszins zurückzuzahlen sind ... ergibt dies eine exponentielle Funktion, was jeder Hauptschüler versteht... http://www.boerse-online.de/aktie/nachrichten/deutschland/:Interview-mit-Richard-Werner--Ein-untragbares-System/514469.html...
3.) Nachdem von den 4 Wirtschaftssektoren (Haushalte, Aussenwirtschaft (Ex- Importe etc.),Staat und die Privatwirtschaft (die man in Finanzinstitute, Zentral- und Geschäftsbanken, und die REAL-wirtschaft unterteilt) NUR die Finanzinstitute das "Geld aus Luft"...schöpfen - können die Zinsen eben  NIE d.d. Realwirtschaft verdient werden = exponentieller Anstieg der Schulden = Vermögen (die Bilanz ist ja immer ausgeglichen!) = Crash! Und DAS weiss man seit mehr als 100 Jahren...
4.) Fazit: Das Geldsystem ist ein Pyramidenspiel = Ponzi-Scheme... ein Madoff-Modell!... http://www.webinformation.at/material/Pyramidenspiel-Geldsystem.pdf...
5.) Der OTC-Handel macht ca. 70 % aus - d.h.ausserhalb der Börse...

53 otmar.pregetter    16.08.2011 um 9:54 Uhr
ad) 52 - Ergänzung: die Deutsche Bundesbank hat in ihrer Broschüre für Schulen ... die Geldschöpfung hinreichend erklärt - auch für Soziologen, Physiker und Religionswissenschafter - oder solche, die es noch werden wollen.
1.) Seite 68 : Geldschöpfung bezeichnet die Schaffung von Geld
2.) Geschäftsbanken schaffen Geld durch Kreditvergabe... http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec2/geld2_gesamt.pdf ...
3.) ergo dessen können weder die Haushalte (haben sie schon mal von der Bank Geld geschenkt bekommen ?) noch die realen Unternehmen Geld aus dem Nichts erzeugen - und der Staat hat ja an die PRIVAT-BANKEN... das Gelddruckmonmopol per Lizenz delegiert...
Die Lösunge sind daher sehr einfach - d.h es sind die gesellschaftspolitischen Machtfragen schlechthin: Geld regiert die Welt ... aber wer regiert das Geld???
1.) Wieso verschuldet sich der Staat p r i v a t...wenn nur er selbst das Gelddruckmonopol besitzt ?
2.) Wieso verschuildet sich der Staat überhaupt (er kann ja selbst sein eigenens Geld erzeugen!) ?)
3.) An wen soll der Staat überhaupt Zinsen bezahlen, wenn er sich sein Geld selber drucken kann ?
Und nachdem Herr Helbing ... + seine "Forscher" nicht mal das Geldsystem verstehen - ist die Mrd. nichts anderes als verlorenes Geld der Steuerzahler.
Alle Spekulationen sind mit 1 Massnahmen zu "managen": JEDER darf so viel spekulieren wie er will - aber NUR mit 100 % Eigenkapital!
Und schon sind alle Hedgefonds, Privat Eiquity Fonds "Ausserbilanzielle Gesellschaften" usw. usw. tot!!! Dazu brauchts keine Soziologen...

56 Duckmichnichtweg    16.08.2011 um 10:11 Uhr
Jein.
Im Grunde ist das richtig, was Sie hier schreiben. Allerdings sind ihre Schlüsse etwas falsch. [Wirtschaftswachstum erzwingt daher ein Wachstum der Geldmenge und damit des Kreditvolumens, aber nicht umgekehrt. (Schon gar nicht erzwingen Zinsen zusätzliche Kredite.)]
Es kommt zwar auf die Politik drauf an (aber da haben einzelne Nationalstaaten eher keinen Spielraum). Wenn die Vermögensverteilung zu gravierend wird, dreht sich das System um. Staaten werden zu Knechten. Die Banken fordern Zinsen für ihre Investoren, welchen Sie durch Staatsschulden (und Kaufkraftentzug aus dem Wirtschaftskreislauf) wieder reinbringen.
Zinseszins hat hier die Überhand genommen. Es ist nicht die Produktion die zählt, sondern die Rendite.
Das Schrumpfen auf ein vernünftiges Niveau wäre nicht schlecht. Allerdings ist es mit einem einzigen System gar nicht möglich. Dafür brauchen wir ein System, welches als Netz (welches eher Regional aggiert) dient - damit man sich nicht erpressbar macht.

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64 otmar.pregetter 16.08.2011 um 11:33 Uhr    Nein - da unterliegen Ihnen mehrere Denkfehler, denn
1.) ist esgenau umgekehrt - so wie ich schrieb: weder die realen Unternehmen noch die Haushalte bekommen Geld geschenkt - d.h. die Zinsen ihrer aufgenommen Kredite werden wieder durch neue Kredite = exponentielles Kreditwachstum bezahlt
2.) ergo dessen - diest ist ja das längst falsifizierte Dogma der Wi-wissenschaften - wird in der klassischen Gleichung : Wachstum = Zins... "unterstellt", dass solange die Wachstumsrate höher als der Zins sei, die Zinsen kein Problem seien. Und nachdem aber Wachstum k e i n Geld generiert (sonder nur die Konsumenten, die ja diese Produkte auch kaufen (wieder nur über Kredit möglich) müssen - ist dies eben eine durch die Empirie (100 Finanzkrisen in 40 jahren sind wirklich genug) längst falsifizierte Annahme.
Fazit: Der Zinseszins ...bedingt das reale Wachstumt - nicht umgekehrt. Und da eine reale Wirtschaft n i e exponentiell wachsen kann ... kommt es alle 30-70 Jahre zum totalen Crash dieses Pyramidenspiels = Geldsystem.
57 Azmi kamali    16.08.2011 um 10:12 Uhr
Das Problem ist nicht das System, sondern die Akteure
Gierige und egoistische Akteure werden auch in anderen Systemen neue Schlupflöcher finden.
Wie kann man von Bankern Verantwortungsbewusstsein fordern, wenn die Politiker sich selber die Taschen voll machen.

58 Alexander Lobov    16.08.2011 um 10:16 Uhr
Was Fortschritte in der Theorie betrifft:
"Schade ist nur das der gute alte Adam Smith immer noch als Vorbild durch die Gehirne der "Eliten" schwirrt, von wegen free markets und die unsichtbare Hand wird's schon regeln"
Ja natürlich, das Gravitationsgesetz vom alten Newton ist ja auch falsch. Nur ändert die Weiterentwicklung der Newtonschen Gravitationstheorie durch Einstein nichts daran, dass Äpfel nach unten fallen und die Erde um die Sonne kreist.
Und so ändert auch eine wissenschaftliche Weiterentwicklung der Smithschen ökonomischen Theorie nichts daran, dass freie Märkte besser sind als staatliche Regulierung.
Im Gegenteil, es sind gerade die Fortschritte modernerer ökonomischer Theorie, die mit der Betrachtung politischer Märkte zusammenhängen (public choice theory), die zeigen, dass bei einer modernen Demokratie keine sinnvollen Gesetze rauskommen können.

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77 Slapsticker007    16.08.2011 um 12:59 Uhr     Ehrliche Worte "Im Gegenteil, es sind gerade die Fortschritte modernerer ökonomischer Theorie, die mit der Betrachtung politischer Märkte zusammenhängen (public choice theory), die zeigen, dass bei einer modernen Demokratie keine sinnvollen Gesetze rauskommen können." -> ERGO: Abschaffung der Demokratie, damit der mehrheitliche Menschenwille dem Funktionieren der Märkte nicht mehr im Wege steht. Interessantes Verständnis, das Sie da offenbaren - und so verfassungskonform. Da erübrigt sich dann jede weitere Argumentation.

88 Xdenker    16.08.2011 um 15:29 Uhr     Adam Smith hat den Markt nicht erfunden. Märkte und deren Regulierungsmechanismen (die "unsichtbare Hand") gab es lange vor Smith. Und ich wage mal die Behauptung, dass es sie so lange geben wird, wie die Menschheit wirtschaften, d.h., mit knappen Ressourcen zur Befriedigung ihrer materiellen Bedürfnisse sinnvoll umgehen muss.

59 Alexander Lobov  16.08.2011 um 10:21 Uhr
Menschen abschaffen
"Das Problem ist nicht das System, sondern die Akteure"
Aja, da will wieder mal jemand den Neuen Menschen schaffen, um das Paradies auf Erden zu schaffen. Die alten Akteure werden dann möglichst hygienisch entsorgt?
Nein, die Menschen sind wie sie sind, und gar nicht so schlecht, und das Einzige was wir verbessern können, ist das System.
Und das staatliche System gehört in der Tat abgeschafft. Es ist eben nicht nur in seiner extremistischen, totalitären Variante kriminell, sondern in jeder Variante.
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Azmi kamali    16.08.2011 um 11:13 Uhr     Nonsens 3 Und wer macht das System? Schon mal darüber nachgedacht?
Es geht nicht darum, die Menschheit abzuschaffen, sondern die sogenannte Elite, welche Systeme und Gesetze einführt, um sich selber die Taschen auf Kosten der Bevölkerung vollzumachen.

78 Slapsticker007    16.08.2011 um 13:05 Uhr     Da erübrigt sich wirklich jeder weitere Kommentar: "Und das staatliche System gehört in der Tat abgeschafft. Es ist eben nicht nur in seiner extremistischen, totalitären Variante kriminell, sondern in jeder Variante."
P.S.: Der Selbstwiderspruch zum zuvor Geschriebenen ("Nein, die Menschen sind wie sie sind, und gar nicht so schlecht[.]") bleibt freilich bestehen. Der Staat, das sind wir alle.

60 Alexander Lobov    16.08.2011 um 10:30 Uhr
Schlechte Gesetze sind nunmal private Güter
"1.) Wieso verschuldet sich der Staat privat ...wenn nur er selbst das Gelddruckmonopol besitzt?"
Na ist doch klar - schlechte Gesetze (die einigen wenigen auf Kosten aller nützen) sind private Güter, gute Gesetze (die allen nützen) hingegen öffentliche Güter, und daher kommen nur schlechte Gesetze zustande.
Der Staat ist nun einmal nicht in der Lage, das Problem öffentlicher Güter zu lösen, weil staatliche Gesetzgebung selbst eins hat. Und je größer der Staat, desto größer dieses Problem, und desto kleiner der Kreis der Profiteure.

61 Alexander Lobov    16.08.2011 um 10:44 Uhr
Nonsens 1
"Die Expansion der Geldmenge entsteht durch die zunehmende Menge der im Umlauf befindlichen Kredite, für deren Zinsen die Aufnahme weiterer Kredite notwendig wird. Dies macht Wirtschaftswachstum zwingend notwendig."
Nicht Wirtschaftswachstum - damit hat das überhaupt nichts zu tun. Sondern irgendwann gibt der Staat Kredite, die Geldmenge erhöht sich, und da die realen Werte sich deswegen noch lange nicht erhöhen, ergibt sich daraus einfach eine Inflation.

62 Alexander Lobov    16.08.2011 um 10:49 Uhr
Nonsens 2
ist die Antwort darauf: "Es ist einfach falsch, dass für die Zahlung von Zinsen die Aufnahme weiterer Kredite notwendig sei. Wenn das geliehene Geld profitabel, sprich wertschöpfend, eingesetzt wird, werden Zins und Tilgung aus dem Mittelrückfluss des rentablen Investments finanziert. Das ist der Normalfall!"
Wie profitabel auch immer das einzelne Investement ist, zurückgezahlt werden muss Geld, und das zu produzieren ist nunmal anderen als dem Staat verboten. Also muss es vom Staat kommen. Und kommt natürlich auch von da.

63 Azmi kamali  16.08.2011 um 11:13 Uhr
Nonsens 3
Und wer macht das System? Schon mal darüber nachgedacht? Es geht nicht darum, die Menschheit abzuschaffen, sondern die sogenannte Elite, welche Systeme und Gesetze einführt, um sich selber die Taschen auf Kosten der Bevölkerung vollzumachen.

66 otmar.pregetter    16.08.2011 um 11:40 Uhr
ad 60.) Sehe ich nicht so ...
denn ich denke, dass selbst 500.000 Beamte eine solche Finanzkrise n i e ...hinbekommen hätten - wie es 10-20 Finanzalchimisten gelungen ist - aufkosten aller Steueerzahler.
Und - wieso der Staat nicht "Buchungszeilen" managen soll, kann ich auch nicht nachfollziehen.
Auch nein - der Staat kann eigentlich ganz gut öffentlioche Güter managen (dass es immer besser sein kann, bezweifelt ja niemand), z.b. ist das Gesundheitswesen der USA "privat" organisiert, es ist jedoch das teuerste der Welt (mit 17 % dees BIP, D nur 10 %) und dennoch sind ca. 45 Mio nicht krankenversichert ... und die USA haben die grösste Kindersterblichkeitsrate der Welt !

67 Blickensdörfer
16.08.2011 um 11:44 Uhr
"Der Erkenntnis-Widerspruch"
so viele richtige Gedanken und auch Vorschläge, die eine gute Grundlage wären, sie wissenschaftlich zu vertiefen. Und das sind nicht nur Gedanken und Vorschläge bekannter Wissenschaftler, sondern auch vieler Foristen, die sich mit den Problemen der Menschheitsentwicklung auseinandergesetzt haben und auseinandersetzen. Es mangelt also nicht an Erkenntnissen zu diesen Problemen und an Erkenntnissen vom wissenschaftlichen Lösen dieser Probleme. Diesen Erkenntnissen wird aber vorallem von denjenigen widersprochen, ob bewusst oder unbewusst,welche vom Erkenntnis-Widerspruch profitieren. Aber leider auch von denjenigen, die mit den "Begriffen" und Aussagen versuchen, die Probleme der Menschheitsentwicklung zu verstehen, welche mit dem herrschenden Verständnis besetzt sind, und mit denen die Probleme der Menschheitsentwicklung anhand vielerlei Erscheinungen beschrieben und mit scheinbaren Zusammenhängen erklärt werden. Ein wissenschaftliches Lösen der Probleme erfordert also die Auseinandersetzung mit der Ideologie dieses Beschreibens und Erklärens und somit die Überwindung des Erkenntnis-Widerspruchs. Es mangelt also nicht an Erkenntnissen, und auch nicht an Kommentaren zu mit herrschenden Verständnis Beschriebenem und Erklärtem, sondern an einer öffentlichen Auseinandersetzung zur Überwindung des Erkenntnis-Widerspruchs.

68 Dr. Jens Romba    16.08.2011 um 11:46 Uhr
Vorschlag für eine wirkliche Neuerung     Teil 1
Es gibt in diesem Interview zwei Sätze, die ich uneingeschränkt unterschreiben könnte. Nämlich die Sätze von Helbing die da lauten: „Ich denke nicht, dass dem kranken System mit abgelaufenen Medikamenten geholfen wäre. Es muss neu erfunden werden.“ Bezüglich der Art der Neuerfindung streiten sich dann aber die Gemüter. Angefangen ganz unten beim Kleingeistigen bis ganz nach oben zum Gelehrten. Heraus kommen dann Modelle wie Kommunismus, Sozialismus, Liberalismus, Neoliberalismus, soziale Marktwirtschaft, gezähmter und ungezähmter Kapitalismus und so weiter und so fort. Und sollten alle diese Modelle mit der Zeit immer weniger glaubhaft sein, so wird halt angeblich etwas neues erfunden, oder besser noch, das ganze System wird dann irgendwie neu erfunden. Aber auch wenn dies dann wieder eine Zeitlang gut geht, so etwa nach einer Währungsreform, so wird hier im Endeffekt doch nur alter Wein in neuen Schläuchen verkauft.
Die Frage stellt sich in Wirklichkeit also nach der Art der Neuerfindung. Wobei man bezüglich der Beantwortung dieser Frage ruhig einmal eine Reise durch Raum und Zeit antreten sollte. Die Reise durch den Raum würde hier nach Österreich führen, genauer gesagt in das kleine Städchen Wörgl. Die Reise durch die Zeit führt dann in die Zeit der Weltwirtschaftskrise, genauer gesagt in die Jahre 1932/33. Was genau damals in Wörgl geschah, kann ein Jeder unter http://userpage.fu-berlin...  leicht nachlesen.

69 Dr. Jens Romba    16.08.2011 um 11:47 Uhr
Vorschlag für eine wirkliche Neuerung     Teil 2
Allein die Tatsache aber, daß die Gemeinde Wörgl mit Ihrem Freigeldversuch einen ungeahnten wirtschaftlichen Aufschwung inmitten der Weltwirtschaftskrise zu verzeichnen hatte, sollte doch schon zu denken geben.
Ebenfalls ist es nicht von der Hand zu weisen, daß die heutige Wirtschaft immer produktiver wird, für deutlich bessere und deutlich billigere Produkte aber immer weniger Arbeitskräfte benötigt. Und hier nützt auf Dauer auch keine noch so hohe akademische Qualifikation. Selbst Hochqualifizierte werden immer mehr auf der Straße landen, was die Verarmung großer Teile der Bevölkerung fortschreiten läßt. Zumindest solange, wie ein reguläres Einkommen so derart strikt an die Erwerbsarbeit gebunden ist wie in unserem System. Aber auch hier wurde, und das nicht nur von Sozialträumern sondern auch von gestandenen Unternehmern, bereits das bedingungslose Grundeinkommen erdacht. Näheres hierzu kann ein jeder unter
http://www.stiftung-kultu...
http://www.unternimm-die-...
http://www.freiheitstattv...    erfahren. Und unter   http://www.muenchener-mod...    wurde diese Idee des bedingungslosen Grundeinkommens sogar mit dem Freigeld kombiniert.

70 Dr. Jens Romba    16.08.2011 um 11:48 Uhr
Vorschlag für eine wirkliche Neuerung     Teil 3
Natürlich sind derartige Dinge zunächst auch erst einmal als ein Neuanfang zu verstehen. Soll sich aber die Geschichte nicht wiederholen und wollen wir wirklich Währungsreformen, Systemcrashs und Krisen in Zukunft vermeiden, so kann dies meiner Meinung nach nur auf diesem Weg geschehen. Zumal dann auch jeder, insbesondere auch die heute arbeitslosen Akademiker und Ingenieure, sich eine sinnvolle Beschäftigung suchen sowie ihre Potentiale dann optimal einsetzen könnten. Dem Fortschritt und dem daraus resultierenden Wohlstand wären, im Gegensatz zum heutigen System oder besser gesagt Flickwerk, dann keine Grenzen gesetzt.
Dr. Jens Romba

71 otmar.pregetter 16.08.2011 um 11:51 Uhr
ad) 62 . Nonesens 2
"Es ist einfach falsch, dass für die Zahlung von Zinsen die Aufnahme weiterer Kredite notwendig sei. Wenn das geliehene Geld profitabel, sprich wertschöpfend, eingesetzt wird, werden Zins und Tilgung aus dem Mittelrückfluss des rentablen Investments finanziert. Das ist der Normalfall!"
Der Zirkelschluss... alle Phrasendrescher des derzeitigen Geldsystems, liegt ja darin, dass eben der "Mittelrückfluss = Rendite des Unternehmens usw. nie, den Zins "finanzierten" kann - weil ja NUR 1 Wirtschaftssektor = Zentral- und Geschäftsbanken das GELD AUS LUFT...erzeugen dürfen. D.h. jede MEHR-Produktion in der Volkswirtschaft (insoferen die Produkte nicht aufs Lager gehen) müssen ja verkauft werden - sonst kommt es ja zu keiner "Rendite"(!) die dann den Zins bedienen soll.
Und um die MEHR-Produkte (des Wachstums) bezahlen zu können ... brauche die Konsumenten wieder mehr Geld ...und DAS bekommen sie wiederum nur über K r e d i t...von den Banken. Doe o.a. Annahmen sind eine Tautoligie reinsten Wassers - und genau dies wollen die "klassischen Wi-Forscher" sich eben nicht eingestehen.
Da haben Sie völlig recht.

72 otmar.pregetter    16.08.2011 um 12:06 Uhr
ad) 68-70 ihre Beispiele - insbes. Wörlg - kenne ich gut, Ja...
dort kann/muss/soll man beginnen und sich viele andere alternative Geldsystem ansehen, erforschen.
Die zentrale Frage jedoch - wer erzeugt das (Papier)geld - ist eine politische, d.h. DIE Machtfrage jeder Gesellschaft!
Es darf/kann doch nicht wahr sein, dass die Menschheit nach Jahrhunderten des Schuldgeldsystems (100 % wird das Geld ja als Kredit geschöpft) und der bisdato 1 : 1 zu beobachteten totalen Verkorrumpierung zwischen Politik und den "Geldsäcken" (Def. Jean Ziegler) und trotz des Internet´s, das viele Menschen schon aufklärte, sich niemand an die Frage: Wieso verschuldet sich der Staat privat...wenn nur er selbst über das Gelddruckmonopol verfügt? heranwagt...
Wir, Univ. Prof. Hörmann und ich haben das Buch DAS ENDE DES GELDES geschrieben, wo wir alle BETRUGSMODELLE DES KAPITALISMUS (beginnend vom Konstrukt der "jurisischen Person", die ja auf ein Gesetz zur Eindämmung des Sklavenhandesl in den USA 1886 zurückgeht) wissenschaftlich aufgearbeitet (Franz Hörmann hat ja selbst die IFRS-Bewertungsregeln längst falsifiziert...) und beschrieben. Bis heute wurden wir noch von keinem Poltiker, Rechtsanwalt oder gar Wirtschaftsprüfer (gott bewahre...) verklagt - wieso wohl?

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109 Babanus    18.08.2011 um 0:02 Uhr     Die richtige Antwort?
"Bis heute wurden wir noch von keinem Poltiker, Rechtsanwalt oder gar Wirtschaftsprüfer (gott bewahre...) verklagt - wieso wohl?"
Weil es in Deutschland Meinungsfreiheit gibt?
75 Slapsticker007    16.08.2011 um 12:41 Uhr
Jenseits des hybriden Finanzsystems
muss die Ökonomie insgesamt verändert werden. Ansätze dazu werden bspw. hier vorgestellt: http://www.postwachstumso...http://www.jenseits-des-w...
"Vorstellbar wäre eine Gesellschaft, die die Verwandlung ihres Wohlstands in "Kapital" nicht mehr zum obersten Ziel erklärt." Aus dem FTD-Artikel "Schluss mit der Geldgier" von Robert Skidelsky: http://www.ftd.de/politik...
Hier sein 'Blog' "Against the Current" im Project Syndicate: http://www.project-syndic...
Und das 'Blog' von Nobelist Joseph Stiglitz im Project Syndicate "I Dissent: Unconventional Economic Wisdom": http://www.project-syndic...
Sowie das 'Blog' von Howard Davies and Robert J. Shiller zu "Finance in the 21st Century": http://www.project-syndic...
Die im Project Syndicate versammelten Artikel sind auch in Deutsch übersetzt!

79 Xdenker    16.08.2011 um 13:42 Uhr
Stimme Ihnen zu
Das ist auch meine Kritik an der Politik des billigen Geldes, wie sie insbesondere von der FED schon sehr lange betrieben wird. Ursache: Die FED ist offensichtlich nicht unabhängig von der US-Politik, sondern ihr Erfüllungsgehilfe!
Die "Idealisierung" bestände allenfalls darin, dass ich erwartete, dass alle handelnden Institutionen und Menschen "das System" richtig/sinnvoll bedienen und nicht zu korrumpieren versuchen - was natürlich realiter nicht der Fall ist.
Andereseits wird jede Fehlbedienung im Wege der Selbstregulierung des Systems bestraft: Wer eigenes oder geliehenes/fremdes Geld unprofitabel einsetzt oder Kredite nicht aus erwirtschafteten Mittelrückflüssen bedienen kann, verliert Geld, wird also ärmer. Und jede Blase, die ja definitionsgemäß nur aus Scheinwerten bestehen kann, wird unweigerlich früher oder später platzen, wodurch die Scheinwerte und das in sie hineingepumpte Geld vernichtet werden.

84 Xdenker    16.08.2011 um 15:29 Uhr
Werbung...
...ich lese primär werben in eigener Sache Richtung ratloser Politiker heraus. Zitat: "Unsere Türen stehen offen..." Und nichts w i r k l i c h grundsätzlich infrage stellen. Befriedet weiter zocken.

93 Xdenker    16.08.2011 um 18:39 Uhr
Was geht hier nicht auf?
Wenn alle vernünftig wirtschaften, dann verdienen alle Geld, finanzielle wie nicht finanzielle Unternehmen. Und die Privatpersonen und -organisationen ohne Erwerbszweck und der Staat geraten zumindest nicht in die Schuldenfalle. Wer aber nicht vernünftig wirtschaftet, verliert Geld. So ist es, und so muss es sein.

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94 genius1    16.08.2011 um 19:27 Uhr     Xdenker?     Sie haben das Geldsystem nicht Begriffen. Wenn keiner einen Kredit am laufen hat, dann Existiert kein Geld! Der Geldbedarf wächst mit dem Wachstum der Wirtschaft, mit der Inflation und zusätzlich, wenn Kredite mit weiteren Krediten bezahlt werden.
96 Xdenker   16.08.2011 um 20:20 Uhr
Sie haben offenbar keine Ahnung vom Wirtschaften
Geliehenes Geld mit geliehenem Geld zurückzuzahlen, funktioniert nicht.
Wenn eine Bank einen Kredit vergibt, will sie dafür Sicherheiten übereignet bekommen. Mit der Übereignung der Sicherheiten an die Bank haben Sie Ihre Schuld quasi schon "getilgt", bevor Sie den Kredit überhaupt gutgeschrieben bekommen.
Die Sicherheiten können Sie nur durch vollständige Rückzahlung der Kreditsumme wiedererlangen und erst dann wieder zur Besicherung eines neuen Kredits einsetzen.
Was Sie an Sicherheiten bieten können, definiert zugleich die Obergrenze Ihrer maximal möglichen Verschuldung. Dann ist Schluss mit Kredit. Und wenn Sie ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Bank nicht nachkommen, liquidiert die Bank die Sicherheiten, womit das gantze Kreditgeld wieder dahin verschwindet, woher es gekommen ist, ins Nichts.
Tipp: Besorgen Sie sich einfach ein paar Kredite, und versuchen Sie, Kredite mit Krediten zurückzuzahlen. Und dann berichten Sie bitte über Ihre Erfahrungen.

97 genius1   16.08.2011 um 21:20 Uhr
Ja cottonera.
Da ist einer zu Intelligent für uns. Bei der Denkweise von Xdenker sollten wir wieder zum reinen Tauschhandel zurückfinden. Das Funktioniert in einer Weltwirtschaft zwar nicht so richtig, aber immerhin, werden Wir nicht jedes Jahr von den Banken, mit Zinsforderungen enteignet!
Und Xdenker, mir Bitte erst Antworten, wenn Sie die Zahlenreihe von 1... bis 100 Addiert haben. Das Ergebnis beträgt 5050. ich brauche nur den Rechenweg, kann man im Kopf ausrechen!

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99 Xdenker    16.08.2011 um 22:11 Uhr     Nur nicht verzweifeln     Sie können auch weiterhin Konsum über Kredit finanzieren. Zwar werden Sie dabei Geld verlieren. Dafür kommen Sie aber sofort, ohne zu warten in den Genuss der begehrten Waren. Sie müssen nur aufpassen, dass Sie nicht Ihr gesamtes Vermögen opfern. Denn dann gibts keinen Kredit mehr.
Sollten Sie ein Geschäft aufbauen wollen, so ist es im Prinzip egal, ob Sie dies mit Eigenmitteln oder Krediten tun (in der Regel brauchen Sie beides). Sie müssen nur darauf achten, dass Sie rentabel wirtschaften, sonst sind Sie auch auf diesem Weg ihr Vermögen recht schnell los. Profitable Geschäfte vorausgesetzt, ist dies andererseits die einzige legale Möglichkeit, reich zu werden (außer durch Erben oder etwas geschgenkt bekommen). No risk, no gain.
Viel Erfolg!

100 Bitbändiger 16.08.2011 um 23:41 Uhr     Zurück zur Realwirtschaft! Nur so nebenbei, @cottonera: Geld funktioniert nur, wenn es 1. eine vermehrbare Deckung (ursprünglich Gold) hat und 2. im realen Wirtschaftskreislauf auch tatsächlich eingesetzt wird - an beidem fehlt es auf Ihrer fidelen Mini-Insel. (@cottonera Ende)
Die schlauen Herren Professoren haben ja mit der Analyse durchaus recht: Die ursprünglich simplen Zusammenhänge der Realwirtschaft mit Gütern, Geld, Krediten und vor allem durch Wertschöpfung erwirtschaftetem Gewinn waren einfach zu durchschauen. Undurchschaubar ist es erst, seit Geld selbst zur "Handelsware" gemacht wurde, und zwar möglichst raffiniert verpackt in undurchschaubaren und auf Rosstäuschung ausgelegten "Finanzprodukten". Damit lassen sich Scheinrenditen erzielen, die von keiner Wertschöpfung gedeckt sind und die als Spekulationsblase platzen, sobald zu viele "Anleger" gleichzeitig den vermeintlichen realen Gegenwert einfordern oder bei der Spekulantenherde die Stampede ausbricht.
Dass dieser Schwachsinn ohne Wiederherstellung des Primats der Politik, also Regulierung, von selbst verschwindet, glauben die Herren Professoren vermutlich selbst nicht ernsthaft. Da auch die globale Politik sich nicht zusammenraufen wird, das Notwendige zu tun, bleibt nur abzuwarten, was der abzusehende Totalcrash bringt: Vielleicht ja sogar die Erkenntnis, dass der Realwirtschaft selbst ein Totalzusammenbruch der sog. "Finanzmärkte" nach kurzem Schock am Allerwertesten vorbeigehen kann.

102 Nero11 17.08.2011 um 1:01 Uhr     Ich finde es beunruhigend, dass Wissenschaftler sich einig sind, dass dieses System zusammenbrechen wird. Wäre an der Zeit, sich eine Strategie für die Notlandung auszudenken oder? Oder wollen wir, dass alles in Chaos und Krieg endet?
Und der Hinweis, dass die nächste große Krise kommt, bevor wir uns von der akutellen erholt haben ist auch nicht ohne.
104 genius1 17.08.2011 um 8:25 Uhr     Ach Xdenker.  Ein Link für Allwissende: http://www.trend.infopart...
98 Xdenker   16.08.2011 um 21:54 Uhr
Das macht keinen Sinn
Kann nur nochmals auf #83 verweisen. Das Modell ist unsinnig. Warum sollten sich ihre Inselbewohner einen Kredit besorgen? Welchen Nutzen hätten Sie davon?
In diesem statischen, geschlossenen Modell gibt es ja, bevor die 11. Person die Bühne betritt, offenbar kein Geld. Woher auch? D.h., die Inselbewohner finden alles, was sie zum Leben brauchen, auf ihrer Insel und betreiben untereinander allenfalls Tauschhandel. Das ist ungefähr die Situation der Buschmänner in der Kalahari.
Geld macht nur Sinn in einer Welt, in der die Beschaffung von Ressourcen zur Erzeugung von Ware und das Eintauschen der so erzeugten Ware gegen andere Ware, die man zum Leben oder für die Produktion der eigenen Ware benötigt, zeitlich auseinanderfallen. Es überbrückt die Lücke zwischen dem Zeitpunkt der Aufwendungen und dem Zeitpunkt des Vorliegens handelsfertiger Ware.
Übrigens kosten nicht nur Kredite Geld, sondern auch das Eigenkapital. Wenn man sein Eigenkapital im eigenen Unternehmen einsetzt, verzichtet man auf Erträge, die man bei irgendeiner anderen Anlage des Eigenkapitals außerhalb des eigenen Unternehmens erzielen könnte. Da es sich um kalkulatorische Kosten handelt, die zudem nicht in die steuerliche Gewinnermittlung einfließen, kann man deren Höhe in einem sachlich sinnvollen Rahmen frei bestimmem. Wenn man die Kosten des Eigenkapitals höher ansetzt als die eines Kredits, dann sollte man seine Investition fremd, also über Kredit finanzieren, andernfalls über Eigenmittel.
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101 genius1    17.08.2011 um 0:18 Uhr     Leider nicht. "Vielleicht ja sogar die Erkenntnis, dass der Realwirtschaft selbst ein Totalzusammenbruch der sog. "Finanzmärkte" nach kurzem Schock am Allerwertesten vorbeigehen kann."
Wenn es so wäre, hätte ich auch kein Problem damit. Gedanken mache ich über die Zulieferer. In der heutigen globalisierten Welt kommen die Zulieferteile aus vielen Ländern. Selbst wenn es für ein Zulieferteil, drei oder mehr Hersteller gibt, kann nicht ausgeschlossen werden das Diese, bei einem Kollaps der Finanzmärkte, nicht Pleite gehen. Dann kann das Produkt, zum Beispiel: ein Auto, nicht zum Verkauf fertig gestellt werden, mit negativen Rückkoppelungen bei anderen Zulieferern.
Auf Grund der weltweiten Vernetzung der Finanzsysteme, kommt es bei einem Kollaps der Selben, zu einer Hyperinflation. Die Menschen werden mit dem noch vorhandenen Geld versuchen, zuerst das Lebensnotwendige Einzukaufen, danach alles mögliche!
Banken und Börsen werden dann, bei der Panik, geschlossen sein. Die "Resettaste" ist nicht vorhanden genauer, Sie würde nicht Funktionieren! Private Altersversorgung Pleite, Private Krankenversicherung ohne Rücklagen, damit kurz vor der Pleite, und sehr viele Unternehmen in Konkurs!
Damit ist zu Rechnen. Viel Glück beim Neustart!
103 Xdenker    17.08.2011 um 1:56 Uhr     Das System wird nicht zusammenbrechen     Was zusammenbricht, sind Spekulationsblasen, also Scheinwerte, die nie reale Werte waren. Damit verschwindet zugleich überschüssiges Geld aus der Welt.
Das könnte der Realwirtschaft tatsächlich am Allerwertesten vorbei gehen, gäbe es da nicht die auch von aufgeregter medialer Berichterstattung und Spekulation(!)immer wieder forcierten, psychologischen Ansteckungseffekte.
Menschenmassen kennen leider keine Schwarmintelligenz, sondern nur massenhafte Dummheit. Aber je häufiger irgendwelche Blasen platzen, je normaler solche systemimmanenten Autokorrekturen werden, umso gelassener sowie auf- und abgeklärter werden die Menschen und damit auch die realwirtschaft m.E. darauf reagieren.
Der menschliche Erfindergeist ist unerschöpflich. Vielleicht wird es irgendwann sogar Frühwarnsysteme geben, die ein allzu weitgehendes Eskalieren von Fehlentwicklungen verhindern können.
Seit eh und jeh war und ist Markttransparenz eine der entscheidenden Voraussetzungen funktionierender Märkte. Die Verhinderung von Intransparenz resp. die Verbesserung der Finanzmarkttransparenz wäre daher eine vordringliche Aufgabe Derjenigen, die Einfluss auf die Spielregeln der globalen Finanzmärkte nehmen können. Immerhin hat man auf diese Weise den berühmten Schweinezyklus tatsächlich in verschiedenen Bereichen einigermaßen in den Griff bekommen.
105 cottonera   17.08.2011 um 17:59 Uhr
Freude
Es ist erfreulich, hier eine rege Diskussion angeregt zu haben. Es wurde, auf die "fidele Insel" bezogen, ausgefuehrt, dass das wundersame Geld nicht gedeckt sei. Ich behaupte einfach einmal, dass die Inseleuros aus Gold sind, also gedeckt. Die Bewohner sind auch nicht bloeder als andere Menschen und erkennen den Vorteil von Geld und deshalb wird es auch benutzt. Nach wie vor konnte mich kein Kommentar davon ueberzeugen, wie die fehlenden 10 Gold-Inseleuros auf die Insel kommen. Ich bin mir bewusst, dass einige geschaetzte Mitforisten genervt sein moegen von der von mir konstruierten Insel, aber ich bin ueberzeugt, dass ein einfach gestricktes Modell gut dazu geeignet ist, die Grundproblematik unseres Wirtschaftens aufzuzeigen. Ich bin gerne bereit meine Meinung zu korrigieren, aber bisher fehlt mir eine ueberzeugende Argumentation. Kann es sein, dass ich den Finger in die offene Wunde gelegt habe ?
Reaktionen auf diesen Kommentar
106 Bitbändiger    17.08.2011 um 23:00 Uhr     Die Freude lasse ich Ihnen jetzt.     "Kann es sein, dass ich den Finger in die offene Wunde gelegt habe?"
Nein. Und mir genügt es, dass ich es begriffen habe. Mich zu "nerven" braucht es mehr.

107 Xdenker    17.08.2011 um 23:11 Uhr     Also gut... (1) Nochmals:     Ihr Modell ist aus den von mir dargestellten Gründen unsinnig. Um Ihre Frage beantworten zu können, muss man es erweitern. Man muss mindestens wissen, wie das Inseleinkommen entsteht und wie es verwendet wird.
Auf der Entstehungsseite muss man wissen, wie groß der Produktionswert (P) der Inselvolkswirtschaft, die Vorleistungen (V) und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind. Das BIP ist das Inseleinkommen/die Inselwertschöpfung. (Auf einzelbetrieblicher Ebene entsprechen das BIP dem Gewinn, P dem Umsatz und V den Kosten)
Also: BIP=P-V
Auf der Verwendungsseite muss man wissen, wieviel von dem Inseleinkommen konsumiert (K) und wieviel investiert (I) wird. (Auf einzelwirtschaftlicher Ebene entspricht I dem Sparen)
Also: BIP=K+I
Ich unterstelle zu Jahresbeginn - vor Erhöhung der Geldmenge:
P(0)=1.100
V(0)=400
BIP(0)=700
K(0)=500
I(0)=200
Ihrer Modellannahme gemäß unterstelle ich, dass die Geldmenge zu Jahresbeginn durch Geldschöpfung um 100 erhöht wird und dass das zusätzliche Geld vollständig für den Kauf von Vorleistungen ausgegeben wird. Dadurch erhöhen sich auf der Verwendungsseite die Investitionen und auf der Entstehungsseite die Vorleistungen um jeweils 100. Zum Jahresende gilt entsprechend:
V(1)=V(0)+100=400+100=500
I(1)=I(0)+100=200+100=300

108 Xdenker    17.08.2011 um 23:11 Uhr     Also gut... (2)     Zugleich unterstelle ich ein konstantes Verhältnis P/V in Höhe von 1.100/400=2,75. Dadurch erhöht sich auf der Entstehungsseite der Produktionswert um 100*2,75=275. Daraus folgt:
P(1)=P(0)+275=1.100+275=1.375 und
BIP(1)=P(1)-V(1)=1.375-500=875
Wenn auf der Verwendungsseite der Konsum um 65 auf 565 steigt, verbleibt für Investitionen im Folgejahr sowie für Zins und Tilgung des zu Beginn des Jahres erhaltenen zusätzlichen Geldes ein Betrag von (875-500-65=) 310, wobei die für Investitionen verfügbaren Mittel dem Niveau von
I(0)=200 entsprechen. Also:
BIP(1)=K(1)+I(1)=565+(200+110)=875
Fazit: Ein um mindestnotwendige Kenngrößen erweitertes Inselmodell, das zeigt, dass zusätzlich erhaltene und eingesetzte 100 Euro nach einem Jahr zurückgezahlt und zusätzlich 10 Euro Benutzungsgebühr gezahlt werden können.

110 cottonera    18.08.2011 um 19:00 Uhr
Liebe Mitforisten
Danke fuer die z.T. ausfuehrlichen Antworten. Da ich momentan auf Auslandstour bin, habe ich nicht genug Zeit, um konstruktiv zu antworten. Aber ich werde mir die "Response" dankbar zu Gemuete fuehren und entsprechend antworten. Wir alle sehen, das dieser Thread wohl zu Ende ist, aber ich werde trotzdem wieder reinschauen. Vielen Dank an alle, vor allem dem Xdenker, die es Wert befunden haben, hier mit mir zu diskutieren.

111 iconoclast   21.08.2011 um 22:51 Uhr
Komplementärwährung: Ausfluss multi-dimensionaler Erwägungen
Dass auch die Sherpas hier und dort nicht in der Lage zu sein scheinen, ihre Auftraggeber genügend tiefgängig, klar und zielführend zu beraten, geht insgesamt auch aus all diesen Kommentaren hervor. Das Resultat unserer mehrjährigen Krisengenesis-Forschung findet sich hier (www.solami.com/capitalism...) bezüglich Materialien, und hier (www.solami.com/porkbellie...) bezüglich Grunderkenntnisse und erster Diskussions- und Lösungsansätze. Comments and newcomers welcome!



www.solami.com/porkbellies.htm#servitude
Athens News / Naked Capitalism    September 18, 2012

Michael Hudson on How Finance Capital Leads to Debt Servitude
interview with Dimitris Yannopoulos

83 Comments:
• David Lentini says:     September 18, 2012 at 6:19 am
    Great piece. Given the ample history of the destruction and misery caused by rentier economies, I’m still trying to understand whether this “neo-classical” financialization push (or putsch) was all part of a grand scheme to return the financial elites to full power by dismantling the New Deal and post-war social democracies using debt peonage; or whether the likes of Friedmand and Hayek were just morons, leading everyone down the garden path?

• Benedict@Large says:     September 18, 2012 at 9:35 pm
    They were morons. Both believed passionately that they were openning the gates to Nirvana. The piles of dead bodies along the way were regretable, but were worth the price of the eventual goal. Economists who are assured they will never actual be one of those bodies often feel this way.

• nonclassical says:     September 19, 2012 at 2:48 am
    David, those of us who lived Poly-Sci 70?s-80?s have been reading tea leaves for decades..having watched south-central american “chicago boys” (milton friedman) economics there..Naomi Klein does a proper job of describing, (“The Shock Doctrine”), as does William Blum, (“Killing Hope”) and Perkins’ (“Confessions of An Economic Hit Man”).
    What is surprising to those of us aware of said history, is americans completely willing to accept in ignorance, greenspan=”free market should regulate itself”
economic disaster perpetrated by Wall $treet…
    It’s not all that difficult to follow the $$$$, regardless of fact mainstream media has no intention of informing-telling truth.. and when one challenges this ignorance on “opinion” forum, fundamentalists complain when we document=Orwellian “double-think”…

• hermanas says:     September 18, 2012 at 6:46 am
    Terrific, “the tornado and the toilet bowl”.

• hermanas says:     September 18, 2012 at 2:12 pm
    As oligarchs suck up the nation’s resources, democracy goes down the drain.

• Carla says:     September 18, 2012 at 10:32 pm
    Let me suggest that while “The Bubble and Beyond” may be available at Amazon, those who wish to purchase it could commit a revolutionary act and ask their local, independent bookstore to order it for them.

? nonclassical says:     September 19, 2012 at 2:51 am
    ..local libraries will also order books for people…

YouDon'tSay? says:     September 18, 2012 at 7:17 am
    Absolutely the most clear and concise description of current events that I’ve seen yet. Absolutely NAILS IT, right down to the prescription for alleviating the current crisis. Now then, can such radical thinking possibly get through in the current environment of fateful dumbed down lethargy and hopelessness among the masses and an utter Cossack raiding mentality among the rentiers? Let’s just say the odds are stacked against it.

• ebear says:     September 18, 2012 at 12:25 pm
    Word for word what I would have said. Saved me the trouble actually.

• Robin Hood says:     September 18, 2012 at 7:22 am
    Things were simpler in my day.
    The King handed out Earldoms and they rentiered the land to the peasants. They gave farms to knights, but knights could be drafted at a moments notice to protect the Earldom or Kingdom. Or just loot France, which was always popular.
    The King also bequeathed land to bishops, churches and monasteries. The monasteries particularly liked real estate because they could rentier it to peasants.
    We did not have this thing called banks. If you needed money to have a ship or something built, you talked to a Jew or a mercantile guild. But you had to eventually pay it back, plus a Tally Stick.

• NotTimothyGeithner says:     September 18, 2012 at 12:39 pm
    The Jews weren’t the only bankers in Medieval society. They were just the honest ones and would attract business because you would get a fair and transparent deal. This pissed off the aristocrats and the church who lose their renting business, and then they would round up the serfs with stories of Jews killing baby Jesus to drive up their prices.
    Part of the reason Jews did so well in the Holy Roman-Empire/Austrian-Hungarian Empire was the Archduke/Emperor (whatever title he held) was the ruler wasn’t necessarily a genuine aristocrat and was seen as a position others could seize through violent and non-violent means. A Jew couldn’t take power, but Jews could support the emperor/archduke. They were protected versus areas in Western Europe where the local prince was supreme from a birthright.
    At the same time, Jews were restricted from many opportunities because of general prejudice and societal pressure kept those Austrian-Hungarian Jews from being too rich and never achieving asshole status. They still had to make deals which were lucrative for both sides in the arrangement.
    It wasn’t perfect, but when the old system broke in the wake of World War I, the new powers that be wanted to keep their wealth and blame it on someone. Jews were prominent and prosperous in cities, and foreign to the rural population.

• alex says:     September 18, 2012 at 2:17 pm
    Mr. Hood, It’s unclear to me whether you are describing the past or the present. Please clarify.

? Robin Hood says:     September 18, 2012 at 2:32 pm
    I’m new in this century. Still trying to figure it out.

• Jim A. says:     September 18, 2012 at 8:23 am
    Even though investment banks normally only lend against current estimates of proven revenues, that does NOT imply that none of the money lent is isn’t used for new or improved plant and equipment. Rather than waiting for actual profits to stack up, companies issue bonds to borrow against future profits to invest in plant and equipment. This leaves the decision about whether an investment is likely to be profitable in the hands of the management of the company who presumably knows more than the banks. The problem is that there is more money looking for a place to go than there seem to be profitable investments. And the fact that many managers are more interested in the stock price and their own compensation than actually running the company effectivey.

• Warren Celli says:     September 18, 2012 at 8:41 am
    “The alternative to this nightmare scenario is write down debts to what can be paid, within the framework of a mixed public/private economy geared to distribute wealth and income more equitably. This involves not only monetary and financial reform but tax reform as well. It needs to be highlighted in the public consciousness by placing at the heart of the academic curriculum and media discussion the history of how societies have dealt politically with their debt overhead throughout history.”

    This is a Vanilla Greed for Profit Evilism lament that fails to see the depth of the problem and it is too accepting of usury. There is NO responsive to the will of the people government to effect the ‘back to the good old days’ changes called for.

The bankers own the dream machine,
The bankers own Moody’s,
The bankers own the crooked pols,
On strings like Howdy Doodys,

Bankers make you what you are,
Then bankers take you down,
While you wallow in their deceptions,
Like a frightened ass hat clown…

No balls! No brains! No freedom!
    Speaking of freedom, what date in the year does Banker Freedom Day fall on?
    Deception is the strongest political force on the planet.

• nonclassical says:     September 19, 2012 at 2:55 am
    …don’t forget that bushit family friends McGraw and Hill own S & P 500 ratings agency..(Kevin Phillips-”American Dynasty”)…they also were rewarded with contract for printing textbooks-tests for “no child left behind”…

• Thingumbob says:     September 18, 2012 at 9:03 am
    While much of the analysis her is unobjectionable, what was not said was telling.
    Firstly, the notion that some ineffable northern European Enlightenment promoted manufacturing is untrue. Alexander Hamilton’s National Bank explicitly did so in open opposition to Adam Smith’s doctrine of free trade. (Which doctrine was used as an apology for the opium trade of the East India Company, the oligarchical scheme that created the British Empire.) See his report on Manufactures. Hamilton’s solution to the Revolutionary War debt was the unique protectionist response that was later to be called the American System by the American economist Henry Carey. Friedrich List then advocated this same policy in Germany. Abraham Lincoln used this system to defeat the confederacy in the civil war. FDR through rural electrification, social security, Glass-Steagall, Bretton Woods etc. revived it.
    Secondly, the derivative securities “bucket shop” morass was the outcome of the Nixon’s end to Bretton Woods which led to a bubble of currency arbitrage and then Gramm-Leach-Bliley takedown of Glass-Steagall. Without its reinstatement the so called investment banking will continue its corrosive looting…

• Mark P. says:     September 18, 2012 at 3:51 pm
    [1] Thingumbob wrote: ‘Firstly, the notion that some ineffable northern European Enlightenment promoted manufacturing is untrue. ‘
    The Industrial Revolution began in Britain — no ineffable Enlightenment required, though dark satanic mills were — and is seen as running there from 1750 to 1850, spreading to Western Europe and only finally to the US, which was by comparison largely an agrarian backwater till the second half of the 19th century.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Industrial_Revolution
    During the Napoleonic Wars, which ended in 1815, the British operated closely with the Rothschilds: the Duke of Wellington used them as his paymasters for the British armies in the field and for their then-unparalleled information gathering and transmission capabilities. Once the Napoleonic Wars ended, the Rothschilds — alongside Barings bank (which Nicholas Leeson finally ran into the ground a few years back) — played a primary role in underwriting the mass rollout of the new technologies, like railways, steamships, engine-powered manufacturing, etcetera. That’s how the Rothschilds got to be the Rothschilds, essentially.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Rothschild_banking_family_of_England
    Hudson is correct and you’re wrong
    [2] Thingumbob: “Alexander Hamilton’s National Bank explicitly did so (promoted manufacturing) in open opposition to Adam Smith’s doctrine of free trade.”
    Alexander Hamilton lived from 1755-1804, and helped found the First National Bank in 1791, at a time when the U.S. remained a provincial continent run by gentleman-farmers and slave-holders. So Hamilton’s efforts were essentially irrelevant to the Industrial Revolution already proceeding in the U.K and gaining force in Europe
    [3] Thingumbob: Adam Smith’s doctrine of free trade …Which doctrine was used as an apology for the opium trade of the East India Company, the oligarchical scheme that created the British Empire.’
    It could sound like you’re claiming that the opium trade of the East India Company was the oligarchical scheme that created the British Empire. If so, no.
    The First Opium War ran from 1839 to 1842 and the Second Opium War from 1856 to 1860. The British Empire was long-established by that time, and the East India Company (EIC) was founded as far back as 1600, when it was granted a Royal Charter making it the oldest among several similarly formed European East India Companies.
    The EIC was focused on extracting wealth from the Indian subcontinent, first of all; the British Empire itself saw India as the ‘jewel in the crown.’ The British and the EIC were interested in China only as a source of tea, and to a lesser extent of silks and porcelain. Since the Chinese would initially accept only silver as payment for these goods, the British solved that problem by creating a demand for opium among the Chinese population.
    In the context of such utterly rapacious mercantilism, the doctrines of Adam Smith — while they may have been drafted to serve as a notional justification during contemporary debates about the Opium Wars in the British Parliament — are about as relevant as the doctrines of Jesus Christ were to the behavior of the Spanish conquistadors.

? alex says:     September 18, 2012 at 5:39 pm
    “The Industrial Revolution … from 1750 to 1850, spreading to Western Europe and only finally to the US, which was by comparison largely an agrarian backwater till the second half of the 19th century.”
    “Alexander Hamilton lived from 1755-1804, and helped found the First National Bank in 1791, at a time when the U.S. remained a provincial continent run by gentleman-farmers and slave-holders. So Hamilton’s efforts were essentially irrelevant to the Industrial Revolution already proceeding in the U.K and gaining force in Europe”
    That’s a gross exaggeration of how far behind the UK the US was in the Industrial Revolution. If anything the US was ahead of many European countries in the Industrial Revolution.
    For example, the Beverly Cotton Manufactory was created in 1787 and was the first cotton mill in the US and the largest in the world. What later were named the Lowell mills were established in 1813. In the early 19th century a number of machine tools were invented in the US which made interchangeable parts and the “American System” of manufacturing possible. Much early steamboats development (by Robert Fulton, et al) and use also took place in the US in the first decades of the 19th century. Railroad expansion was well underway in the 1830?s and only lagged Britain by a few years. We started building our own locomotives in 1830.

? Mark P. says:     September 20, 2012 at 3:54 am
    You’re right. I painted the U.S. in the first half of the 19th century with too broad a brush.

• JamesW says:     September 18, 2012 at 4:44 pm
    While your points on Alexander Hamilton are spot on, your first point,
    Firstly, the notion that some ineffable northern European Enlightenment promoted manufacturing is untrue..
    Doesn’t sound right, as the French and Brits were far, far ahead of America early on with regard to manufacturing, including replaceable parts manufacturing, etc.
    Meritocracy in America began and ended with Alexander Hamilton, and Forrest McDonald’s biography on Hamilton is outstanding.
    http://www.amazon.com/Alexander-Hamilton-Biography-Forrest-Mcdonald/dp/039330048X

? alex says:     September 18, 2012 at 6:00 pm
    As often happens with the history of technology, it’s more complicated than that. France was a pioneer in interchangeable parts, but the parts were initially made by hand to tight tolerances instead of by machine tools. As a result the guns they made were more expensive, but it simplified military logistics. The British also did some early work with interchangeable parts, but it was mostly Americans that made it a system for reducing costs by inventing machine tools that could inexpensively manufacture to the required tolerances. As such it became an integral part of what the British called the “American System”.

• PhilJoMar says:     September 18, 2012 at 10:08 am
    @Thingumbob    I get a little uneasy when the Brit Empire gets blamed for everything under the sun. I agree a lot of it was absolutely terrible and Britain has not in ANY way come to terms with the havoc it created but remember what a cool thing opium is. Think about all those people in the past with untreatable disease, rotting teeth, etc. and how effective laudanum would have been for these poor people( then you get even more economic complexity when a laxative industry has to arise to deal with all those bloated bowels!!!). Plus Adam Smith did not invent the concept of free trade and his Wealth of Nations is a much more complex book for any of you out there who haven’t read it. I am not sure but I think the term laissez-faire came first and was used by the Physiocrats as a handy term for freeing up the trade in grain (which was a disaster as soon as it occurred). I could have Wiki-ed this but I reached into my memory (wow, what’s that?!!!) for what I think is a ‘correct’ correction of what you’ve written.
    Well, I did the wiki and it seems to go back to Colbert, d’Argenson, and Gournay. So I was wrong there.
    However, I should also say, it is only oligarchs who create Empires and the hisotiographical consensus seems to be that there were two main phases of the BEmpire: the earlier one that encompassed North America in the C18 and the second which was focussed mainly on India in the C19.
    However, there does seem to have been a worldwide worry about British domination of manufacturing and eastern Europe becoming an agricultural hinterland for the british centre. So with my ignorance of US financial history, what you say about Hamilton would make a lot of historical sense to me.
Please for give my Aspie ramble.

• JamesW says:     September 18, 2012 at 4:48 pm
    Excellent and outstanding points on Adam Smith — and certainly Smith was against the modern definition of “free trade” — he was against speculation, foreign investment (and would have been staunchly against the offshoring of jobs from countries), and stood for equitable distribution of wages and ownership — completely unlike the monopolistic predatory capitalism of today.
    Excellent column by Taibbi in Rolling Stone today:
    http://www.rollingstone.com/politics/blogs/taibblog/a-rare-look-at-why-the-government-wont-fight-wall-street-20120918

? banger says:     September 19, 2012 at 8:35 am
    Thank you for that. Smith is usually radically misunderstood and his ideas are tortured into justifying neo=feudalism which Smith would not have favored.

• Mickey Marzick in Akron, Ohio says:     September 18, 2012 at 10:21 am
    “The Maestro [Greenspan] found the explanation to be that workers had been obliged to take on enormous mortgage debts, education debts, auto loans, and live on credit-card debt in order to keep up with their neighbors.”
    At the risk of sounding like I’m defending the financial oligarchs, I don’t recall anyone being compelled to borrow to keep up with their neighbors. I’m old enough [61] to remember the deluge of credit cards, home equity loans, etc., but nowhere do I remember anyone being forced to borrow.
    The “credit spigot” was merely the means whereby working stiffs and their fellow travelers mortgaged their future for living in the material world of the eternal present. Materialism beyond a certain point. much like power, tends to corrupt. Easy credit is for easy living and the good times in perpetuity promised US by elites – business, political, and academic. But it masked the decline in living standards of the average American recounted on NC too many times. Was it a trap? Of course it was. But too many Americans fell for the swill.
    Was it greed or stupidity? BOTH! But this dumb-ass from the working class didn’t fall for it or believe it could last forever. Even forked out $50K last year to bail out a family member drowning in debt. Will have to work a little longer now. My attorney told me that I should have had this individual declare bankruptcy like everyone else… Yeah, rational behavior and the logic of collective action – a FREE RIDE – but it is not my way. Just stupidity of another kind! Lest you think I’m a reclusive monk without any toys, I’m not! Indeed, I will likely burn in hell for what I do have. But I’m debt free with a savings account to see me through the long cold winter coming our way. No regrets for simply living within my means…
    Explaining the why or the how of the “Fall” is equally important, perhaps even more so than the author’s account of its financing and historical precedents. It could not have happened without our consent even if it was manufactured. But making excuses in lieu of an explanation just doesn’t cut it with me anymore. Any of you feel the same? Blame the oligarchs, blame the … blame the … blah, blah. It’s always somebody else’s fault. Blame me and others like me who opted not to wallow in debt if you want.
    But somewhere I recall that eternal vigilance is the price of liberty. For everything else, there’s MASTERCARD!

• jake chase says:     September 18, 2012 at 10:38 am
    Right you are Mickey, and about all those mortgages which so many saps eagerly signed on to and now complain that they were misled about the exploding interest rates, etc. Easy credit is the catnip of the sucker class. Those who refuse to be suckers will wait (as I did) to age 66 to buy a single family house in a decent neighborhood. They will not breed and the smart ones will not marry either, which resolves the population explosion rather neatly. Of course, since most people are suckers, those who are prudent will be forced to overpay for that house and their comfort in not owing a dime on it may be small comfort. Being lonely in a large house isn’t much more fun than being lonely in an apartment. We’re pretty much damned if we do and damned if we don’t.

? David Lentini says:     September 18, 2012 at 11:09 am
    I don’t think it was quite that simple. There is a lot of evidence of widespread pressure, misrepresentation, and outright fraud in the mortgages themselves. The banks have put on a full court press to keep the courts from reviewing the enforceability of many home loan contracts. And isn’t it the responsibility of the lender to judge the quality of the risk it makes when giving a loan? Didn’t the bankers have access to the financial information of the borrowers?
    And didn’t the banks and even the Clinton and Bush administrations push the idea of the “ownership” society, where everyone “had” to get a piece of property to be considered truly American?
    And wasn’t the real magnitude of the 2008 disaster built on the bundling of the mortgages–both good and rotten–into derivatives that were repeatedly packaged and repackaged into new investment “products” that were traded between banks and other lending institutions?
    Sure, there’s blame to go around–But it’s not in equal portions by any stretch of the imagination.
    I can’t buy the argument that somehow all those moron mortgages holders put one over on the business school-trained bankers.

? Eric377 says:     September 18, 2012 at 12:32 pm
    I challenge that there is a lot of evidence of “pressure, misrepresentation and fraud” in mortgage loans. The first of that triumvirate is nearly nonsensical: if you don’t borrow this money, I won’t lend it to you or such? The second two are anecdotally popular but have serious credibility problems with them in that in nearly all states a standardized and quite complete representation of any loan secured by a property lien must be made to the borrower in order to close. Even on something like a “liar loan”, even if the borrower was not a deliberate party to the lies, they come to closing and are starkly presented with the facts of their loan. As for fraud, there is a stronger argument that the securitization of bad, but not fraudulent, mortgages has been where the biggest abuses have been made. There have been well-documented and pervasive abuses in the servicing of mortgages, but that does not make the loan itself fraudulent. Mortgage “complaints” come in two general flavors: ‘My available income to pay the mortgage has cratered (job loss or maybe divorce or medical bills)’. The second is ‘I thought this property was going to appreciate wildly and it didn’t and now this mortgage is killing me with no hope of it being a good use of my resources.’ Both are very regrettable and such borrowers should get our compassion (there but for the grace of God), but neither are cases of fraud.

? hermanas says:     September 18, 2012 at 2:02 pm
    In Greek mythology, the Sirens were dangerous and devious creatures, portrayed as femmes fatales who lured nearby sailors with their enchanting music and voices to shipwreck on the rocky coast of their island.

? Thorstein says:     September 18, 2012 at 2:33 pm
    In my personal experience, which is evidence enough for me, there is ample bank fraud out there to go around. In the early 90s I was offered an ARM refi (in Virginia) which I almost signed. Fortunately, I took it home and read it over before signing. I found buried on page 5 the 3-point rate increase clause that saved me from signing. Someone without a PhD could easily have missed that.
    True, for the condo I just bought in Florida, there were *lots* of boldfaced clauses and big red warning signs about the mortgage I had to take out while I unloaded my distressed property in Ohio, but that was all *new* language, mandated by Dodd-Frank. Seven years ago, the poor sucker who was the previous owner of my Florida condo got a no down payment mortgage. I doubt anybody waved red flags before his eyes. And was it responsible for the banks to offer a no-down-payment mortgage to a construction worker?? I think not.
    Like other damn-the-debtors voices, I am proud to have quickly paid off the bridge mortgage for my condo and to now own my home outright, but I don’t feel that makes me holier-than-thou — mostly I just feel luckier.

? Paul P says:     September 18, 2012 at 4:01 pm
    There is plenty of evidence of fraud in mortgage origination. The book “The Monster” detailed the massive fraud from whistle blowers, court cases, and from political campaigns and efforts to pass legislation to combat it. The movie, Casino,gives a close up of people caught by the fraud machine. What do you think the FBI was referring to when it reported massive fraud in the mortgage industry?

? Mark P. says:     September 18, 2012 at 4:03 pm
    Eric377 wrote: ‘I challenge that there is a lot of evidence of “pressure, misrepresentation and fraud” in mortgage loans.’
    Heard of MERS? Why not start there, since it’s a continent-wide fraud carried out by the mortgage and banking industries in every state of the U.S. and potentially effecting the title on 60,000-some real estate properties. Effecting as in invalidating –
    http://en.wikipedia.org/wiki/Mortgage_Electronic_Registration_Systems
    And MERS is only one facet, of what has effectively been the largest white-collar crime in history. Are you refusing to acknowledge that?

? Mel says:     September 18, 2012 at 12:25 pm
    Real value of aggregate wages has been shrinking since 1970. The credit that was offered was increasingly the only way to stay in the game. And, anybody who drew a wage from the construction industry over the last 30 years was living off that credit, whether they knew to admit it or not.

• F. Beard says:     September 18, 2012 at 10:52 am
    but nowhere do I remember anyone being forced to borrow. Mickey Marzick in Akron, Ohio
    When a counterfeiter is lending, the option is borrow from him or be priced out of the market by those who do borrow.

? Mickey Marzick in Akron, Ohio says:     September 18, 2012 at 1:41 pm
    Frank, In other words, “keeping up with your neighbors”. Don’t be left behind…
    I’m sure there is an appropriate biblical quote with which to respond but, forgive me, I can’t think of one. And I’m not being sarcastic or trying to offend your religious beliefs. I respect them, if not always agreeing.
    But let me throw out something from Joni Mitchell that comes to mind:

Got to be a winner-trophy winner
Get to hold your head up high up!
Number one!

Got to be a winner-trophy winner
Get to hold your head up high up!
Number one!

Number one
Number one
Honey tell me-
When your working day is done-
Were you reaching for the high rung-
Reaching to be number one?

You get a car
You want a boat
You want an eenie-meenie-miney miney-moe
Oh there must be more to living
Than a mortgage and a lawn to mow

Sweaty work
And lucky breaks
And blood and tears is all it takes
To be a winner!
People cheer
And people gasp
People want your autograph
When you’re a winner!

Run, run, run, run
Let’s see you run
We’ll be betting by the starting gun!
Shall we shower you with flowers
Or shall we shun ya
When your race is run?
Will we shower you with flowers
Or will we shun ya
When your race is run?
Will they shower you with flowers
Or will they shun ya
When your race is run?

Got to be a winner-trophy winner
Get to hold your head up high up!
Number one!

? Warren Celli says:     September 18, 2012 at 2:33 pm
    F. Beard said in reply to Mickey Marzick in Akron, Ohio; “When a counterfeiter is lending, the option is borrow from him or be priced out of the market by those who do borrow.”
    True, and it is one of many reasons that creates the conditions that Jake Chase correctly laments and is worth repeating;
    “Of course, since most people are suckers, those who are prudent will be forced to overpay for that house and their comfort in not owing a dime on it may be small comfort. Being lonely in a large house isn’t much more fun than being lonely in an apartment. We’re pretty much damned if we do and damned if we don’t.”
    That is the strategy behind the herd thinning and pitting one citizen against another in perpetual conflict.
    Mickey forgets that some pigs are more equal then others and therefore have more responsibility than others. Yes, individuals must be responsible for their own actions, but those who appeal to their weaknesses and supply them with easy money — as if it were cheap heroin — are far more responsible. If your neighbors foolishly borrow and drive up the prices Mickey then in order to survive, some people, even though they may be prudently inclined, do have to borrow to hang on…
    The bankers own the media, the culture shaping machine, and the puppet politicians that sell the enslaving debt 24/7 like the Bernanke is doing right now with his disingenuous continued pump job. Back up a few short years and remember how sociopathic evildoer Xtrevilist George Bush, with a straight face, put baby Jesus on his sleeve, got elected President, lied the country into invasive, unjust, and immoral war and at the same time urged people to go shop at the malls to strengthen Scamerica. Many of them did so at his urging on home equity loans based in the your “Your home is your bank.” philosophy promoted by the same complicit and equally corrupt corporate media that put Bush in office.
    The fraud in banking is global, systemic, and based in aggregate generational corruption that has ‘legitimized’ graft and corruption and allowed the parasitic few fat ass banker pigs to control the global pie. These people are self anointed elite sociopathic Noble Liar sickos. They need to be institutionalized.
    Speaking of fat ass banker pigs, what date in the year does Banker Freedom Day fall on?
    Deception is the strongest political force on the planet.

? jake chase says:     September 18, 2012 at 3:15 pm
    Warren, The society is rotten, corrupt, unfair, etc. Sooner or later individuals must learn to ignore propaganda, lies, turn away from cons, comeons and so forth. The purpose of intelligence is to distinguish fact from fiction, truth from lies. An intelligent person arranges his own life to keep the chaos created by others away. People generally want comfort, entertainment, security, acceptance. They are encouraged to believe they are entitled to these things, but there has never been and never will be a government or politician or businessman or banker stepping up to provide any of them. All those great deals being offered on TV one after the other are snares, traps and black holes. I never stop being amused by those who think that the answer is electing some Democrat, or (even worse), some Republican. It doesn’t matter how many times those politicians f**k them, they just keep pulling that lever and think they are doing either themselves or, in the case of sentimental altruists, the downtrodden a favor.

? Mickey Marzick in Akron, Ohio says:     September 18, 2012 at 4:00 pm
    Jake, I’m glad I amuse you. But your point is well taken! And I must admit that a rethink is in order…

? banger says:     September 19, 2012 at 8:48 am
    Not quite. Governments have existed that were able to balance the needs of the public for all the things you mentioned plus insure that civilization continue, science and the art flourished. For better or worse American pretty much delivered to its people a better way of life than the Europeans had. Corruption was always a factor–rip-offs were routine and so on. But Americans were able to develop a fairly prosperous and secure economy by 1960 that kept going until the mid-seventies. My point is that this happened because there was a balance between oligarchs/conservatives and progressive forces. This has ended now because, in my view, the left gave up the struggle by the mid-seventies as labor gradually was lost to the left due to the Civil Rights movement such that the oligarchs realized that they could manipulate racial hatred and envy to create the “culture wars.” The left, in turn, decided that it would attempt to gain power by sermonizing and political correctness ignoring the down-and-dirty political work that kept left and right balanced during the preceding decades. The right, in contrast pulled out all the Machiavellian stops and cashed and went all out to take over the society. The right succeeded and the left is, effectively dead today. The left lacks a theoretical framework because it has accepted the neo-liberal assumptions that Hudson speaks of. Without a militant and bare-knuckled left (the pathetic Occupy movement is an example of what not to do) we will live in a neo-feudal society–I see it as pretty much inevitable since I see absolutely no evidence that the left has learned anything about what caused its demise.

• Lloyd C. Bankster says:     September 18, 2012 at 1:18 pm
    But we’ve got the Wall Street propaganda machine with hundreds of billions of dollars and thousands of media professionals streaming false information 24/7 to brainwash the population with a pro-Wall Street message.
    And we’ve got the corporate media streaming anti-teacher, anti-Union, anti-working class, anti-OWS messages all day long.
    And we’ve got NPR, the NY Times, WaPo, ABC, NBC, CBS, CNBC, MSNBC, FoxNews,etc, on our side.
    But okay, we’re still getting a few anti-banker comments on one or two blogs like Naked Capitalism and The Big Picture, maybe one or two others, although even here there’s no consensus.
    Personally I’m not too worried about it.
    For every anti banker comment on NC, I can go to a place like Yahoo finance where there are thousands of commenters and something like a nine to one ratio defending Wall Street and the bailouts and attacking anyone who is not rich, such as the homeless, people facing foreclosure, Chicago teachers, Occupy Wall Street protestors, the unemployed or under-employed, etc
    You have to admit the Wall Street propaganda machine is definitely getting its message out there and it’s working, it already has 99 percent of the public completely brainwashed.
    So we missed a half dozen or so commenters on one or two of the blogs where the propaganda doesn’t seem to be having the desired effect.
    What should be done about this? 12 anti-banker commenters out of a population of 300 million isn’t too bad.
    I’m not too worried about it, I say let them have their fun.

? Warren Celli says:     September 18, 2012 at 2:39 pm
    All it takes is for one or two good ideas to go viral.
    Speaking of fat ass parasitic evildoer banker pigs, what date in the year does Banker Freedom Day fall on?
    deception is the strongest political force on the planet.

? Lloyd C. Bankster says:     September 18, 2012 at 3:09 pm
    Warren Celli: “Speaking of fat ass parasitic evildoer banker pigs…”
    Hey, I resemble that remark!

? banger says:     September 19, 2012 at 8:59 am
    What to do about it? Fist thing is to admit the truth which dissenters on the right and left don’t want to do. The armies have marched into the city and they are looting it–it’s too late to find a good strategy on how to defeat the oligarchs. They’ve won–and that is why there is this plethora or right-wing propaganda on the message boards. Part of this is funded by right-wing PR firms (they pay a ton of money to debt-burdened young people to write drivel–I know because I’ve seen it with my own eyes) but most of it is genuine because most people like to back a winner. That’s why there are so many Yankee fans!
    So let me further answer your question by saying that we now live in an emergent neo-feudal situation and that, for the most party, the Constitutional Republic is over. Sermons by leftists that “it isn’t fair!” aren’t going to cut it anymore. Political power is gained by creating disciplined and committed communities that can, through collective action, reward friends and punish enemies. Until that is grasped it’s pointless to talk about solutions. And I have seen no evidence that the left or even the libertarian right has grasped this notion. You create or enhance social bonds, stop working for the oligarchs, stop borrowing money, turn off the media unless you are trained to properly interpret what is being said, i.e., the techniques used affect the unconscious and you can argue with the screen all you want ant the message will still get through. We have to understand we are in an all out war to colonize not only our wallets but our psyches–and the latter is more important. Start from there and the rest will develop.

? SR6719 says:     September 19, 2012 at 10:59 am
    Excellent comment, banger!
    Especially this line: “…we are in an all out war to colonize not only our wallets but our psyches..”
    If you had to summarize the situation we’re facing in one sentence, it would be hard to do better than this.

• alex says:     September 18, 2012 at 2:36 pm
    Mickey Marzick in Akron, Ohio: I don’t recall anyone being compelled to borrow to keep up with their neighbors.
    You’re confusing people putting frills and luxuries on their credit cards with those who had to overpay for things like houses and a college education. I’ve no sympathy with the former, but the latter is a different story.
    I’m eight years younger than you, and hence no spring chicken. I got a BS and MS without have to incur a dime in debt, and without getting any financial assistance from my parents (who couldn’t afford it) other than very low rent when I went to college. Can anyone do that today?
    And even though I bought a house much later in life than most people, I was able to do so at a reasonable price that didn’t leave me in hock up to my eyeballs. Even with the recent drops in housing prices and interest rates, people today can’t get the sort of deal I got.
    Both the insane bubble in housing prices and the absurd tuitions were caused in large part by extending excessive credit to unqualified borrowers. Why shouldn’t banks take risks when the government will bail them out?
    In short, things are harder than when we were younger.

? Mickey Marzick in Akron, Ohio says:     September 18, 2012 at 3:55 pm
    Alex, Having worked my way through school, I cannot dispute that it is much harder now than it was when both of us grew up. But I never owned a new car until I was in my 40s. I still have it – 1997 F150 Pickup. And paying for school forced me to choose between education or toys. But with tuition costs what they are today, it is more difficult.
    Moreover, the last thing I worried about was where I was going to work. The worst that could happen was a job in one of the rubbershops. But the writing was on the wall… and many failed to heed the warning signs.
    Bad news, even if the truth, just isn’t received well. When we might have been able to do something about it, many simply didn’t want to hear it. The good times were here to stay… even if on borrowed time.

• JTFaraday says:     September 18, 2012 at 10:47 pm
    All this talk of credit cards and mortgages and student loans and hoarding the wife’s pin money is all very interesting and a useful course in Home Economics.
    But, it has almost nothing to do with Michael Hudson’s post which is, ultimately, about the more or less deliberate collapse of the State.
    Or did we miss that part?

? Carla says:     September 19, 2012 at 9:10 am
    Thank you, JTFaraday.

• charles 2 says:     September 18, 2012 at 10:22 am
    This is a really long post, but I didn’t have to courage to pursue after reading the “land is free” enormity. A casual look at any agricultural land shows that there is significant human work embedded in it (cutting trees, removing stones, leveling the field, etc…), and I am not even talking at the infrastructure allowing to move the products of the land toward the consumers, or soil management.
    It is too bad, I am sure there are excellent ideas out there…

• scraping_by says:     September 18, 2012 at 12:49 pm
    “Land is free” as in land was a community asset, and the right to use it was determined by traditional community values rather than legally enforced sequester. The upkeep and upgrade you mention was, again, individual obligation to the community. It was work for the community that rewarded the individual. It’s improvement on something that was found, not manufactured.
    The major point you didn’t get to was the banks’ habit of extracting rewards without putting in work. Part of this was denying that any profits can be unearned, part of it was turning commercial arrangements into moral code, and other verbal sleight of hand.
    One thing that could be added, is the conflation of buying and making something. Financial propaganda uses these interchangeably, indeed, has replaced the concept of making with the concept of buying in many ways. Not the same process at all.

• jake chase says:     September 18, 2012 at 10:28 am
    Mr. Hudson has an excellent grasp of economic reality. Why is his 500 page book priced at $32.95? Does he think his progressive message is so powerful that it justifies a demand for economic rent?
    I would gladly pay $12 for the book, but most of his ideas are derivative of Veblen and Henry George, who said nearly all of this first and better too.

• David Lentini says:     September 18, 2012 at 11:15 am
    You should first learn the concept of “rent”–Selling your book, a product made by the author, is not a rent, it’s earned income from your labor.
    And arguing against a rentier economy isn’t anti-capitalist; in fact, as explained so well in the article, the rentiers are not capitalistists, they’re shakedown artists.
    So if you don’t like the price of the book, go and read Veblen and George; but try to learn something this time.

• JEHR says:     September 18, 2012 at 11:56 am
    That’s a very mean thing to say, Mr. Chase. If you had spent the time and energy in obtaining this useful information, then you might say that the price is too high. But the author’s intellectual expression is worth the price. Besides, the writer gives us a very good accounting of his information here, for free. Quit belly aching!

• matt says:     September 18, 2012 at 12:52 pm
    Way to play the econ hipster: “…but most of his ideas are derivative of Veblen and Henry George, who said nearly all of this first and better too.”
    Maybe, but how many of us ordinary folk want to take the time to read Veblen or Henry George? Hudson does an excellent job of conveying his ideas. As for the price, soon there will be used copies for cheap, plus interviews like this one that give a good overview of the book.

? jake chase says:     September 18, 2012 at 3:26 pm
    You all misunderstood my point. I’ll make it easier: Hudson’s analysis is very good. He is more worth reading than just about anyone writing today on economics. But his book is too expensive for him to expect enough people to read it to make any difference. The same is true of his other books. You can look them up.
    Economic hipster. I like that.

? David Lentini says:     September 18, 2012 at 3:27 pm
    Thanks for clarifying. Peace.

? Mark P. says:     September 18, 2012 at 4:10 pm
    Hudson’s SUPERIMPERIALISM: THE ECONOMIC STRATEGY OF AMERICAN EMPIRE can be found as a free PDF, which you can put on your kindle and read.

• Carla says:     September 19, 2012 at 9:12 am
    As someone pointed out above, there’s always “the people’s university” — the as-yet still free to use public library.

• F. Beard says:     September 18, 2012 at 10:46 am
    Who needs banks? Monetarily sovereign governments like the US don’t.
    As for for the private sector, is it so stupid and unimaginative that it cannot think of at least one way to finance enterprise without stealing purchasing power from the poor? And which does not require:
1) Government deposit insurance?
2) A legal tender lender of last resort?
3) Legal tender laws for private debts?
4) The debt of the monetary sovereign (Bill Mitchell calls this “corporate welfare”)?

• Tom says:     September 18, 2012 at 11:13 am
    In spite of the ingenious methods devised by statesmen and financiers to get more revenue from large fortunes, and regardless of whether the maximum sur tax remains at 25% or is raised or lowered, it is still true that it would be better to stop the speculative incomes at the source, rather than attempt to recover them after they have passed into the hands of profiteers.
    If a man earns his income by producing wealth, nothing should be done to hamper him. For has he not given employment to labor, and has he not produced goods for our consumption? To cripple or burden such a man means that he is necessarily forced to employ fewer men, and to make less goods, which tends to decrease wages, unemployment, and increased cost of living.
    If, however, a man’s income is not made in producing wealth and employing labor, but is due to speculation, the case is altogether different. The speculator as a speculator, whether his holdings be mineral lands, forests, power sites, agricultural lands, or city lots, employs no labor and produces no wealth. He adds nothing to the riches of the country, but merely takes toll from those who do employ labor and produce wealth.
    If part of the speculator’s income – no matter how large a part – be taken in taxation, it will not decrease employment or lessen the production of wealth. Whereas, if the producer’s income be taxed it will tend to limit employment and stop the production of wealth.
    Our lawmakers will do well, therefore, to pay less attention to the rate on incomes, and more to the source from whence they are drawn.
    Laborers knowing that science and invention have increased enormously the power of labor, cannot understand why they do not receive more of the increased product, and accuse capital of withholding it. The employer, finding it increasingly difficult to make both ends meet, accuses labor of shirking. Thus suspicion is aroused, distrust follows, and soon both are angry and struggling for mastery.
    It is not the man who gives employment to labor that does harm. The mischief comes from the man who does not give employment. Every factory, every store, every building, every bit of wealth in any shape requires labor in its creation. The more wealth created the more labor employed, the higher wages and lower prices.
    But while some men employ labor and produce wealth, others speculate in lands and resources required for production, and without employing labor or producing wealth they secure a large part of the wealth others produce. What they get without producing, labor and capital produce without getting. That is why labor and capital quarrel. But the quarrel should not be between labor and capital, but between the non-producing speculator on the one hand and labor and capital on the other.
Co-operation between employer and employee will lead to more friendly relations and a better understanding, and will hasten the day when they will see that their interests are mutual. As long as they stand apart and permit the non-producing, non-employing exploiter to make each think the other is his enemy, the speculator will prey upon both.
    Co-operating friends, when they fully realize the source of their troubles will find at hand a simple and effective cure: The removal of taxes from industry, and the taxing of privilege and monopoly. Remove the heavy burdens of government from those who employ labor and produce wealth, and lay them upon those who enrich themselves without employing labor or producing wealth.

• kevinearick says:     September 18, 2012 at 12:16 pm
    Ultimately, labor employs nature in a symbiotic relationship to become what economists call capital. you are betting that jpm, fedex, cat, apple, and bernanke can deploy capital, nature, better than i can, and you have all of history on your side, yet i continue to bet on labor. we are all in now. we shall see…

• jake chase says:     September 18, 2012 at 5:36 pm
    Henry George got this right in 1878. Speculation withheld land from productive use and generated rent for those who had grabbed it. His solution was a tax on unimproved land values, which would have made speculation unprofitable. In 1904 Veblen explained that business is the sabotage of industry through speculation and recapitalization of earning power. Both land speculation and “business” are fueled by bank credit. Banks collect rent in the form of interest and speculators cash in on capital gains. Together they impoverish labor and real capital, which is past labor stored beyond the needs of consumption. All of classical and neoclassical economics is so much rubbish dedicated to obscruing and obviscating these truths. Economic Hipster My Ass!

• JEHR says:     September 18, 2012 at 11:58 am
Every time I read about the rentier society that is forming, I get more and more depressed. I will probably not live to see the outcome and maybe that is fortuitous.

• kevinearick says:     September 18, 2012 at 12:00 pm
    Bernanke is all out of rough adjustment, but has all kinds of fine adjustment remaining. he told you that. you know the remainder is all on behavioral auto-pilot.
    trade union, the real university, is critical to economic performance,and the explicit university system is on the other end of the pipeline, but finance, empire tv, broadcasts exactly in reverse, extending increasing credit to consumption of the status quo, best business certification, which cuts off the leading tail in iterations.
    the turning point was FDR appointing all those justices, destroying an entire generation of labor and delivering its product to capital, through goverent, which then replaced trade unions with public unions and recast trade unions in their image, forcing the goverment entitlement system down their throat, to create the necessary economy of scale to implement supply side economics, practical socialism. the obomny frankenstein is just a downstream symptom, as is complete union destruction.
    you’ll have that with an aging economy. the life cycle exists for a reason. of course consumers will line up for free pie, but what happens when there are no more pie makers?
    Look at the physical infrastructure. you can’t see the digital infrastructure, but it is far more leveraged, and how many of you can fix its symptoms, let alone modernize it? do you really want to go back to the dark ages?
    The economy is now running on nothing but future promises, and those kids are bearing the brunt of its stupidity. come february, when the entire load falls on the digital system, and the kids do not show up to participate in the war economy, you might want to have your house in order.

• kevinearick says:     September 18, 2012 at 12:30 pm
    The root pavlov switch is “capital” for nature, and we are going to reverse the polarity, with or without the middle class. how many of its bloodlines, which are now synched with capital, depends upon where they place their faith.

• Tom says:     September 18, 2012 at 12:39 pm
    As Simon Patten, the first economics professor at the nation’s first business school (the Wharton School) explained, public infrastructure investment is a “fourth factor of production.” It takes its return not in the form of profits, but in the degree to which it lowers the economy’s cost of doing business and living. Public investment does not need to generate profits or pay high salaries, bonuses and stock options, or operate via offshore banking centers.
    From previous article on this site – sorry about not proper attribution.
    Some Humor
    He isn’t really a big time crook unless you must let him alone to prevent the loss of public confidence.
    There is a bright side, after watching great minds combat the recession you should be rid of your inferiority complex.
    However, the evolutionary process by which monkeys made men of themselves was considerably slower than the reverse process.
    Civilization is the condition in which one generation pays the last generation’s debts by issuing bonds for the next generation to pay.

• F. Beard says:     September 18, 2012 at 12:54 pm
    Civilization is the condition in which one generation pays the last generation’s debts by issuing bonds for the next generation to pay. Tom
    Bulls**t, at least partially. Monetary sovereigns have no need to issue bonds and indeed should not since they constitute “corporate welfare” according to Professor Bill Mitchell.

• Susan the other says:     September 18, 2012 at 12:41 pm
    Has anybody else noted this confluence: The EU just bought time, 3 years, in which to come to a political/fiscal consensus. And Bernanke just said ZIRP will be extended another 3 years, to mid 2015. Right now this system which we have been brainwashed to believe is capitalist free markets has totally collapsed. But it’s on life support because it is the only system we have. Three years. So we will continue to support debt extraction income for the financiers at the lowest possible cost to us, even though it has nothing at all to do with economics. It is pure politics. Yesterday’s rant about the price of risk is moot. The real risk is one of destruction to and by financializers and bond vigilantes pretending they are part of a functioning economy.
    About Hudson’s advice to Greece. The Greeks, by a small margin, voted to stay in the EU. Germany has softened its position. The ECB thusly. It would be impossible for Greece to shift to the drachma without more self-destruction than being a member in the EU is causing. Besides there is always the hope that the financiers understand the destruction very clearly and know they are destroying themselves. And when politics and fiscal policy converge, the ECB can create a genuine money commons and repudiate or resolve debt on a EU-wide basis; and create a clean slate, as Hudson recommends. And that is what we should do too. If we can hang on that long. I’m thinking there is another tributary to the confluence: the time it will take to end the war in the Middle East.

• kevinearick says:     September 18, 2012 at 1:01 pm
    So, i’m in front of the plumbers and pipefitters board, and the journeymen have quite dutifully told me to tell them how important the pension and healthcare benefits are to me(supply side industy demand/infrastructure positive feedback), and instead i give them a little history lesson, as gently as possible, but, naturally, it goes over like a ton of bricks, and they deny my application, despite a perfect test score and overflowing recommendations from my union job supervisors…
    you had to be there, i was walking to work in blizzards(iowa)…crack me up.

• kevinearick says:     September 18, 2012 at 1:07 pm
    Capital and middle class talk about labor like they know something about it, which they don’t, like hunting, belonging to a union, or studying yesterday’s regression qualifies them.

• scraping_by says:     September 18, 2012 at 6:50 pm
    You mean history about the good old days when benign employers looked after their workers out of deep personal decency? Or the one about upright pioneers building the nation with only their own two hands? Or the one about being happy living on a soupbone and a box of crackers a week?
    Benefits are real, unless they disappear in a government-sponsored corporate takeover.

• Enslavedlikeme says:     September 18, 2012 at 1:02 pm
    1. Vote OBAMA OUT this November. (He fooled everyone)
    2. Vote ROMNEY OUT in four years. (He’s fooling no one)
    3. Get your friends, brothers, sisters, even your enemies up and away from the Boobtube, and actively fight for 8 year maximum term limits for ALL local and nationally elected officials.
    Get rid of these enablers or you’ll surely be despised for doing nothing and forcing generations to be.. Enslavedlikeme
    A simple effective Non-Violent plan for all levels of “We the People” and the only way to make an immediate impact …unless of coarse, you’re pissed off enough and have the balls to SHORT your lender/originator/broker and their bottom feeding lawyers.

• kevinearick says:     September 18, 2012 at 1:10 pm
    :) what , and go on strike?

• Lambert Strether says:     September 18, 2012 at 1:28 pm
    I don’t do the 11-dimensional chess thing any more (rotisserie baseball) but it has occurred to me that (a) if the Ds win the Senate, then the Supreme Court argument is moot, and if (b) Romney ends up holding the bag, the Ds in opposition will prevent Social Security from being cut, as they did under Bush, but in power will cheerfully slash it. Just a thought. Basically, I’m happy with a crippled gridlocked system that doesn’t make things worse for now, and waiting for one of the two legacy parties to crack (looks like the Republicans, now, pass the popcorn!)

? Thorstein says:     September 18, 2012 at 2:34 pm
    Exactly.

? JamesW says:     September 18, 2012 at 5:02 pm
    Basically, I’m happy with a crippled gridlocked system that doesn’t make things worse…
    Negative, you serously don’t understand Prof. Hudson’s article nor what the current bizarre status is with the fantasy-finance system extant in America.
    April, May, June of 2013 are very odd months, when the indicators of Jul-2012 to Dec-2012 become obvious.

• Curtis says:     September 18, 2012 at 1:50 pm
    In biological terms bankers would fall into the category of cancer.

• steve from virginia says:     September 18, 2012 at 4:28 pm
    Michael Hudson has done a terrific job of putting forward to the public his argument for finance sector reform.
    Unfortunately, I disagree with almost all of it: our crisis is not a problematic finance sector, rather it is an unproductive physical economy that requires finance debt to simply get out of bed in the morning.
    Ours is a crisis of exhausted capital rather than defective finance balance sheets. Finance has gained ascendency because it has a natural monopoly: without debt there is no industry, period.
    Waste-based economy depletes the capital it requires. Adjusting the waste-based economy to operate at greater efficiency depletes capital more thoroughly at a higher rate (Jevons).
    On a cash-flow basis the consumption economy is continually ‘underwater’, the gap between capital cost and system return is financed. When input prices are low, the amount to be financed is affordable. Scarcity reprices resource capital, it becomes more costly than what can be affordably financed. At some point both capital and necessary credit are priced out of reach. The resulting ‘demand destruction’ is currently underway around the world.
    That the industrial economy cannot afford itself is self-evident: if the enterprise was productive it would retire its own debts. Industrial productivity is a myth … promoted by industrialists themselves who use credit to effect economies of scale … to continually take on greater amounts of debt.”
    http://www.economic-undertow.com/2012/08/06/1000-words/
    Moderns are compromised: they cannot imagine a world without flat-screen TVs, luxury performance sedans, ‘smart’ appliances, office towers, tract houses, shopping malls, hip-hop, freeways, air travel, jobs that do not require hard labor … all of these enterprises cannibalize irreplaceable capital, debt is foundationally necessary for these things as oxygen.
    As such there is no future with modernity. It goes or we go …

• alex says:     September 18, 2012 at 6:11 pm
    “Moderns are compromised: they cannot imagine a world without .. hip-hop … all of these enterprises cannibalize irreplaceable capital”
   That’s a fascinating thesis that hip-hop cannibalizes capital. Is that different from say jazz?

? skippy says:     September 18, 2012 at 7:45 pm
    Hip Hop – a popular distracting dance engaged in whilst irreplaceable carrying capacity is destroyed.
    In addtion, Moderns could be described as Infinite’s ie there is – always – more… more energy, more fiat, more of everything. Its all just a matter of distribution and not a matter of conservation of capital.
    skippy… moderns are not subject to the same laws all that came before, they are better. Peak People!

• Hugh says:     September 18, 2012 at 11:01 pm
    Excellent. The one place where I would disagree is that the banksters are self-destructive. They are destructive of us. Individually, they may act against each other, but as a class they only act against us.
    As the events of 2008 showed, the financial class, the kleptocratic rich and their servant elites, will loot to a collapse, and then use that collapse to expand their looting into new areas. This is not a weakness but a feature of the kleptocratic system.
    It is important too to recognize that class war is not about the looting (that’s kleptocracy) but about distracting and keeping we the lootees divided and at war with each other, because the only thing kleptocrats have to fear is a popular, authentique revolutionary response to their depredations.

• Virginia Tax Preparation says:     October 4, 2012 at 6:06 am
    The benefit you create on the purchase of an resource is termed as a Financial commitment Obtain while the reduction you create on promoting an resource is a Financial commitment Loss. According to the IRS, an resource is any product that you own whether for investment or personal use and that maintains value over time. It contains such products as your car, your vessel, your home, property or home, furnishings, shares, ties or common resources.