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NATIONALRAT
CONSEIL
NATIONAL
CONSIGLIO
NAZIONALE
Finanzkrise. Folgen für den Finanzplatz, Werkplatz,
die Pensionskassen sowie die Staatsfinanzen
Eingereichter Text
Die Ausmasse der Folgen und die Tiefe der gegenwärtigen
Finanzkrise sind mental noch kaum erfasst. Wohl stehen wir an einer Zeitenwende.
1. Welches sind für den Bundesrat die Hauptursachen der Finanzkrise?
Geht er auch davon aus, das sich immer mehr differenzierende Derivatsystem
führe zu einer unkontrollierbaren und nicht mehr steuerbaren Eigendynamik,
welche für die Krise mitverantwortlich ist?
2. Welches sind nach seiner Meinung die Auswirkungen für das internationale
Finanzsystem und generell die Weltwirtschaft? Welche Konsequenzen ergeben
sich mit Bezug auf die Aktivitäten und die Präsenz schweizerischer
Finanzinstitutionen in den USA?
3. Was sind die Auswirkungen auf den schweizerischen Finanzplatz? Was
sind die Auswirkungen auf den Werkplatz? Was jene auf die Pensionskassen?
Generell auf die Volkswirtschaft?
4. Hält er die heutige und neu in Kraft tretende Bankenaufsicht
für genügend? Ist eine frühzeitige Krisenerkennung und rechtzeitige
Intervention gewährleistet? Braucht es Regulierungsschritte bezüglich
des Derivathandels?
5. Sieht er gesetzgeberischen Handlungsbedarf bezüglich Börsengesetzgebung,
Aufsicht, Eigenmittelvorschriften der Banken, Trennung von Investment-
und Geschäftsbanken?
6. Welche Möglichkeit sieht er, die Steuerungsfähigkeit des
Staates zurückzugewinnen, um Dammbrüche zu verhindern, die unsere
Volkswirtschaft gefährden?
7. Wie beurteilt er das Klumpenrisiko der schweizerischen Grossbanken?
8. Geht er auch davon aus, der schweizerische Finanzplatz habe nur
dann Zukunft, wenn er eine echte internationale Drehscheibe bildet und
sich nicht einseitig auf den angelsächsischen Markt ausrichtet?
9. Welches sind die zu erwartenden Steuerausfälle? Welche sind
im Finanzplanrahmen zu erwarten?
Antwort des Bundesrates vom 26.11.2008
1. Die Krise hat in der Abkühlung des US-amerikanischen
Immobilienmarkts, welche infolge einer grosszügigen Krediterteilung
und tiefen Zinsen markant ausgefallen ist, ihren Anfang genommen. Die Hypothekargläubiger
in den USA haben mittels strukturierter Produkte die ihnen entstehenden
Risiken diversifiziert, wodurch sie ihre Kreditrisikopositionen verminderten.
Die Krise hat zwei Hauptproblembereiche im Zusammenhang mit diesen
strukturierten Produkten aufgezeigt: (i) Anreizprobleme und (ii) Risikotransformation.
(i) In erster Linie setzt die Möglichkeit der Risikodiversifikation
den Finanzinstituten einen Anreiz, insgesamt mehr Risiken einzugehen. Dies
war der Hauptgrund der zu grosszügigen Hypothekarvergabe in den USA,
die zu einem grossen Wachstum des Eigenheimerwerbs insbesondere im Subprimebereich
führte. Zudem führten die kurzfristigen Gewinnmöglichkeiten
mit Instrumenten, die das höchste Rating aufwiesen, im Zusammenhang
mit der Kompensationspolitik ihrerseits zu übermässigen Positionen
der Investmentbanken. (ii) Eine mehrfache Risikotransformation wie bei
gewissen strukturierten Produkten erhöht den Komplexitätsgrad
einer Investition. Weisen Risikomanagement und Risikocontrolling eines
Finanzinstituts Schwachstellen auf, können die Verlustfolgen für
Finanzdienstleister und Kunden schwerwiegender sein als bei traditionellen
Wertpapieren. Dies ist insbesondere dann problematisch, wenn sich die Entscheidträger
einer Investition über deren genauen Risikostruktur nicht im Klaren
sind.
Der Bundesrat ist überzeugt, dass im Rahmen der in verschiedenen
internationalen Gremien laufenden Diskussionen über die Lehren aus
der Finanzkrise genau auf diese Punkte eingegangen werden muss. Diese bilden
die Basis für die Ausarbeitung klarer Empfehlungen für den Umgang
von Banken mit solchen Risiken.
2. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Finanzsystem sind bereits
manifest. So haben international operierende Finanzinstitute ihre Bilanz
verkürzt, um die Eigenkapitalunterlegung zu verbessern. Die Kommunikation
zwischen Behörden und Finanzinstituten hat sich intensiviert, wie
auch die Kommunikation zwischen den Behörden auf internationaler Ebene.
Die Staatseingriffe im internationalen Finanzsystem sind erheblich, und
es ist zu hoffen, dass sie nur von temporärer Natur sind.
Die Aussichten für das Weltwirtschaftswachstum wurden in den letzten
Monaten stets nach unten revidiert. Im Zuge mit der rasant abnehmenden
Risikobereitschaft der Investoren bekunden insbesondere aufstrebende Länder
zunehmend Probleme auf der Finanzierungsseite. Bereits wurde der IWF von
verschiedenen Ländern um ein kreditgestütztes Programm angefragt.
Aufgrund der bisherigen internationalen Diskussionen (vgl. Punkt 1)
darf der Bundesrat davon ausgehen, dass in verschiedenen Ländern,
insbesondere auch in den USA, die Finanzmarktregulierung Anpassungen erfahren
wird.
3. Das Massnahmenpaket, das der Bundesrat, die Schweizerische Nationalbank
und die Eidg. Bankenkommission am 16. Oktober 2008 angekündigt haben,
zielt darauf ab, das Schweizer Finanzsystem zu stabilisieren und das Vertrauen
in den Schweizer Finanzmarkt zu stärken. Der Bundesrat ist sich bewusst,
dass sich die Risiken für die Volkswirtschaft mit der Finanzkrise
akzentuiert haben. Insbesondere könnte eine weitere Verschlechterung
der Konjunkturperspektiven im Ausland (USA, Europa) zu einer Abschwächung
der Exporte führen, was unseren Werkplatz negativ betreffen würde.
Trotzdem hält er eine echte Rezession - d.h. eine stark sinkende Produktion
in vielen Wirtschaftsbereichen begleitet durch eine deutlich steigende
Arbeitslosigkeit - nach wie vor für wenig wahrscheinlich. Auch die
Wirtschaftsprognosen der Konjunkturforschungsinstitute oder des Internationalen
Währungsfonds lassen nicht auf eine gravierende Rezession der Schweizer
Wirtschaft schliessen.
Die ungünstige Finanzmarktentwicklung hat auch negative Auswirkungen
auf die kapitalgedeckten Pensionskassen. Entsprechend ist der durchschnittliche
Deckungsgrad wahrscheinlich um mehr als 10% gefallen. Per Ende Oktober
2008 dürfte er jedoch noch im positiven Bereich gelegen haben. Die
Zahl der Kassen in Unterdeckung lag in diesem Zeitpunkt bei schätzungsweise
30%.
Basierend auf der aktuellen Umfrage bezüglich Kreditvergabe sieht
die SNB bei einigen Banken erste Anzeichen einer leichten Verschärfung
der Kreditstandards für Kredite an Unternehmen, insbesondere für
Kredite an Grossunternehmen und für langfristige Kredite. Auf dem
Hypothekarmarkt ist zurzeit noch keine Kreditverknappung zu beobachten.
Was den Arbeitsmarkt betrifft, sind die Frühindikatoren immer noch
recht gut. Es gibt Anzeichen für verlangsamtes Beschäftigungswachstum,
es ist aber keine rapide Verschlechterung zu erwarten.
4. Der Bundesrat hat am 15. Oktober 2008 das Finanzmarktaufsichtsgesetz
(FINMAG) auf den 1. Januar 2009 vollständig in Kraft gesetzt. Damit
kann die neue Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA), welche an
die Stelle der EBK, des Bundesamts für Privatversicherungen (BPV)
und der Kontrollstelle für die Bekämpfung der Geldwäscherei
(Kst GwG) treten wird, ihren Betrieb Anfang 2009 wie geplant aufnehmen.
Die FINMA, welche als öffentlich-rechtliche Anstalt organisiert ist,
wird über funktionelle, institutionelle und finanzielle Unabhängigkeit
verfügen. Damit wird sie in der Lage sein, selbständig über
ihr Budget und insbesondere über Grösse und Zusammensetzung ihres
Personalbestands zu entscheiden. Sie verfügt somit bereits über
die Voraussetzungen, um ihre Ressourcen effizient auf ihre Aufsichtsaufgaben
auszurichten.
Eine frühzeitige Krisenerkennung und rechtzeitige Intervention
seitens der EBK bzw. der künftigen FINMA ist gewährleistet. Die
EBK verfolgt die Entwicklung der Schweizer Grossbanken in Zusammenarbeit
mit der SNB seit Beginn der Krise eng. Auf dieser Grundlage war es dem
EFD, der SNB und der EBK möglich, frühzeitig eine Notfallplanung
aufzustellen und der aktuellen Situation anzupassen, um schliesslich ein
gut vorbereitetes Massnahmenpaket im richtigen Moment auszulösen.
Der Derivathandel im Sekundärmarkt ist wie der Handel anderer
Effekten, welche vereinheitlicht und zum massenweisen Handel geeignet sind,
nur bewilligten, der Aufsicht der EBK unterstellten Effektenhändlern
vorbehalten. Werden solche Effekten kotiert, gelten zusätzlich die
entsprechenden Börsenregularien. Nicht standardisierte Produkte unterstehen
dem Börsengesetz hingegen nicht. Ob hier allenfalls ein Anpassungsbedarf
besteht, ist unter anderem aufgrund der Entwicklungen in internationalen
Gremien, welche Standards formulieren, laufend zu überprüfen.
5. Der Bundesrat ist der Meinung, dass sich derzeit kein gesetzgeberischer
Handlungsbedarf abzeichnet (zum Handlungsbedarf bezüglich Börsengesetzgebung
und Finanzmarktaufsicht siehe Ziffer 4.):
Bereits unter geltender Praxis kann die EBK - was sie auch tut - bei
international tätigen Grossinstituten Eigenmittel verlangen, welche
deutlich über den internationalen Standards von Basel II liegen. Die
EBK beabsichtigt die Einführung eines zusätzlichen Eigenkapitalpuffers,
der die systemischen Risiken der Grossbanken besser abdecken soll. Daneben
will die EBK gestützt auf die geltenden gesetzlichen Grundlagen auch
einen maximalen Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) einführen. Diese
soll einen Puffer gegen Verluste bilden, die aus einer Fehleinschätzung
der Risiken resultieren und durch die Vorschriften von Basel II nicht adäquat
erfasst werden.
Die Finanzkrise hat gezeigt, dass reine Investmentbanken die Krise
schlechter überstehen als Universalbanken. So gibt es in den USA nun
keine grossen, reinen Investmentbanken mehr. Aufgrund möglicher Übertragungseffekte
bietet eine Trennung von Investmentbanken und Geschäftsbanken keinen
Schutz vor Risiken, die aus dem Investment Banking entstehen. Durchgriffe
innerhalb eines Konzerns sind möglich. In der aktuellen Krise sind
zudem auch international tätige Geschäftsbanken ohne Investmentsparte
nicht von existenzbedrohenden Übertragungseffekten aus dem Investment
Banking verschont geblieben.
Die USA hat 1999 den aus dem Jahre 1933 stammenden Glass-Steagal Act,
der die Trennung von Investmentbanken und Geschäftsbanken vorsah,
aufgehoben. Ein Trennbankensystem besteht damit auf keinem Finanzplatz
mehr, welcher mit dem schweizerischen Finanzplatz im direkten Wettbewerb
steht. Die Einführung eines Trennbankensystems würde zudem für
den Finanzplatz Schweiz einen Standortnachteil bedeuten: Zwischen dem Vermögensverwaltungsgeschäft
und dem Investment Banking bestehen Synergieeffekte. Eine diversifizierte
Geschäftstätigkeit fördert grundsätzlich die Risikodiversifikation.
Es sind durchaus Krisenszenarien denkbar, in welchen die Investmentsparte
einer Bank in der Lage wäre, die Risiken aus dem Vermögensverwaltungsgeschäft
abzufedern.
6. Das Massnahmenpaket zur Stärkung der Finanzstabilität
hat gezeigt, dass der Bundesrat jederzeit handlungsfähig ist und notfalls
auch umfangreiche Staatsinterventionen zur Behebung einer tiefen Krise
durchzuführen gewillt ist. Es ist ein Beispiel, dass die Zusammenarbeit
zwischen politischen Instanzen und der Verwaltung auch in schwierigen Situationen
gut funktioniert.
7. Die Schweizer Wirtschaft ist geprägt von einem im internationalen
Vergleich relativ grossen Bankensektor. Ende 2007 belief sich die Summe
aller Aktiven des Bankensektors insgesamt auf über CHF 4'700 Mrd.,
mehr als das Neunfache des Bruttoinlandprodukts der Schweiz. Unter den
G10-Ländern ist dies bei Weitem das grösste Verhältnis.
Auch im historischen Vergleich ist der heutige schweizerische Bankensektor
gross. Das stetige und rapide Wachstum ist fast ausschliesslich auf das
wachsende Auslandsgeschäft der beiden Grossbanken zurückzuführen.
Die Konzentration im schweizerischen Bankgeschäft ist im Vergleich
zu anderen Ländern überdurchschnittlich. Hinsichtlich der Summe
aller Aktiven dominieren die beiden Grossbanken mit 76% den Schweizer Markt.
Im inländischen Kreditmarkt halten sie zusammen einen Marktanteil
von rund 35%, die Kantonalbanken 32%. Bei den Einlagen zeigt sich ein ähnliches
Bild. Nicht nur durch ihre Grösse, sondern auch durch ihre starke
internationale Verflechtung kommt den beiden Grossbanken aber eine besondere
Bedeutung in der Schweiz zu.
8. Die Schweiz verfügt über einen starken Finanzplatz, der
sich im internationalen Wettbewerb zu bewähren hat. Er ist mit Blick
auf Beschäftigung, Wertschöpfung sowie Steueraufkommen ein tragender
Pfeiler der Schweizer Wirtschaft. Mit ihren stabilen und längerfristig
gut einschätzbaren Rahmenbedingungen sowie mit ihren effizienten Finanzmarktinfrastrukturen
ist die Schweiz auch international ein bevorzugtes Finanzdienstleistungszentrum.
Wie in allen anderen Branchen und Ländern hängt die Wettbewerbsfähigkeit
des Finanzplatzes Schweiz von guten regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen
ab. Regulierung soll wirksam, verhältnismässig und praxisnah
sein, Missbräuche kompromisslos bekämpft und die Privatsphäre
der Bankkunden geschützt werden.
Gute Rahmenbedingungen ermöglichen es dem Privatsektor, weiter
gehende Perspektiven, auch in Bezug auf zukunftsträchtige Aktivitätsfelder,
zu entwickeln. Die unternehmerische Verantwortung und die Innovationsfähigkeit
kann und soll der Staat der Finanzbranche aber ausdrücklich nicht
abnehmen.
9. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bundeseinnahmen hängen
primär davon ab, in welchem Ausmass die Realwirtschaft in Mitleidenschaft
gezogen wird. Die Einnahmenschätzung im Voranschlag 2009 und Finanzplan
2010-2012 basieren auf den Prognosen der Expertengruppe "Konjunkturprognosen"
des Bundes vom Juni 2008. Das reale BIP-Wachstum 2009 von 1,3 Prozent wurde
in der Oktober-Prognose der Expertengruppe belassen. Bei der Ausarbeitung
des Voranschlags 2009 und des Finanzplans 2010-2012 hat der Bundesrat den
gesamtwirtschaftlichen Risiken, die von der Situation auf den Finanzmärkten
ausgehen, jedoch ein besonderes Augenmerk geschenkt. Parallel zu den im
Budget enthaltenen Einnahmenschätzungen wurde ein Szenario gerechnet,
bei dem sich die Probleme im Finanzsektor deutlich verschärfen und
zu einer starken Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Jahr 2009 führen.
Die damit verbundenen Einnahmenausfälle beliefen sich auf rund eine
Milliarde im Jahr 2009. Die Aussicht auf die Finanzplanjahre wäre
in diesem "Bad Case"-Szenario düsterer: Die Steuerausfälle stiegen
auf bis gegen 3 Milliarden im Jahr 2012.
08.3620 - Interpellation, Groupe des Verts, 2.10.08 (Porte-parole Vischer Daniel)
La crise financière et ses conséquences
pour la place financière,
la place industrielle, les caisses de pension et les
finances publiques
Texte déposé
Nous réalisons encore mal la véritable portée
et la profondeur de la crise financière actuelle. De toute évidence,
nous nous trouvons à un tournant historique.
1. Selon le Conseil fédéral, quelles sont les causes
essentielles de la crise financière? Est-il aussi d'avis qu'un système
de plus en plus sophistiqué basé sur des produits dérivés
finit par conduire à une dynamique incontrôlable et ingérable,
et que celle-ci a joué un rôle important dans le déclenchement
de la crise?
2. Selon le Conseil fédéral, quelles sont les incidences
de la crise sur le système financier international et, de manière
générale, sur l'économie mondiale? Quelles en sont
les conséquences pour les activités et pour la présence
d'institutions financières suisses aux USA?
3. Quelles sont les incidences de la crise sur la place financière
suisse? Quelles en sont les incidences sur la place industrielle? Sur les
caisses de pension? Sur l'économie en général?
4. Le Conseil fédéral considère-t-il que l'autorité
de contrôle bancaire actuellement en activité ainsi que celle
qui va prendre la relève sont suffisantes? Une reconnaissance rapide
de la crise et une intervention en temps utile est-elle assurée?
Des mesures de régulation relatives au commerce de produits dérivés
sont-elles nécessaires?
5. Perçoit-il un besoin de légiférer en matière
de bourse, de surveillance, de prescriptions sur les fonds propres des
banques, de séparation entre les banques d'investissement et les
banques commerciales?
6. Le Conseil fédéral voit-il une possibilité
pour l'Etat de regagner sa faculté de contrôle et d'empêcher
ainsi toute rupture d'équilibre susceptible de mettre en danger
notre économie?
7. Comment évalue-t-il le cumul des risques des grandes banques
suisses?
8. Le Conseil fédéral est-il aussi d'avis que la place
financière suisse n'a d'avenir qu'à condition de devenir
une véritable plaque tournante internationale et de ne pas se focaliser
uniquement sur les marchés anglo-saxons?
9. Quelles sont les pertes fiscales auxquelles on peut s'attendre?
Quelles sont-elles dans le cadre du plan financier?
Réponse du Conseil fédéral du 26.11.2008
1. La crise a commencé par la détérioration
du marché immobilier américain, consécutive à
l'octroi trop facile de crédits à faibles taux d'intérêts.
Aux Etats-Unis, les créanciers hypothécaires ont diversifiés
leurs risques au moyen de produits structurés, réduisant
ainsi leur exposition au risque de crédit.
La crise a mis en évidence deux types de problèmes principaux
liés à ces produits structurés: (i) des problèmes
d'incitation et (ii) les problèmes de transformation des risques.
(i) En premier lieu, la possibilité de diversifier les risques incite
les institutions financières à prendre dans l'ensemble de
plus en plus de risques. C'est la raison principale de la trop grande générosité
dans l'octroi d'hypothèques aux Etats-Unis, laquelle a entraîné
une forte hausse des achats de logements, en particulier dans le secteur
des subprimes. En outre, les possibilités de réaliser des
gains à court terme avec des instruments qui présentaient
la note la plus élevée, ont, conjointement avec la politique
de rémunération, encouragé les banques d'investissement
à prendre des positions extrêmes. (ii) La transformation multiple
des risques, comme elle se pratique dans le cas de certains produits structurés,
augmente le degré de complexité d'un investissement. Lorsque
la gestion et le contrôle des risques par un établissement
financier présentent des points faibles, les pertes pour les prestataires
financiers et les clients peuvent être plus graves que dans les cas
des titres traditionnels. Cela est particulièrement problématique
lorsque la personne qui décide d'un investissement ne connaît
pas la structure de risque exacte de cet investissement.
Le Conseil fédéral est convaincu que les discussions
en cours au sein de diverses instances internationales sur les enseignements
à tirer de la crise financière doivent porter exactement
sur ces points. Ces derniers forment la base nécessaire à
l'élaboration de recommandations claires concernant la manière
dont les banques doivent gérer de tels risques.
2. Les effets de la crise financière sur le système financier
sont déjà manifestes. Ainsi, les établissements financiers
opérant au niveau international ont réduit leur bilan afin
d'améliorer leur couverture en fonds propres. La communication entre
les autorités et les établissements financiers s'est intensifiée,
de même que la communication entre les autorités au niveau
international. Les interventions étatiques dans le système
financier international sont substantielles, et il est souhaitable qu'elles
ne soient que de nature temporaire.
Les perspectives de croissance de l'économie mondiale ont été
constamment revues à la baisse au cours des derniers mois. En raison
du très rapide recul de la propension au risque des investisseurs,
les pays émergents sont confrontés à des problèmes
de financement croissants. Divers pays ont déjà demandé
au FMI un programme de crédit.
Compte tenu des discussions internationales qui ont eu lieu jusqu'ici
(cf. point 1), le Conseil fédéral part du principe que divers
pays, notamment les Etats-Unis, apporteront des changements à la
régulation du marché.
3. Le train de mesures que le Conseil fédéral, la Banque
nationale suisse et la Commission fédérale des banques ont
annoncé le 16 octobre 2008 vise à stabiliser le système
financier suisse et à renforcer la confiance dans le marché
financier suisse. Le Conseil fédéral est conscient du fait
que la crise financière a accru les risques pour l'économie.
Une dégradation supplémentaire des perspectives conjoncturelles
à l'étranger (Etats-Unis, Europe) pourrait entraîner
une baisse de nos exportations, ce qui aurait un effet défavorable
sur l'emploi. Malgré tout, le Conseil fédéral juge
toujours qu'une véritable récession, c'est-à-dire
une forte baisse de la production dans de nombreux secteurs économiques,
accompagnée d'une nette hausse du taux de chômage, est peu
probable. Selon les prévisions économiques des instituts
de recherche conjoncturelle et du Fonds monétaire international,
une grave récession n'est pas à craindre en Suisse.
L'évolution défavorable des marchés financiers
a également des effets négatifs sur le taux de couverture
des caisses de pension, qui en moyenne a probablement diminué de
plus de 10%. Toutefois, il devrait être resté positif à
la fin du mois d'octobre 2008. Selon les estimations, le pourcentage de
caisses insuffisamment couvertes atteignait 30 % à ce moment-là.
Se fondant sur la dernière enquête concernant l'octroi
de crédits, la BNS constate que certaines banques ont légèrement
durci les normes appliquées en matière d'octroi de crédits
aux entreprises, notamment pour les grandes entreprises et les crédits
à long terme. Aucune raréfaction de crédit n'est perceptible
pour le moment sur le marché hypothécaire. En ce qui concerne
le marché du travail, les indicateurs avancés sont toujours
très bons. Les signes d'un ralentissement de la croissance de l'emploi
existent, mais aucune dégradation rapide du marché ne se
dessine actuellement.
4. Le 15 octobre 2008, le Conseil fédéral a mis en vigueur
intégralement, avec effet au 1 janvier 2009, la loi sur la surveillance
des marchés financiers (LFINMA). Ainsi, la nouvelle Autorité
fédérale de surveillance des marchés financiers (FINMA),
qui prendra le relais de la CFB, de l'Office fédéral des
assurances privées (OFAP) et de l'Autorité de contrôle
en matière de lutte contre le blanchiment d'argent (AC LBA), entrera
en fonction au début de 2009, comme prévu. La FINMA, qui
est un établissement de droit public, disposera de l'indépendance
fonctionnelle, institutionnelle et financière. Elle pourra ainsi
décider de manière autonome de son budget et notamment de
la taille et de la composition de ses effectifs. Par conséquent,
elle est déjà en mesure d'utiliser ses ressources efficacement
pour exercer sa mission de contrôle.
Une reconnaissance avancée des crises et une intervention en
temps utile par la CFB ou par la future FINMA sont garanties. Depuis le
début de la crise, la CFB observe étroitement l'évolution
des grandes banques suisses en collaboration avec la BNS. Cela a permis
au DFF, à la BNS et à la CFB de définir suffisamment
tôt une planification d'urgence et de l'adapter à l'évolution
de la situation, afin de mettre en oeuvre au bon moment un train de mesures
bien préparé.
Le négoce de produits dérivés sur le marché
secondaire est, comme le négoce d'autres titres qui sont standardisés
et susceptibles d'être diffusés en grand nombre, réservé
uniquement à des négociants en valeurs mobilières
au bénéfice d'une autorisation et soumis à la surveillance
de la CFB. Lorsque ces titres sont cotés, les régulations
boursières s'appliquent en sus. Les produits non standardisés
ne sont en revanche pas soumis à la loi sur les bourses. Ici, il
convient donc d'examiner en permanence si des modifications réglementaires
sont nécessaires le cas échéant, notamment en tenant
compte des développements intervenus au niveau des instances internationales
qui définissent les normes.
5. Le Conseil fédéral estime que, dans la situation actuelle,
il n'y a pas lieu de modifier la législation (concernant la nécessité
de modifier la législation sur les bourses et sur la surveillance
des marchés financiers, voir le point 4.).
En vertu de la pratique actuelle, la CFB peut - c'est d'ailleurs ce
qu'elle fait - exiger des grands établissements opérant sur
le plan international des fonds propres nettement supérieurs aux
standards internationaux de Bâle II. La CFB a l'intention d'introduire
un capital tampon additionnel visant à mieux couvrir les risques
systémiques des grandes banques. Se fondant sur les bases légales
actuelles, la CFB introduira également un taux d'endettement maximum
(Leverage Ratio). Cela constituera un tampon contre les pertes qui résultent
d'une évaluation erronée des risques et que les prescriptions
de Bâle II sont impropres à empêcher.
La crise financière a montré que les pures banques d'investissement
résistent moins bien à la crise que les banques universelles.
Ainsi, il n'y a plus, aux Etats-Unis, de pures banques d'investissement
de grande taille. Compte tenu des transferts toujours possibles entre divisions,
la séparation des activités bancaires d'investissement et
des activités bancaires commerciales ne protège pas vraiment
contre les risques résultant des activités d'investissement.
Au sein d'un groupe, la mainmise d'un secteur sur un autre reste en effet
possible. Lors de la crise actuelle, des banques commerciales opérant
sur le plan international n'ont pas été épargnées
par des transferts en provenance des activités d'investissement
et susceptibles de mettre en péril leur existence.
En 1999, les Etats-Unis ont abrogé le Glass-Steagal Act, qui
datait de 1933 et qui prévoyait la séparation des activités
bancaires d'investissement et des activités bancaires commerciales.
Il n'existe plus de système de séparation des activités
bancaires sur les places financières qui sont en concurrence directe
avec la place financière suisse. Compte tenu des synergies entre
les activités de gestion de fortune et les activités d'investissement,
l'instauration d'un système de séparation des activités
bancaires désavantagerait la place financière suisse. La
diversification des activités favorise en principe la diversification
des risques. On peut tout à fait envisager des scénarios
dans lesquels le secteur d'investissement d'une banque serait en mesure
d'atténuer les risques découlant des activités de
gestion de fortune.
6. Le train de mesures visant à renforcer la stabilité
financière a montré que le Conseil fédéral
garde en permanence la maîtrise des événements et est
disposé, en cas d'urgence, à intervenir massivement au niveau
étatique pour remédier à une grave crise. L'exemple
actuel montre que la collaboration entre les instances politiques et l'administration
fonctionne bien, même dans des situations difficiles.
7. L'économie suisse se caractérise par un secteur bancaire
relativement important en comparaison internationale. A fin 2007, le total
de tous les actifs du secteur bancaire se montait à plus de 4 700
milliards de francs, ce qui représente plus de neuf fois le produit
national brut de la Suisse. Ce rapport est de loin le plus important de
tous les pays du G10. Si l'on se réfère au passé également,
le secteur bancaire suisse a actuellement une grande taille. La croissance
rapide et constante est presque exclusivement due à la progression
des activités déployées à l'étranger
par les deux grandes banques.
Dans le secteur bancaire suisse, la concentration est plus marquée
que dans d'autres pays. Concernant le total de tous les actifs, les deux
grandes banques dominent, leur part s'élèvant à 76
% du marché. Sur le marché suisse des crédits, elles
détiennent conjointement 35% du marché, contre 32 % pour
les banques cantonales. La situation est comparable en ce qui concerne
les dépôts. L'importance particulière que revêtent
les deux grandes banques en Suisse s'explique non seulement par leur taille,
mais aussi par leur forte imbrication sur les marchés internationaux.
8. La Suisse dispose d'une place financière forte, qui doit
se profiler dans la concurrence internationale et représente un
pilier de l'économie en termes d'emploi, de création de valeur
et de ressources fiscales. Grâce à des conditions-cadres stables,
et donc faciles à prévoir à long terme, et aux infrastructures
efficaces du marché financier, la Suisse est un centre de prestations
financières qui jouit d'une position privilégiée sur
le plan international. Comme dans tous les autres secteurs et pays, la
compétitivité de la place financière suisse dépend
de bonnes conditions-cadres en matière de régulation et de
fiscalité. Il convient d'avoir une régulation efficace, appropriée
et conforme aux besoins de la pratique, de combattre les abus sans compromis
et de protéger la sphère privée des clients des banques.
De bonnes conditions-cadres permettent au secteur privé de définir
de vastes perspectives, également en ce qui concerne des domaines
d'activité d'avenir. Cependant, l'Etat ne peut ni ne doit pas directement
assumer la responsabilité entrepreneuriale et la capacité
d'innovation à la place du secteur financier.
9. Les répercussions de la crise financière sur les recettes
de la Confédération dépendent avant tout de la mesure
dans laquelle l'économie réelle sera touchée. Dans
le budget 2009 et le plan financier 2010-2012, les estimations des recettes
se basent sur les prévisions conjoncturelles établies en
juin 2008 par le groupe d'experts de la Confédération. Dans
ses prévisions d'octobre, le groupe d'experts s'en est tenu à
une croissance réelle du PIB de 1,3 % pour 2009. Lors de l'élaboration
du budget 2009 et du plan financier 2010-2012, le Conseil fédéral
a cependant accordé une attention particulière aux risques
d'ordre économique qui découlent de la situation sur les
marchés financiers. Parallèlement aux estimations figurant
dans le budget, un scénario a été établi, suivant
lequel les problèmes du secteur financier s'aggravent nettement
et entraînent un fort ralentissement de la croissance en 2009. Les
diminutions de recettes consécutives à une telle situation
se monteraient à un milliard de francs en 2009. Selon ce scénario,
les perspectives pour les autres années du plan financier seraient
encore plus sombres, les pertes fiscales pouvant en effet grimper jusqu'à
3 milliards en 2012.
08.3620 - Interpellanza, Gruppo dei Verdi, 2.10.08 (Portavoce Vischer Daniel)
Crisi finanziaria e ripercussioni sulla piazza finanziaria e industriale, sulle casse pensioni e sulle finanze dello Stato
Testo depositato
La crisi finanziaria non è ancora stata colta nella sua
reale portata e profondità. Ma con ogni probabilità ci troviamo
a una svolta.
1. Secondo il Consiglio federale quali sono le cause principali della
crisi finanziaria? Anch'esso ritiene che un sistema di derivati sempre
più differenziato dia vita a una dinamica propria incontrollabile
e ingovernabile oltre ad essere corresponsabile della crisi?
2. Secondo il Consiglio federale quali sono le ripercussioni della
crisi sul sistema finanziario internazionale e sull'economia mondiale in
generale? E quali le conseguenze per l'attività e la presenza degli
istituti finanziari svizzeri negli USA?
3. Come crede che ripercuota la crisi sulla piazza finanziaria e industriale
svizzera, sulle casse pensioni e sull'economia nazionale in generale?
4. Considera che l'attuale vigilanza sulle banche e la costituenda
autorità di vigilanza siano sufficienti? Sono date le premesse affinché
si riconosca la crisi e si intervenga tempestivamente? Il commercio di
prodotti derivati necessità di una maggiore regolamentazione?
5. Ritiene necessario legiferare a livello di borse, vigilanza, prescrizioni
delle banche sui fondi propri, scissione di banche d'investimento e commerciali?
6. Quali possibilità intravede per restituire capacità
di controllo allo Stato ed evitare crolli che mettono a repentaglio la
nostra economia?
7. Come valuta l'accumulo di rischi delle grandi banche svizzere?
8. È anch'esso del parere che la piazza finanziaria svizzera
abbia un futuro soltanto a patto di ricoprire un ruolo centrale a livello
internazionale e di non focalizzarsi esclusivamente sul mercato anglosassone?
9. A quanto sono stimate le perdite d'imposta? A quanto ammontano le
perdite previste nel quadro del piano finanziario?
Risposta del Consiglio federale del 26.11.2008
1. La crisi è iniziata con il raffreddamento del mercato
immobiliare statunitense dovuto all'eccessiva magnanimità nella
concessione di mutui e al livello troppo basso dei tassi d'interesse. Negli
Stati Uniti i creditori ipotecari, puntando sui prodotti strutturati, hanno
diversificato i rischi da essi incorsi riducendo in tal modo le loro posizioni
di rischio di credito.
In relazione a detti prodotti strutturati la crisi ha evidenziato due
principali aspetti problematici: (i) le questioni di incentivo e (ii) la
trasformazione dei rischi. (i) In primo luogo, la possibilità di
diversificare i rischi offerta agli istituti finanziari incita globalmente
a rischiare di più. Ed è stata, questa, la principale ragione
della generosità dimostrata negli Stati Uniti nella concessione
di mutui ipotecari, la quale ha portato a un forte incremento dell'acquisto
di alloggi in proprietà, in particolare nel settore dei subprime.
Inoltre, le possibilità di lucro a breve termine offerte da strumenti
che registravano la quotazione più elevata hanno attirato a loro
volta le banche investitrici, nel contesto della politica di compensazione
praticata, su posizioni eccessivamente elevate; (ii) una molteplice trasformazione
dei rischi come quella che implicano taluni prodotti strutturati accresce
il grado di complessità di un investimento. Se nella gestione dei
rischi operata da un istituto finanziario e nel relativo controlling esistono
punti deboli, le perdite conseguenti per i prestatori di servizi finanziari
e i clienti possono essere più pesanti rispetto ai titoli ordinari.
Questo problema si presenta in particolare quando chi decide di investire
non è bene in chiaro sull'esatta struttura dei rischi.
Il Consiglio federale è convinto che nell'ambito delle discussioni
in corso in seno ai vari consessi internazionali sugli insegnamenti che
devono essere tratti dalla crisi finanziaria occorra chinarsi proprio su
questi aspetti. Tali insegnamenti sono il presupposto che consentirà
di impartire alle banche chiare raccomandazioni sul modo di agire nei confronti
di simili rischi.
2. Le ripercussioni della crisi finanziaria sul sistema economico sono
già evidenti. Gli istituti finanziari che operano a livello internazionale
hanno ridotto il loro bilancio per migliorare le riserve di capitale proprio.
Si è intensificata la comunicazione, tanto tra autorità e
istituti finanziari quanto, sul piano internazionale, tra le stesse autorità.
Gli enti pubblici intervengono massicciamente sul sistema finanziario internazionale
e
vi è da sperare che tali interventi siano soltanto un fenomeno passeggero.
Negli ultimi mesi le prospettive per la crescita economica mondiale
sono state continuamente ridimensionate. Conseguentemente alla continua
diminuzione della disponibilità degli investitori a rischiare, in
particolare i Paesi emergenti annunciano crescenti difficoltà sul
fronte del finanziamento. Diversi Paesi hanno già chiesto un programma
di crediti del Fondo monetario internazionale.
Alla luce delle discussioni sinora condotte sul piano internazionale
(cfr. n. 1), il Consiglio federale presume che in diversi Paesi, e in particolare
anche negli Stati Uniti, la regolamentazione dei mercati finanziari debba
essere adeguata.
3. Il pacchetto di misure annunciato il 16 ottobre 2008 da Consiglio
federale, Banca nazionale svizzera e Commissione federale delle banche
punta a stabilizzare il sistema finanziario del nostro Paese e a rafforzare
la fiducia nel mercato finanziario svizzero. Il Consiglio federale è
consapevole che la crisi finanziaria accentua i rischi per l'economia nazionale.
In particolare, un ulteriore peggioramento delle prospettive congiunturali
all'estero (USA, Europa) porterebbe a una contrazione delle esportazioni
ripercuotendosi negativamente sul nostro mercato del lavoro. Ciò
nonostante, continua a considerare poco probabile che si instauri una vera
e propria recessione, vale a dire un forte calo della produzione in molti
settori dell'economia accompagnato da un netto aumento della disoccupazione.
Nemmeno le previsioni economiche degli istituti di ricerca congiunturale
o del Fondo monetario internazionale consentono di ipotizzare che l'economia
svizzera possa essere colpita da un'importante recessione.
L'evoluzione sfavorevole dei mercati finanziari si ripercuote negativamente
anche sulle casse pensioni a copertura di capitale. Corrispondentemente,
il grado di copertura medio è probabilmente calato di oltre il 10
per cento, benché a fine ottobre 2008 si trovasse verosimilmente
ancora nella fascia positiva. Si stima che a quella data il numero di casse
colpite da sottocopertura si aggirasse attorno al 30 per cento.
Sulla base della recente indagine relativa alla concessione di crediti,
la BNS ravvisa presso alcune banche i primi segni di un lieve inasprimento
dello standard applicato alla concessione di crediti alle imprese, in particolare
per quanto riguarda le grandi imprese e i crediti a lungo termine. Sul
mercato ipotecario non si osserva ancora, al momento attuale, alcuna carenza
di crediti. Quanto al mercato del lavoro, gli indicatori precoci sono ancora
piuttosto buoni. Nonostante l'apparire dei sintomi di un rallentamento
della crescita dell'occupazione, non vi è da attendersi un rapido
peggioramento.
4. Il Consiglio federale è convinto che la Commissione federale
delle banche (CFB) abbia adempiuto in modo responsabile i propri compiti
di autorità di vigilanza. Inoltre, il 15 ottobre 2008 ha posto in
vigore integralmente, con effetto al 1° gennaio 2009, la legge sulla
vigilanza dei mercati finanziari (LFINMA). La nuova Autorità federale
di vigilanza sui mercati finanziari (FINMA), presso la quale saranno accentrate
le competenze della CFB, dell'Ufficio federale delle assicurazioni private
(UFAP) e dell'Autorità di controllo per la lotta contro il riciclaggio
di denaro (AdC LRD), potrà dunque iniziare come da calendario la
propria attività all'inizio del 2009. Alla FINMA, che organizzativamente
è una corporazione di diritto pubblico, sarà operativamente,
istituzionalmente e finanziariamente autonoma e potrà quindi decidere
da sé il proprio budget e in particolare l'entità e la composizione
del proprio organico del personale. Pertanto, essa dispone già delle
premesse che le consentiranno di canalizzare in modo efficiente le proprie
risorse in base ai propri compiti di vigilanza.
L'identificazione precoce di una crisi e il tempestivo intervento della
CFB, e in avvenire della FINMA, sono dunque garantiti. La CFB segue da
vicino sin dall'inizio della crisi, in collaborazione con la BNS, l'evoluzione
dei grandi istituti bancari svizzeri. Su questa base, il DFF, la BNS e
la CFB hanno potuto allestire tempestivamente un piano d'emergenza e adattarlo
in funzione degli sviluppi della situazione per poi proporre al momento
giusto un pacchetto di misure ben studiato.
Come il commercio di altri titoli omogenei che si prestano a negoziazioni
di massa, il commercio di derivati sul mercato secondario è riservato
ai soli negoziatori autorizzati e sottoposti alla vigilanza della CFB.
Se si tratta di titoli quotati in borsa, è inoltre applicabile la
pertinente normativa sulle borse. I prodotti non standardizzati non soggiacciono
invece alla legge sulle borse. Occorrerà verificare regolarmente,
in particolare in base allo sviluppo delle discussioni in seno agli organismi
internazionali incaricati di elaborare gli standard applicabili, se sotto
questo aspetto sussista eventualmente una necessità di adeguamento.
5. Il Consiglio federale ritiene che allo stato attuale non si profili
alcuna necessità di intervento da parte del legislatore (riguardo
alla necessità di intervento relativa alla legislazione sulle borse
e sulla vigilanza dei mercati finanziari, cfr. n. 4):
Secondo la prassi attuale, la CFB può già esigere, e
già esige, dai grandi istituti bancari operanti a livello internazionale
mezzi propri nettamente più consistenti di quanto impongano gli
standard internazionali definiti da Basilea II. La CFB prevede di introdurre
un ulteriore capitale proprio di tamponamento che migliori la copertura
dei rischi sistemici delle grandi banche. Parallelamente intende introdurre,
sulla base della vigente legislazione, anche un grado di indebitamento
massimo (leverage ratio), che funga da tampone per le possibili perdite
risultanti da errori nella valutazione dei rischi non adeguatamente contemplate
dalle prescrizioni di Basilea II.
La crisi finanziaria ha messo in evidenza che le pure banche di investimento
sono meno solide di fronte a una crisi rispetto alle banche universali.
Ora negli Stati Uniti non esistono più grandi banche che si consacrano
esclusivamente agli investimenti. A causa dei possibili effetti trasferiti,
una separazione tra banche di investimento e banche commerciali non protegge
dai rischi insiti nell'investment banking. All'interno di un gruppo può
essere imposto il principio di trasparenza. Oltretutto, nella situazione
attuale di crisi, i pericolosi effetti trasferiti provocati dall'investment
banking non hanno risparmiato neppure le banche commerciali attive sul
piano internazionale che non operano nel campo degli investimenti.
Nel 1999 gli Stati Uniti hanno abrogato il Glass Steagal Act del 1933
che decretava la separazione tra banche di investimento e banche commerciali.
Così, nessuna piazza finanziaria in diretta concorrenza con la piazza
svizzera conosce più un sistema bancario separato. L'introduzione
di un sistema bancario separato comporterebbe per giunta per la piazza
finanziaria svizzera uno svantaggio di sede, poiché comprometterebbe
gli effetti sinergici esistenti tra le attività di gestione patrimoniale
e l'investment banking. La diversificazione delle attività presuppone
fondamentalmente una diversificazione dei rischi. Si possono senz'altro
immaginare scenari di crisi in cui il settore investimenti di una banca
potrebbe tamponare i rischi delle attività di gestione patrimoniale.
6. Con il pacchetto di misure predisposto per rafforzare la stabilità
finanziaria il Consiglio federale ha dimostrato di essere sempre in grado
di intervenire e di essere pronto, in caso di emergenza, a operare anche
massicci interventi statali per far fronte a una profonda crisi. Tale atteggiamento
è un esempio del buon funzionamento della collaborazione tra istanze
politiche e amministrazione anche nelle situazioni difficili.
7. L'economia svizzera è caratterizzata da un settore bancario
di notevoli dimensioni nel confronto internazionale. Alla fine del 2007
la somma degli attivi del nostro settore bancario superava complessivamente
i 4'700 miliardi di franchi, più del nonuplo del prodotto interno
lordo della Svizzera. Si tratta del rapporto maggiore di tutti i Paesi
del G10. L'importanza del settore bancario svizzero odierno emerge anche
in un'ottica storica. La sua costante e rapida crescita è quasi
esclusivamente legata alla crescita delle attività con l'estero
delle due principali grandi banche.
Rispetto ad altri Paesi, la concentrazione che caratterizza il settore
bancario svizzero è superiore alla media. Quanto alla somma di tutti
gli attivi, il mercato svizzero è dominato dalle due principali
grandi banche, che ne detengono il 76 per cento. Nel mercato creditizio
interno, le due banche in questione detengono una quota del 35 per cento
circa, mentre la quota delle banche cantonali corrisponde al 32 per cento.
Lo stesso quadro si ripresenta per quanto concerne i depositi. In Svizzera,
l'importanza delle due grandi banche è però caratterizzata
non solo dalle loro dimensioni, bensì anche dalla loro forte concatenazione
internazionale.
8. La Svizzera dispone di una piazza finanziaria forte che deve dimostrare
il suo valore nell'ambito della concorrenza internazionale. Con riferimento
all'occupazione, alla creazione di valore e al gettito fiscale, la piazza
finanziaria è una colonna portante dell'economia svizzera. Grazie
alle sue condizioni quadro stabili e di facile prevedibilità sul
lungo periodo e alle efficienti infrastrutture del suo mercato finanziario,
la Svizzera è un centro di servizi finanziari privilegiato anche
sul piano internazionale. Come in tutti gli altri settori e Paesi, la capacità
concorrenziale della piazza finanziaria svizzera ha bisogno di condizioni
quadro legali e fiscali adeguate. La regolamentazione deve essere efficace,
proporzionata e facile da applicare. Occorre combattere gli abusi senza
compromessi e proteggere la sfera privata della clientela bancaria.
Grazie a condizioni quadro adeguate il settore privato può sviluppare
prospettive più vaste, anche in rapporto con campi di attività
ricchi di avvenire. Ma lo Stato non può e non deve esonerare formalmente
il settore finanziario dalla propria responsabilità imprenditoriale,
né privarlo della propria capacità innovativa.
9. Le ripercussioni della crisi finanziaria sulle entrate della Confederazione
dipendono anzitutto dall'estensione delle conseguenze sull'economia reale.
La stima delle entrate contenuta nel Preventivo 2009 e nel Piano finanziario
2010-2012 si basa sulle previsioni elaborate nel giugno 2008 dal gruppo
di esperti "Previsioni congiunturali" della Confederazione. Nelle previsioni
dello scorso ottobre, il gruppo di esperti ha mantenuto la stima riguardante
la crescita reale del PIL nel 2009, quantificata nell'ordine dell'1,3 per
cento. Nell'ambito dell'elaborazione del Preventivo 2009 e del Piano finanziario
2010-2012 il Consiglio federale ha tuttavia consacrato un'attenzione particolare
ai rischi economici generali, legati alla situazione che coinvolge i mercati
finanziari. Parallelamente alle stime delle entrate contenute nel preventivo,
ha previsto uno scenario in cui considera un netto aggravamento delle difficoltà
che colpiscono il settore finanziario e un conseguente forte rallentamento
della crescita economica nel 2009. Il calo delle entrate che tale scenario
comporterebbe nel 2009 è stato quantificato grossomodo a un miliardo.
In questo scenario di "bad case", le prospettive per il triennio contemplato
dal Piano finanziario sarebbero meno rosee, nel senso che le perdite di
gettito fiscale salirebbero fino a circa 3 miliardi nel 2012.
Liberalisierung der Anlagepraxis für Gelder der
Säule 3a. Risiken
[Originaltitel: Was für
Risiken ergeben sich aus der vom Bundesrat neulich beschlossenen Liberalisierung
der Anlagepraxis für Gelder der Säule 3a (BVV2)?]
Mit Datum vom 19. September 2008 hat der Bundesrat die Verordnung
zur Anlagepraxis von Geldern der beruflichen Vorsorge Säule 3a überarbeitet
und darin einen zusätzlichen Artikel 53 Abs e eingefügt mit folgendem
Wortlaut:
e.
„Alternative Anlagen ohne Nachschusspflichten, wie Hedge Funds, Rohstoffe,
Private Equity, Insurance Linked Securities; vom Verbot nachschusspflichtiger
Anlagen kann im Rahmen von Artikel 50 Absatz 4 nicht abgewichen werden.“
Erläutert wird der Abschnitt wie folgt:
„Alternative
Anlagen sind neu explizit im Anlagekatalog enthalten. Dabei deckt der Begriff
"alternative Anlagen" ein sehr breites und heterogenes Gebiet ab. Im Prinzip
ist
jede Anlage, welche aus irgendeinem Grund nicht ausdrücklich in eine
andere Kategorie des Anlagekataloges passt, als alternative Anlage zu behandeln.
Die Aufzählung ist also nicht als abschliessend zu betrachten.
Trotz
der Heterogenität der alternativen Anlagen teilen sie doch häufig
gewisse Eigenschaften. Sie werden oft in Form von Produkten angeboten,
welche als Private Placements nur einer sehr leichten Regulierung unterstehen.
Damit verbunden ist die Transparenz oft sehr beschränkt. Derivate
aller Art, insbesondere auch solche mit Optionscharakter, werden nicht
bloss zur Risikokontrolle, sondern häufig direkt als Teil von aktiven
Wetten eingesetzt. Exotische Wetten wie Katastrophenbonds oder Lookback
Optionen vermitteln den Zugang zu alternativen Risikoprämien. Leerverkäufe
sind möglich. Der Einsatz von Fremdkapital kann zu einer Hebelwirkung
führen. Schliesslich sind alternative Anlagen häufig relativ
illiquid mit stark eingeschränktem Sekundärmarkt oder langer
Lebensdauer.“
....
Anschliessend folgen Erläuterungen zur Wichtigkeit der entsprechenden
Aufsicht. Daraus ergeben sich folgende Fragen:
1. Teil der Bundesrat die Meinung, dass mit dieser liberalisierten Anlagepraxis
einer zusätzlichen Ansiedelung von Risiko-investements in der Schweiz
Vorschub geleistet ist?
2. Ist der Bundesrat auch der Meinung, dass die Ansammlung von virtuellen
Investmentbereichen dem Ruf des Finanzplatzes Schweiz schadet?
3. Wie hoch schätzt der Bundesrat das neu in den Investement Bereich
zur Verfügung stehende Kapital der Säulen 3a?
4. Ist sich der Bundesrat bewusst, dass es damit die Altersguthaben
der Säule 3a einer Risikobewirtschaftung aussetzt, auf die Einzahlende
keinen Einfluss haben?
5. Wie gewährleistet der Bundesrat die nötige Aufsicht über
den neu liberalisierten Anlagenmarkt bei den Anlagen der Säule 3a?
6. Ist der Bundesrat bereit, zusätzliche Stellen in der FINMA
zu bewilligen und rasch für deren kompetente Besetzung besorgt
zu sein?
Antwort des Bundesrates vom 26.11.2008
1. Alternative Anlagen spielen in der Vermögensallokation
der beruflichen Vorsorge bereits eine gewisse Rolle. Per Ende 2006 betrugen
die alternativen Anlagen in der beruflichen Vorsorge gemäss Pensionskassenstatistik
rund 4.6%. Dies hat sich durchaus bewährt. Werden einem Fonds alternative
Anlagen beigemischt, verbessern sich in der Regel die Risikoeigenschaften
dieses Portfolios. In diesem Sinne werden in den neuen Anlagevorschriften
der beruflichen Vorsorge diversifizierte Formen von alternativen Anlagen
(zum Beispiel Fund of Hedge Funds) grundsätzlich bis zu einem Niveau
von 15% zugelassen. Dies gilt sinngemäss auch für Säule
3a Anlagen. Es geht hier deshalb nicht um Risiko-Investments oder deren
Förderung. Alternative Anlagen ermöglichen beispielsweise in
Zeiten der Krise, auch bei fallenden Märkten eine positive Rendite
zu erwirtschaften, oder über diversifizierte Strukturen in Firmen
oder Rohstoffe zu investieren. Über allfällige Anlagen im Bereich
der Bankstiftungen der Säule 3a entscheidet allein der Vorsorgenehmer.
Er bestimmt, ob er diese zusätzlichen Anlagemöglichkeiten nutzen
will. Ob dies dazu führt, dass in der Schweiz zusätzliche Investitionen
im Bereich alternative Anlagen getätigt werden, ist wahrscheinlich
stärker von der Attraktivität des entsprechenden Anlagebereichs
abhängig, als von dieser Liberalisierung im Bereich der Säule
3a. Und es ist auch kaum zu erwarten, dass sich allein aufgrund dieser
Liberalisierung entsprechend spezialisierte Firmen in der Schweiz ansiedeln
oder diese Firmen in der Schweiz selbst mehr "Risiko Investments" tätigen.
2. Die Frage ist, was unter virtuellen Investmentbereichen zu verstehen
ist. Werden darunter generell alternative Anlagen verstanden, muss die
Frage verneint werden. Viele Banken in der Schweiz bieten Anlagemöglichkeiten
in alternative Anlagen an. Der Ruf eines Finanzplatzes dürfte in erster
Linie von Leistungsfähigkeit, Innovation, Vertrauen, Beständigkeit,
exzellenter Beratung und guten Produkten abhängig sein. Alternative
Anlagen sind sehr heterogen, sie umfassen die verschiedensten Anlagestrategien,
wie zum Beispiel Investitionen in Start-up's, in Rohstoffe oder in den
Performance Unterschied verschiedener Aktien. Die Fähigkeit, zum Beispiel
Anlageprodukte anbieten zu können, welche bei jeder Marktsituation
eine positive Rendite anstreben, dürfte für den Ruf des Finanzplatzes
nicht schädlich sein. Aber sollte sich aus der Analyse der Finanzkrise
ergeben, dass gewisse Praktiken der Finanzmärkte eingeschränkt,
kanalisiert oder verboten werden müssen, um die Systemstabilität
zu gewährleisten, ist dies entsprechend auch zu tun.
3. Die Säule 3a Stiftungen, welche unter der direkten Aufsicht
Berufliche Vorsorge des Bundesamtes für Sozialversicherungen stehen,
verwalten 26.9 Milliarden Schweizer Franken. Dies sind rund zwei Drittel
des gesamten Vermögens, welches in der Schweiz in Säule 3a Produkte
bei Bankstiftungen investiert ist. Rund 19 Milliarden Schweizer Franken
sind auf Sparkonten (gesamtschweizerisch 28.5 Milliarden). Der Rest von
7.87 Milliarden ist (auf Wunsch des Vorsorgenehmers) in Wertschriften investiert.
Welchen Anteil dieser Wertschriften die Vorsorgenehmenden in den Bereich
der alternativen Anlagen investieren wollen, ist kaum zu schätzen.
Doch dürften diese Anlagen den einstelligen Prozentbereich kaum überschreiten.
4. Es ist dem Vorsorgenehmenden überlassen, ob er die Möglichkeit
der Investition in alternative Anlagen nutzen will. Er kann Anlageformen
ohne
alternative Anlagen wählen, oder diese wieder verkaufen, sollte er
nicht zufrieden sein. Dabei ist zu beachten, dass in den Erläuterungen
ausdrücklich auf die Beratungs- und Aufklärungspflicht der Stiftung
hingewiesen wird. Ausserdem sind in erster Linie diversifizierte Produkte
vorgesehen, wie zum Beispiel Fund of Fund Strukturen, welche neben der
Diversifikation auch noch eine Überwachung durch den Dachfonds beinhalten.
5./6. Die Aufsicht über die Stiftungen in der Säule 3a wird
von der Aufsicht Berufliche Vorsorge wahrgenommen. Eine zusätzliche
Produkteaufsicht besteht bei den Anlagefonds und den Anlagestiftungen.
Eine weitergehende spezifische Aufsicht über "alternative Anlagen"
im Bereich der Säule 3a ist nicht vorgesehen. Allerdings muss bei
der Analyse der aktuellen Finanzmarktkrise evaluiert werden, ob nicht generell
bei alternativen Anlagen eine stärkere Regulierung zum Beispiel im
Bereich der Transparenz notwendig ist (nicht nur im Bereich der Säule
3a und den Vorsorgeeinrichtungen).
08.3674
- Interpellation, Groupe
des Verts, 3.10.08 (Porte-parole Bänziger
Marlies)
Libéralisation des placements du pilier 3a (OPP
2).
Quels en sont les risques?
En date du 19 septembre 2008, le Conseil fédéral a révisé
l'ordonnance qui règle la pratique des placements de la prévoyance
professionnelle du pilier 3a et y a introduit un nouvel art. 53, al. 1,
let. e, qui dispose que:
1
La fortune de l'institution de prévoyance peut être investie
dans les placements suivants:
e.
des placements alternatifs sans obligation d'effectuer des versements supplémentaires,
tels que les fonds spéculatifs (hedge funds), les matières
premières, les placements directs (private equity) et les titres
liés à une assurance (insurance linked securities). Il n'est
pas possible de se soustraire à l'interdiction des placements avec
obligation d'effectuer des versements supplémentaires en se fondant
sur l'art. 50, al. 4.
Cette disposition est commentée comme suit:
"Les
placements alternatifs sont désormais mentionnés explicitement
dans le catalogue des placements. La notion de placements alternatifs recouvre
une large palette d'instruments très différents. En principe,
tout placement qui, pour une raison ou pour une autre, n'entre pas expressément
dans une des catégories du catalogue doit être considéré
comme un placement alternatif. Il ne faut donc pas penser que l'énumération
est exhaustive.
Malgré
leur hétérogénéité, les placements alternatifs
ont souvent des caractéristiques communes. Ils se présentent
fréquemment sous forme de placements privés peu réglementés.
Du même coup, la transparence est souvent très réduite.
Les dérivés sous leurs différentes formes, en particulier
ceux qui ont un caractère d'options, ne sont pas utilisés
seulement pour couvrir des risques; ils entrent souvent directement dans
des stratégies de prise de risques. Les paris exotiques, tels que
les obligations catastrophes ou les options "lookback" permettent d'accéder
à des primes de risque alternatives. Les ventes à découvert
sont possibles. Le recours à des fonds de tiers peut provoquer un
effet de levier. Enfin, il arrive souvent que les placements alternatifs
soient relativement illiquides, parce qu'ils se négocient sur des
marchées secondaires auxquels peu d'acteurs ont accès ou
parce que les échéances sont très longues"
Suivent des explications relatives à l'importance que revêt une surveillance adéquate. Cette modification de l'OPP 2 soulève les questions suivantes:
1. Le Conseil fédéral est-il lui aussi d'avis que la libéralisation
de la réglementation des placements peut rendre la Suisse plus attractive
pour les investissements à haut risque?
2. Est-il lui aussi d'avis que la concentration de secteurs d'investissement
virtuels nuit à la réputation de la place financière
suisse?
3. A quel montant le Conseil fédéral évalue-t-il
le capital du pilier 3a qui pourra être investi selon les nouvelles
modalités de placement?
4. Est-il conscient du fait que les avoirs de vieillesse du pilier
3a sont ainsi soumis à une gestion à haut risque sur laquelle
les cotisants n'ont aucune influence?
5. Comment entend-il garantir la surveillance nécessaire du
marché nouvellement libéralisé des placements autorisés
dans le domaine du pilier 3a?
6. Est-il disposé à autoriser la création de postes
supplémentaires à la FINMA et à s'engager à
ce que ces postes soient rapidement pourvus par du personnel qualifié?
Réponse du Conseil fédéral du 26.11.2008
1. Les placements alternatifs ont déjà leur place
dans l'allocation de la fortune de la prévoyance professionnelle.
Selon la statistique des caisses de pension, ils constituaient 4,6 % des
actifs fin 2006. Le recours à ces placements s'est avéré
tout à fait pertinent. En effet, l'ajout de tels placements à
un fonds permet le plus souvent de diminuer l'exposition au risque du portefeuille.
C'est pourquoi les nouvelles directives de placement de la prévoyance
professionnelle autorisent en principe des formes diversifiées de
placements alternatifs (comme les fonds de fonds spéculatifs) jusqu'à
un plafond de 15 %. La règle s'applique par analogie également
pour les placements du pilier 3a. Il ne s'agit donc pas dans ce cas d'investissement
à risque ; il n'y a pas non plus d'incitation à ce genre
d'investissement. Les placements alternatifs permettent par exemple d'obtenir
un rendement positif même lorsque, dans les périodes de crise,
les marchés chutent, ou encore d'investir dans des entreprises ou
des matières premières au moyen de structures diversifiées.
C'est le preneur de prévoyance qui décide seul des éventuels
placements des fondations bancaires du pilier 3a. Il se prononce sur le
recours à ces placements complémentaires. Cette possibilité
signifie-t-elle que davantage d'investissements sont faits en Suisse dans
le domaine des placements alternatifs ? Si tel est le cas, cela s'explique
probablement plus par l'attractivité du domaine de placement concerné
que par la libéralisation touchant le pilier 3a. Et on ne peut guère
s'attendre à ce que, du fait de cette libéralisation, des
sociétés spécialisées dans le domaine s'établissent
en Suisse ou que celles qui y sont y fassent davantage d'" investissements
à haut risque ".
2. Toute la question est de savoir ce que sont des " secteurs d'investissement
virtuels ". S'il s'agit de placements alternatifs en général,
il faut répondre non à la question. De nombreuses banques
proposent en Suisse des investissements dans des placements alternatifs.
On peut raisonnablement penser qu'une place financière doit sa réputation
d'abord aux prestations fournies, à sa capacité d'innover,
à la confiance qu'elle inspire, à sa stabilité, à
la qualité du conseil et des produits proposés. Il existe
toute une palette de placements alternatifs très différents,
utilisés dans toutes sortes de stratégies de placement, par
exemple les investissements dans les jeunes entreprises, dans les matières
premières ou dans la différence de performance entre plusieurs
actions. Il est peu probable que la réputation de la place financière
soit mise à mal parce qu'elle peut offrir par exemple des produits
de placement dont le but est de dégager un rendement positif quelle
que soit la situation du marché. Mais si une analyse de la crise
financière devait monter que certaines pratiques sont à restreindre,
à canaliser ou à interdire pour garantir la stabilité
du système, une action dans ce sens devrait être entreprise.
3. Les fondations du pilier 3a soumises à la surveillance directe
de la prévoyance professionnelle exercée par l'Office fédéral
des assurances sociales gèrent 26,9 milliards de francs suisses.
Cela représente à peu près les deux tiers de la fortune
totale investie en Suisse dans les produits du pilier 3a des fondations
bancaires. Environ 19 milliards de francs suisses sont sur des comptes
d'épargne (28,5 milliards dans toute la Suisse). Le reste, soit
7,87 milliards, est investi en titres (sur demande du preneur de prévoyance).
Il est difficile d'évaluer la part de ces titres que les preneurs
de prévoyance souhaitent voir investie dans des placements alternatifs.
Mais celle-ci ne devrait probablement pas dépasser les 10 %.
4. Le preneur de prévoyance peut demander que ses fonds soient
investis dans des placements alternatifs ou le refuser. Il peut donc opter
pour des formes d'investissement qui ne recourent pas aux placements alternatifs,
ou s'en séparer s'il n'est pas satisfait. Il faut noter ici que
le commentaire dit expressément que la fondation est tenue de conseiller
le client et de l'informer. Par ailleurs, les produits prévus sont
avant tout des produits diversifiés, tels que des structures de
fonds de fonds, qui sont en plus surveillées par le fonds de fonds.
5./6. La surveillance des fondations du pilier 3a est assumée
par la surveillance de la prévoyance professionnelle. Il existe
aussi une surveillance complémentaire au niveau des fonds et des
fondations de placement. Une surveillance plus poussée, portant
spécialement sur les placements alternatifs du pilier 3a, n'est
pas prévue. Dans le cadre de l'analyse de la crise actuelle des
marchés financiers, il faudra quoi qu'il en soit évaluer
si un renforcement de la régulation, sur la transparence notamment,
s'impose en ce qui concerne les placements alternatifs (et pas seulement
dans le domaine du pilier 3a et des fondations de prévoyance).
08.3674
- Interpellanza, Gruppo
dei Verdi, 3.10.08 (Portavoce Bänziger
Marlies)
Rischi legati alla liberalizzazione della prassi d'investimento
per i fondi del pilastro 3a
Il 19 settembre 2008 il Consiglio federale ha rielaborato l'ordinanza
che disciplina la prassi d'investimento della previdenza professionale
nell'ambito del pilastro 3a e introdotto un nuovo articolo 53 capoverso
1 lettera e dal tenore seguente:
e.
"investimenti alternativi che non contemplano l'obbligo di effettuare versamenti
suppletivi, quali i fondi speculativi (hedge funds), le materie prime,
le private equity, le insurance linked securities. Nell'ambito dell'articolo
50 capoverso 4, non è possibile derogare al divieto di effettuare
investimenti che contemplano l'obbligo di effettuare versamenti suppletivi."
Nel commento concernente questa disposizione si rileva che d'ora innanzi
gli investimenti alternativi saranno menzionati esplicitamente nel catalogo
degli investimenti. Il concetto di "investimenti alternativi" copre una
gamma di strumenti molto vasta ed eterogenea. Per principio ogni investimento
che per un qualsiasi motivo non rientra esplicitamente in una delle categorie
del catalogo deve essere considerato come investimento alternativo. L'elenco
non è quindi esaustivo.
Nonostante la loro eterogeneità, gli investimenti alternativi
hanno sovente caratteristiche comuni. Vengono spesso proposti sotto forma
di prodotti che, quali investimenti privati, sono poco regolamentati. Ne
consegue una trasparenza sovente molto limitata. Gli strumenti derivati,
in particolare le opzioni, non sono utilizzati soltanto per coprire i rischi,
ma sovente anche per scommettere attivamente sull'evoluzione dei mercati
finanziari. I prodotti esotici quali le "obbligazioni catastrofe" e le
opzioni lookback permettono di accedere a premi di rischio alternativi.
Sono possibili vendite allo scoperto. Il ricorso al capitale di terzi può
portare a un effetto di leva. Infine gli investimenti alternativi sono
sovente relativamente illiquidi perché sono negoziati su mercati
secondari molto limitati o hanno scadenze molto lunghe.
Nel commento viene poi spiegata l'importanza di una vigilanza adeguata. Chiediamo quindi al Consiglio federale di rispondere alle domande seguenti:
1. È anch'esso del parere che la liberalizzazione della prassi
d'investimento renda la Svizzera più interessante per gli investimenti
a rischio?
2. Condivide l'opinione secondo cui la concentrazione di settori d'investimento
virtuali arrechi pregiudizio alla reputazione della piazza finanziaria
svizzera?
3. A quale importo valuta il capitale del pilastro 3a che d'ora innanzi
potrà essere investito secondo le nuove modalità?
4. È cosciente che in questo modo gli averi di vecchiaia del
pilastro 3a sono soggetti ad una gestione a rischio sulla quale i contribuenti
non hanno nessuna influenza?
5. Come intende garantire la vigilanza necessaria sul mercato liberalizzato
degli investimenti del pilastro 3a?
6. È disposto ad autorizzare la creazione di posti supplementari
alla FINMA e a provvedere affinché essi siano rapidamente occupati
da personale competente?
Risposta del Consiglio federale del 26.11.2008
1. Gli investimenti alternativi rivestono già una certa
importanza nell'allocazione del patrimonio della previdenza professionale.
Stando alla statistica delle casse pensioni, alla fine del 2006 costituivano
circa il 4,6 per cento degli attivi. Il ricorso a questi investimenti ha
dato buoni risultati in quanto il fatto di aggiungerli a un fondo permette
di massima di diminuire i rischi legati a questo portafoglio. Per questo
motivo le nuove direttive d'investimento della previdenza professionale
autorizzano per principio forme diversificate d'investimenti alternativi
(ad esempio fondi di hedge funds) fino al 15 per cento. Questo si applica
per analogia anche agli investimenti del pilastro 3a. Non si tratta quindi
di effettuare investimenti a rischio né d'incentivarli. Gli investimenti
alternativi permettono ad esempio di ottenere un rendimento positivo anche
quando, in periodo di crisi, i mercati crollano o d'investire nelle aziende
o nelle materie prime mediante strutture diversificate. A decidere di eventuali
investimenti nelle fondazioni bancarie del pilastro 3a è unicamente
l'intestatario della previdenza. Egli stabilisce se avvalersi o meno di
queste ulteriori possibilità d'investimento. Un aumento degli investimenti
effettuati in Svizzera nel settore degli investimenti alternativi sarebbe
dovuto probabilmente all'attrattiva del settore d'investimento in questione
piuttosto che alla liberalizzazione nell'ambito del pilastro 3a. Inoltre
non c'è da attendersi che soltanto a seguito della liberalizzazione
società specializzate nel settore decidano di insediarsi in Svizzera
o quelle già presenti effettuino maggiori investimenti a rischio.
2. Bisogna dapprima chiarire cosa si intenda per settori d'investimento
virtuali. Se si tratta di investimenti alternativi in generale, la risposta
alla domanda è no. In Svizzera numerose banche offrono la possibilità
d'investire in investimenti alternativi. La reputazione di una piazza finanziaria
dovrebbe dipendere in primo luogo dalla capacità di fornire prestazioni,
dall'innovazione, dalla fiducia, dalla stabilità e dalla qualità
della consulenza fornita e dei prodotti proposti. Gli investimenti alternativi
sono assai eterogenei: comprendono svariate strategie d'investimento, quali
gli investimenti nelle giovani aziende, nelle materie prime o nella differenza
di rendimento tra diverse azioni. È poco probabile che la capacità
di proporre ad esempio prodotti d'investimento volti ad ottenere un rendimento
positivo qualunque sia la situazione dei mercati nuoccia alla reputazione
della piazza finanziaria. Tuttavia, se dall'analisi della crisi finanziaria
dovesse risultare che, per garantire la stabilità del sistema, è
necessario limitare, canalizzare o vietare talune pratiche dei mercati
finanziari, bisognerebbe agire in tal senso.
3. Le fondazioni del pilastro 3a soggette alla vigilanza diretta dell'Ufficio
federale delle assicurazioni sociali gestiscono 26,9 miliardi di franchi,
il che rappresenta circa i due terzi del patrimonio totale investito in
Svizzera nei prodotti del pilastro 3a delle fondazioni bancarie. Circa
19 miliardi sono su conti di risparmio (28,5 miliardi in tutta la Svizzera).
Il resto (7,87 miliardi) è investito in titoli (su richiesta dell'intestatario
della previdenza). È difficile valutare la quota di questi titoli
che gli intestatari della previdenza desiderano investire nel settore degli
investimenti alternativi. Molto probabilmente questi investimenti sono
inferiori al 10 per cento.
4. Spetta all'intestatario della previdenza decidere se investire o
meno i suoi fondi in investimenti alternativi. Può scegliere forme
d'investimento per le quali non si ricorre ad investimenti alternativi
o, se non è più soddisfatto, rivendere questi ultimi. Va
notato che nel commento si rileva esplicitamente che la fondazione è
tenuta a consigliare e informare il cliente. Inoltre sono previsti in primo
luogo prodotti diversificati, quali ad esempio le strutture di fondi di
fondi, che oltre alla diversificazione sono soggetti al controllo del fondo
mantello.
5. / 6. La vigilanza sulle fondazioni del pilastro 3a è esercitata
dalla Vigilanza Previdenza professionale. Esiste anche una vigilanza sui
prodotti per i fondi d'investimento e le fondazioni d'investimento. Non
è prevista un'ulteriore vigilanza specifica sugli investimenti alternativi
nel pilastro 3a. Tuttavia, nell'analisi dell'attuale crisi dei mercati
finanziari bisognerà valutare se per gli investimenti alternativi
non sia necessario rafforzare la regolamentazione, ad esempio in materia
di trasparenza, e questo non solo nel settore del pilastro 3a e delle fondazioni
di previdenza.
Finanzkrise bekämpfen. Manager-Boni beschränken
Eingereichter Text
Offensichtlich sind die Managersaläre, insbesondere die
Boni, ein wesentlicher Teil der Probleme, die durch die aktuelle Finanzkrise
ausgelöst wurden. Da die Branche von sich aus keine tragfähige
Lösung findet, braucht sie politische Unterstützung. Wir bitten
den Bundesrat abzuklären, welche rechtlichen Massnahmen zu treffen
wären, damit die Maxima der Boni und aller anderen Zusatzleistungen
beschränkt werden können, und dem Parlament entsprechende Änderungen
des Rechts in folgenden Bereichen vorzuschlagen:
- Boni und andere Zusatzleistungen dürfen maximal die Höhe
des Jahresfixums erreichen;
- Abgangsentschädigungen dürfen im Total aller Leistungen
maximal die Höhe des Jahresfixums betragen.
Begründung
Die Finanzkrise macht deutlich: Selbst riesige Verluste in der
Höhe von Milliarden von Franken haben die UBS nicht daran gehindert,
im Jahr 2007 Boni von über 12 Milliarden Franken auszuzahlen. Diese
Mittel fehlten dann bei der Bewältigung der Krisenfolgen. Von anderen
Finanzinstituten wurden ähnliche Verhaltensweisen bekannt. Auch versorgten
Firmen in den letzten Jahren Kader mit "goldenen Fallschirmen", selbst
bei diskutablen Leistungen. Die Vorschriften bezüglich Transparenz
bedürfen schon deshalb der Ergänzung.
Tatsache ist, dass (zu) hohe in Aussicht gestellte Boni zu Fehlanreizen
beitragen, indem das Umsatzbolzen belohnt wird, ohne die Qualität
des Mehrumsatzes zu bewerten. Das fördert das Eingehen unnötiger
und übertriebener Risiken. Umso unverständlicher ist es, wenn
der Bundesrat diese schädliche Praxis mit steuerlichen Sonderregelungen
bei den sogenannten Mitarbeiterbeteiligungen noch beflügeln will.
Es ist im Gegenteil nötig, die Risiken in einem vernünftigen
Mass zu halten.
Die Handels- und Gewerbefreiheit muss dort an ihre Grenzen stossen,
wo sich ihre Auswüchse krass negativ auf die Volkswirtschaft auswirken.
Das ist bei den Lohnexzessen bei Managern und vor allem bei den bezahlten
Boni, in den Augen der Grünen Partei, der Fall. Die heute verbreitet
falsch angelegten Bonusregelungen bewirken Fehlanreize, die mitunter die
herrschende Finanzkrise mitverursachen. Dies ist einer der Hauptgründe
für die verbreitet aufziehende Rezession, die auch die Schweiz nicht
verschont. Es darf nicht sein, dass die Interessen von Managern über
jene der gesamten Volkswirtschaft gestellt werden. Die Beschränkung
der Manager-Boni liegt im Gesamtinteresse des Landes.
Im Bundespersonalrecht ist eine maximale Abgangsentschädigung
in der Höhe eines Jahresgehalts vorgesehen. An dieser Grenze orientiert
sich die mit dieser Motion angepeilte Lösung.
Antwort des Bundesrates vom 26.11.2008
Das Entschädigungssystem in der Finanzbranche ist als eine
der Ursachen der derzeitigen Finanzkrise identifiziert worden. Das Financial
Stability Forum ist gegenwärtig daran, international anwendbare Leitsätze
für Entschädigungssysteme von Finanzinstituten zu entwickeln.
Ziel dieser Leitsätze ist, dazu beizutragen, dass Entschädigungssysteme
im Einklang mit der langfristigen Profitabilität des Unternehmens
stehen. Die Leitsätze werden vom FSF an seiner nächsten Sitzung
im März 2009 diskutiert. Auch die Finanzindustrie ist sich der Problematik
bewusst: So hat das Institute of International Finance (IIF) - ein Zusammenschluss
weltweit tätiger Finanzinstitute - im Juli 2008 Grundsätze für
Entlöhnungssysteme erlassen. Weiter hat auch die Counterparty Risk
Management Policy Group III (CRMPG III), in welcher die wichtigsten US-amerikanischen
Finanzinstitute vertreten sind, im August dieses Jahres statuiert, dass
sich die Entlöhnungssysteme auf die langfristige Entwicklung der Aktienperformance
beziehen müssen.
Der Bundesrat hat am 22. Oktober 2008 erste Vorschläge für
eine Verstärkung der Aktionärsrechte in der bereits verabschiedeten
Aktienrechtsvorlage diskutiert: Der Verwaltungsrat soll neu ein Reglement
über die Vergütungen erstellen. Die Rechte der Aktionäre
sollen gestärkt werden, indem die Generalversammlung Mitwirkungsrechte
in Vergütungsfragen erhalten wird.
Weiter erwägt der Bundesrat, dem Parlament Erleichterungen für
die Klage auf Rückerstattung ungerechtfertigter Leistungen zu unterbreiten:
Der ursprünglich vom Bundesrat verabschiedete Entwurf sah eine Rückerstattungspflicht
von Leistungen vor, soweit diese in einem offensichtlichen Missverhältnis
zur erbrachten Gegenleistung und der Ertragslage der Gesellschaft stehen.
Neu soll die Ertragslage unerheblich sein; auch reicht ein nicht notwendigerweise
offensichtliches Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung aus.
Der Verweis des Entwurfs auf Artikel 64 des Obligationenrechts, der den
gutgläubigen und nicht mehr bereicherten Empfänger einer ungerechtfertigten
Leistung schützt, wird fallen gelassen. Der Kreis der zur Klage befugten
Personen wird zudem erweitert. Neu sollen auch Gläubigerinnen und
Gläubiger aktivlegitimiert sein.
Der Bundesrat wird demnächst, basierend auf diesen Lösungsansätzen,
die konkrete Ausgestaltung der Ergänzung der Aktienrechtsreform, welche
sich auf börsenkotierte Aktiengesellschaften beschränken wird,
zu Handen des Parlaments festlegen.
Wie zudem in der Botschaft zu einem Massnahmenpaket zur Stärkung
des schweizerischen Finanzsystems vom 5. November 2008 ausgeführt,
plant die EBK in einem Rundschreiben generelle Richtlinien zu den Entschädigungssystemen
in der Finanzbranche auszuarbeiten. Angemessene Entschädigungssysteme
sind Teil und Voraussetzung einer guten Organisation einer Bank. Die EBK
(bzw. ab 1. Januar 2009 die FINMA) wird in einem Rundschreiben darlegen,
wie sie die Anforderungen an die Organisation der Banken anwendet (Art.
3 Abs. 2 Bst. a BankG). Die Einhaltung der Bestimmungen des geplanten Rundschreibens
soll Teil des Aufsichtsprozesses bilden.
All diese Bestrebungen tragen den Grundanliegen der Motion Rechnung.
Erklärung des Bundesrates vom 26.11.2008
Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.
08.3680
- Motion, Groupe
des Verts, 3.10.08 (Porte-parole Schelbert
Louis)
Combattre la crise financière en limitant les bonus des managers
Texte déposé
Les salaires des managers, en particulier les bonus qu'ils reçoivent,
constituent manifestement un volet essentiel des problèmes que la
crise financière actuelle a provoqués. Comme le secteur financier
n'est pas en mesure de trouver lui-même une solution viable pour
sortir de la crise, il lui faut un soutien politique. Dans ces conditions,
nous chargeons le Conseil fédéral de déterminer quelles
mesures de nature juridique il faudrait prendre pour pouvoir limiter les
bonus et toutes les autres prestations complémentaires, puis de
présenter au Parlement les modifications législatives nécessaires
à la mise en oeuvre des impératifs suivants:- Les bonus et
les autres prestations complémentaires ne doivent pas dépasser
le montant de la rétribution annuelle fixe.
- Les indemnités de départ - toutes prestations comprises
- ne doivent pas dépasser le montant de la rétribution annuelle
fixe.
Développement
La crise financière montre que même des pertes
colossales, atteignant des milliards de francs, n'ont pas empêché
l'UBS de verser plus de 12 milliards de francs de bonus en 2007. Or, cet
argent a fait défaut quand il s'est agi de surmonter les conséquences
de la crise. Il est de notoriété publique que d'autres établissements
financiers ont agi de la même manière. Des entreprises ont
aussi distribué des "parachutes dorés" à leurs cadres
au cours de ces dernières années, même dans les cas
où leurs prestations laissaient à désirer. Les prescriptions
sur la transparence doivent être complétées ne serait-ce
que pour combler cette lacune.
Le fait est que la perspective du versement de bonus (trop) élevés
contribue à envoyer de mauvais signaux en récompensant la
maximisation du chiffre d'affaires au détriment de la qualité.
Cette situation pousse les gens à prendre des risques aussi inutiles
qu'exagérés. Il est d'autant plus incompréhensible
que le Conseil fédéral veuille favoriser encore cette pratique
nuisible en édictant des dispositions fiscales spéciales
sur la prise de participations des collaborateurs. Il faut au contraire
maintenir les risques dans des limites raisonnables.
La liberté du commerce et de l'industrie doit s'arrêter
là où ses excès ont des répercussions graves
sur l'économie nationale. Pour le Groupe des Verts, c'est le cas
à propos des salaires excessifs versés aux managers et surtout
des bonus. A l'heure actuelle, les règles régissant les bonus,
dont la plupart ne sont pas judicieuses, envoient de mauvais signaux qui
concourent dans certains cas à alimenter la crise financière
actuelle. C'est l'une des raisons principales expliquant la récession
à grande échelle qui s'annonce, laquelle n'épargnera
pas la Suisse. Il ne saurait être question que les intérêts
des managers priment ceux de l'ensemble de l'économie. Il est dans
l'intérêt général du pays de limiter les bonus
des managers.
La législation sur le personnel de la Confédération
prévoit une indemnité de départ qui ne peut pas dépasser
l'équivalent d'un salaire annuel. La solution visée avec
la présente motion s'inspire de cette limite.
Réponse du Conseil fédéral du 26.11.2008
Le système de financement en vigueur dans la branche financière
est perçu comme une des raisons de la crise financière actuelle.
Le Forum de la stabilité financière (FSF) élabore
actuellement des lignes directrices applicables à l'échelle
internationale, relatives aux systèmes de rémunération
utilisés par les établissements financiers. Ces lignes directrices
visent à rendre les systèmes de rémunération
compatibles avec la profitabilité à long terme des entreprises.
Le FSF en discutera lors de sa prochaine séance, qui aura lieu en
mars 2009. L'industrie financière est également consciente
de cette problématique. Ainsi, l'Institut international de la finance
(IIF), qui regroupe des établissements financiers actifs au niveau
mondial, a défini, en juillet 2008, des principes relatifs aux systèmes
de rémunération. Par ailleurs, le Counterparty Risk Management
Policy Group III (CRMPG III), au sein duquel les principaux établissements
financiers américains sont représentés, a décidé
en août 2008 que les systèmes de rémunération
devaient tenir compte de l'évolution à long terme de la performance
des actions.
Le 22 octobre 2008, le Conseil fédéral a discuté
de premières propositions visant à renforcer les droits des
actionnaires dans le projet déjà adopté, relatif au
droit des actions. Le conseil d'administration devra dorénavant
édicter un règlement régissant les indemnités.
Les droits des actionnaires seront renforcés, étant donné
que l'assemblée générale disposera dorénavant
du droit de participer à la solution des questions touchant la rémunération.
Le Conseil fédéral envisage par ailleurs de soumettre
au Parlement des propositions visant à faciliter les actions en
restitution de prestations indûment perçues. Le projet adopté
à l'origine par le Conseil fédéral prévoyait
une obligation de restituer les prestations manifestement disproportionnées
par rapport à la contre-prestation fournie et aux résultats
de la société. Dorénavant, les résultats de
la société ne seront plus déterminants, il suffira
qu'il y ait disproportion - même non manifeste - entre la prestation
et la contre-prestation. Le renvoi à l'art. 64 du code des obligations,
qui protège le bénéficiaire d'une prestation indûment
perçue, qui est de bonne foi et qui n'est plus enrichi lors de la
demande de restitution, est supprimé. Le cercle des personnes habilitées
à ouvrir une action en restitution est par ailleurs élargi.
Dorénavant, les créanciers disposeront aussi de la qualité
pour agir.
Se fondant sur les ébauches de solutions ci-avant, le Conseil
fédéral définira prochainement, à l'intention
du Parlement, la forme concrète du complément à la
réforme du droit des actions, qui se limitera aux sociétés
anonymes cotées en Bourse.
En ce qui concerne les systèmes de rémunération
en vigueur dans la branche financière mentionnés dans la
motion, le message du 5 novembre 2008 concernant un train de mesures destinées
à renforcer le système financier suisse précise que
la CFB prépare une circulaire comportant des directives générales
sur les systèmes de rémunération. Des systèmes
de rémunération appropriés sont un élément
et une condition de la bonne organisation d'une banque. La CFB (à
partir du 1janvier 2009 la FINMA) précisera dans une circulaire
comment elle applique les exigences relatives à l'organisation des
banques (art. 3, al. 2, let. a, LB). Le respect des dispositions de la
circulaire prévue fera partie du processus de surveillance. Pour
le surplus, la question de la compétence de la CFB pour édicter
des règles au sujet du contrôle des systèmes de rémunération
des banques est également examinée.
Ces mesures tiennent compte des principales demandes exposées
dans la motion.
Déclaration du Conseil fédéral du 26.11.2008
Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion.
08.3680 - Mozione, Gruppo dei Verdi, 3.10.08 (Portavoce Schelbert Louis)
Combattere la crisi finanziaria: limitare i bonus dei manager
Testo depositato
È evidente che i salari dei manager, e i bonus in particolare,
rappresentano una parte notevole dei problemi originati dall'attuale crisi
finanziaria. Poiché da solo non è in grado di elaborare soluzioni
sostenibili, il settore finanziario ha bisogno dell'aiuto della politica.
Invitiamo pertanto il Consiglio federale a chiarire quali provvedimenti
giuridici debbano essere adottati affinché possano essere posti
limiti ai bonus e a tutte le prestazioni supplementari, e di presentare
al Parlamento modifiche legislative nei seguenti settori:
- bonus e altre prestazioni supplementari possono ammontare al massimo
al salario fisso annuale;
- nel totale di tutte le prestazioni, le indennità di partenza
possono ammontare al massimo al salario fisso annuale.
Motivazione
La crisi finanziaria mostra che nemmeno le perdite miliardarie
hanno impedito all'UBS nel 2007 di distribuire bonus per oltre 12 miliardi
di franchi. Mezzi che sono poi venuti a mancare per fronteggiare le conseguenze
della crisi. Comportamenti simili sono noti anche per altri istituti finanziari.
Negli ultimi anni, le aziende hanno concesso ai loro quadri "paracaduti
d'oro", anche in caso di prestazioni discutibili. Già per questo,
le prescrizioni riguardanti la trasparenza devono essere rivedute.
Il fatto è che la promessa di alti bonus ha provocato falsi
incentivi, nel senso che vengono premiati gli sbalzi di fatturato, senza
che sia giudicata la qualità del maggiore volume d'affari. Ne è
conseguita l'assunzione di rischi inutili ed esagerati. Per questo è
ancor più incomprensibile che, mediante regole fiscali ad hoc per
le cosiddette partecipazioni dei collaboratori, il Consiglio federale voglia
promuovere queste procedure dannose. È invece necessario mantenere
i rischi entro un limite ragionevole.
La libertà di commercio e d'industria raggiunge i suoi limiti
quando le sue aberrazioni si ripercuotono in modo del tutto negativo sull'intera
economia. È il caso, agli occhi dei Verdi, dei salari eccessivi
dei manager e, soprattutto, dei bonus pagati. La diffusa, per quanto sbagliata,
regola dei bonus causa falsi incentivi, all'origine tra l'altro dell'attuale
crisi finanziaria. Questo è uno dei motivi principali dell'attuale
recessione, che non risparmia la Svizzera. Non si può accettare
che gli interessi dei manager vengano prima di quelli dell'intera economia.
La limitazione dei bonus versati ai manager è nell'interesse generale
del Paese.
Nella legge sul personale federale è prevista un'indennità
massima di partenza pari a un salario annuale. Questo è il limite
cui si orienta la soluzione preconizzata con la presente mozione.
Risposta del Consiglio federale del 26.11.2008
La struttura dei sistemi di retribuzione del settore finanziario
è stata identificata come una delle cause dell'attuale crisi finanziaria.
Il Financial Stability Forum (FSF) sta attualmente sviluppando direttive
applicabili a livello internazionale per sistemi di retribuzione di istituti
finanziari. Lo scopo di queste direttive è di contribuire affinché
tali sistemi siano compatibili con la redditività imprenditoriale
nel lungo termine. Le direttive saranno discusse in occasione della prossima
seduta del FSF, che si terrà nel mese di marzo del 2009. Anche l'industria
finanziaria è consapevole della problematica. Infatti, lo scorso
mese di luglio l'Institute of International Finance (IIF), costituito da
istituiti finanziari attivi a livello internazionale, ha emanato principi
per i sistemi di retribuzione. Inoltre, nel mese di agosto del 2008 il
Counterparty Risk Management Policy Group III (CRMPG III), in cui sono
rappresentati i principali istituiti finanziari statunitensi, ha statuito
che detti sistemi devono basarsi sull'evoluzione del rendimento azionario
nel lungo termine.
Nel quadro del progetto già approvato sulla revisione del diritto
della società anonima, il 22 ottobre 2008 il Consiglio federale
ha discusso le prime proposte intese a rafforzare i diritti degli azionisti.
A tal riguardo, il consiglio di amministrazione dovrà preparare
un regolamento sulle rimunerazioni. Occorre rafforzare i diritti degli
azionisti conferendo all'assemblea generale diritti di partecipazione in
questioni di retribuzione.
Il Consiglio federale sta inoltre considerando di sottoporre al Parlamento
proposte finalizzate a facilitare le azioni di restituzione di prestazioni
indebite. Il progetto approvato inizialmente dal Consiglio federale prevedeva
un obbligo di restituzione di prestazioni nella misura in cui queste fossero
chiaramente sproporzionate rispetto alla controprestazione fornita. Secondo
il nuovo progetto la situazione di reddito è irrilevante; basta
una sproporzione non necessariamente evidente tra prestazione e controprestazione.
Il rinvio del progetto all'articolo 64 del Codice delle obbligazioni, che
tutela il beneficiario in buona fede e non più arricchito di una
prestazione indebita, viene a cadere. Inoltre, la cerchia delle persone
autorizzate a presentare un'azione viene estesa. D'ora in poi anche i creditori
avranno una legittimazione attiva.
Sulla base di queste bozze di soluzioni, il Consiglio federale fisserà
prossimamente all'attenzione del Parlamento la concreta impostazione dei
complementi della riforma del diritto della società anonima, che
si limiteranno alle società anonime quotate in borsa.
Inoltre, come statuito nel messaggio del 5 novembre 2008 concernente
un pacchetto di misure per rafforzare il sistema finanziario svizzero,
la CFB intende, attraverso una circolare, elaborare direttive generali
per i sistemi di retribuzione nel settore finanziario. Una buona organizzazione
di una banca presuppone sistemi di retribuzione adeguati. Con una circolare
la CFB (dal 1° gennaio 2009 la FINMA) spiegherà come applicherà
le esigenze all'organizzazione delle banche (art. 3 cpv. 2 lett. a LBCR).
L'osservanza delle disposizioni contenute in detta circolare dovrebbe essere
parte del processo di vigilanza. Verrà altresì esaminata
la questione della competenza per l'emanazione di regole sul controllo
dei sistemi di retribuzione delle banche.
Tutti questi sforzi tengono conto della richiesta principale della
mozione.
Dichiarazione del Consiglio federale del 26.11.2008
Il Consiglio federale propone di respingere la mozione.
Motion
08.3718 (3.Oktober 2008) eingereicht
von: NR
Oskar Freysinger
Bretton Woods-Nachfolgekonferenz und Währungs-Selbstschutz
Der Bundesrat wird beauftragt, die Einberufung einer Bretton Woods-Nachfolgekonferenz zu prüfen, und in Absprache mit interessierten ausländischen Regierungen vorzubereiten. Im Interesse der Schweizer Wirtschaft ist die Nationalbank anzuhalten, die von ihr gepflegte Praxis der faktischen Anbindung des Schweizer Frankens an den amerikanischen Dollar unverzüglich aufzuheben. Und es sind alle Abklärungen und Vorbereitungsmassnahmen zu treffen, welche für eine allfällige Rückkehr zu einer beständigen schweizerischen Realwert-Währung geeignet sein mögen, inklusive sofortige Unterbindung aller Goldverkäufe der Nationalbank zur Stützung der amerikanischen Währung.
Mitunterzeichner: Bigger, Estermann, Fehr Hans, Füglistaller, Glauser, Grin, Hutter Jasmin, Perrin, Schibli, Schwander
Antwort des Bundesrates vom 12.11.2008
Der Bundesrat verfolgt mit Interesse die Ankündigungen
zur Einberufung internationaler Konferenzen zum Finanz- und Währungssystem.
Überlegtes, koordiniertes und bedarfsgerechtes Handeln ist wichtig,
um die Probleme auf den Finanzmärkten zu überwinden. Um dies
sicherzustellen, gibt es grundsätzlich genügend gut funktionierende
internationale Gremien, in welchen die Schweiz Einsitz hat und welche den
kurz-, mittel- und langfristigen Handlungsbedarf analysieren und koordinieren.
Das Financial Stability Forum (FSF) hat bereits im April 2008 Empfehlungen
ausgearbeitet, deren Umsetzung sicherstellen soll, dass Finanzinstitutionen
mit weniger Verschuldung arbeiten, dass systemgefährdende Anreizstrukturen
korrigiert werden, die Aufsicht gestärkt und die Transparenz verbessert
wird. Bis Ende 2008 sollten erste Massnahmen umgesetzt werden. Ein weiteres
Forum zur Koordination der Massnahmen zur Bekämpfung der Finanzmarktkrise
ist der Internationale Währungsfonds, welcher eng mit dem FSF zusammenarbeitet.
Anlässlich der kürzlich durchgeführten Jahrestagungen der
Bretton Woods-Institutionen fanden ausführliche Beratungen zur Lage
und zum weiteren Vorgehen statt. Der Bundesrat anerkennt die Wichtigkeit
der Koordination der Massnahmen zur nachhaltigen Stabilisierung des Finanzsystems.
Gleichzeitig weist er aber auch darauf hin, dass die Finanzmarktregulierung
und -aufsicht ihrem Wesen nach eine nationale Angelegenheit ist.
Eine vom Motionär erwähnte Anbindung des
Frankens an den amerikanischen Dollar existiert nicht. Die Entwicklung
des CHF/USD-Wechselkurses macht dies deutlich.
Zudem dienten die Goldverkäufe der Nationalbank
nicht der Stützung der amerikanischen Währung. Beim Verkauf der
250 Tonnen Gold, welchen die SNB im Juni 2007 ankündigte, und welcher
am 26. September 2008 abgeschlossen war, handelte es sich um eine auf die
geldpolitischen Bedürfnisse abgestimmte Umschichtung innerhalb der
Nationalbankaktiven. Mit den entsprechenden Erlösen wurden die Devisenreserven
aufgestockt. Die Umschichtung von Gold in Devisen wurde nötig, da
der
Anteil des Goldes an den Währungsreserven durch den markanten Goldpreisanstieg
der letzten Jahre zu Lasten der Devisenreserven stark anstieg.
Am 29. September 2008 kommunizierte die Nationalbank den Abschluss
der Nationalbank-Goldverkäufe. Dabei betonte sie, dass kein weiterer
Abbau des Goldbestandes geplant sei. Die Nationalbank verfügt nach
dem Verkauf der 250 Tonnen über 1040 Tonnen Gold.
Motion
08.3718 (3 octobre 2008) déposée
par: CN
Oskar Freysinger
Conférence Bretton Woods II et auto-protection monétaire
Le Conseil fédéral est chargé de réfléchir à l'opportunité de convoquer une conférence Bretton Woods II et de la préparer d'entente avec les gouvernements intéressés. Dans l'intérêt de l'économie suisse, il exigera de la Banque nationale qu'elle renonce immédiatement à sa pratique tendant à lier de facto le franc suisse au dollar américain. Il procédera par ailleurs aux études nécessaires et prendra les mesures préparatoires propres à permettre un éventuel retour à une monnaie suisse solide s'appuyant sur des valeurs réelles, y compris une interdiction immédiate des ventes d'or destinées à soutenir la monnaie américaine.
Cosignataires: Bigger, Estermann, Fehr Hans, Füglistaller, Glauser, Grin, Hutter Jasmin, Perrin, Schibli, Schwander
Réponse du Conseil fédéral du 12.11.2008
Le Conseil fédéral a pris connaissance
avec intérêt des appels lancés pour demander la convocation
de conférences internationales consacrées au système
financier et monétaire. Il est primordial d'agir de façon
réfléchie, coordonnée et adaptée aux besoins
pour surmonter les problèmes que connaissent les marchés
financiers. La responsabilité de mettre sur pied une telle action
est assumée en principe par de nombreuses organisations internationales,
dans lesquelles la Suisse est représentée et qui ont pour
rôle d'analyser et de coordonner les mesures à prendre à
court, moyen et long terme. Dès avril 2008, le Forum sur la stabilité
financière (FSF) a élaboré des recommandations dont
l'application permet de diminuer l'endettement des institutions financières,
de corriger les mécanismes d'incitation qui fragilisent le système,
de renforcer la surveillance et d'accroître la transparence. Les
premières mesures à ce titre devraient être mises en
oeuvre d'ici la fin de 2008. Le Fonds monétaire international, qui
collabore étroitement avec le FSF, est un autre forum chargé
de coordonner les mesures visant à juguler les crises financières.
Au cours des assemblées annuelles des institutions de Bretton-Woods
qui se sont tenues dernièrement, des discussions approfondies ont
eu lieu sur la situation actuelle et les mesures à prendre. Le Conseil
fédéral reconnaît l'importance d'assurer la coordination
des mesures visant à stabiliser durablement le système financier.
Il rappelle toutefois que la réglementation et la surveillance des
marchés financiers sont des tâches relevant en premier lieu
de la compétence nationale.
Contrairement à ce qu'affirme l'auteur de
la motion, le franc n'est pas rattaché au dollar américain.
Preuve en sont les variations du taux de change CHF/USD.
Par ailleurs, les ventes d'or de la Banque nationale
n'étaient pas destinées à soutenir la monnaie américaine.
La vente des 250 tonnes d'or annoncée par la BNS en juin 2007 et
achevée le 26 septembre 2008 visait une restructuration des actifs
de la Banque nationale dictée par les besoins de la politique monétaire.
Le produit de cette vente a servi à augmenter les réserves
en devises. Le remplacement d'une partie de l'or par des devises était
nécessaire, car la quote-part de l'or dans les réserves monétaires
avait fortement augmenté aux dépens de la quote-part de devises
en raison de la hausse du prix de l'or ces dernières années.
Le 29 septembre 2008, la Banque nationale suisse a annoncé la
fin de ses ventes d'or. Elle a souligné qu'aucune nouvelle réduction
de ses réserves d'or n'était prévue. A l'issue de
cette dernière vente de 250 tonnes d'or, la Banque nationale détient
encore 1 040 tonnes d'or.
08.3718
- Mozione (3 ott 2008) depositato
da CN
Freysinger Oskar
Conferenza
di verifica degli Accordi di Bretton Woods
e misure di autotutela della valuta
Il Consiglio federale è incaricato di esaminare l'opportunità di convocare una conferenza di verifica degli Accordi di Bretton Woods e di prepararsi d'intesa con i Governi esteri in causa. Nell'interesse dell'economia svizzera occorre esortare la Banca nazionale a cessare immediatamente la prassi attuale di vincolare il corso del franco svizzero a quello del dollaro statunitense. Bisogna inoltre avviare tutti gli accertamenti del caso e adottare le misure di preparazione opportune per un eventuale ritorno del franco svizzero a una situazione di solidità corrispondente al suo valore reale, compresa l'immediata cessazione delle vendite dell'oro della Banca nazionale a sostegno della valuta americana.
Cofirmatari Bigger, Estermann, Fehr Hans, Füglistaller, Glauser, Grin, Hutter Jasmin, Perrin, Schibli, Schwander
Risposta del Consiglio federale del 12.11.2008
Il Consiglio federale segue con interesse
gli annunci di convocazione di conferenze internazionali sul sistema finanziario
e valutario. Per superare i problemi dei mercati finanziari è importante
agire in modo ponderato, coordinato e in funzione delle esigenze. Per garantire
che questo avvenga, esistono sufficienti organi internazionali funzionanti,
di cui la Svizzera fa parte e che analizzano e coordinano la necessità
di agire a corto, medio e lungo termine. Già nel mese di aprile
del 2008 il Financial Stability Forum (FSF) ha elaborato raccomandazioni
la cui attuazione dovrebbe garantire un minore indebitamento delle istituzioni
finanziarie, una correzione delle strutture di incentivazione dannose al
sistema, un rafforzamento della vigilanza e un miglioramento della trasparenza.
Entro la fine del 2008 dovrebbero venire adottate le prime misure. Un ulteriore
forum per la coordinazione delle misure per combattere la crisi dei mercati
finanziari è il Fondo monetario internazionale, che opera in stretta
collaborazione con il FSF. In occasione delle recenti assemblee annuali
delle istituzioni di Bretton Woods, hanno avuto luogo ampie consultazioni
sulla situazione e sull'ulteriore modo di procedere. Il Consiglio federale
riconosce l'importanza della coordinazione delle misure necessarie per
la stabilizzazione durevole del sistema finanziario. Allo stesso tempo
evidenzia tuttavia che la regolazione e la vigilanza del mercato finanziario
sono per loro natura una questione nazionale.
Il vincolo del franco al dollaro statunitense menzionato
dall'autore della mozione non esiste, come dimostrato chiaramente dall'evoluzione
del cambio CHF/USD.
Inoltre le vendite di oro effettuate dalla Banca
nazionale non miravano a sostenere la valuta americana. La vendita di 250
tonnellate di oro che la BNS aveva annunciato nel mese di giugno del 2007
e che si è conclusa il 26 settembre 2008 riguardava una ristrutturazione
in funzione delle esigenze di politica monetaria all'interno degli attivi
della Banca nazionale. Con i relativi ricavi sono state aumentate le riserve
valutarie. La conversione dell'oro in divise è stata necessaria
poiché, a causa del forte rialzo del prezzo dell'oro degli ultimi
anni, la quota dell'oro sulle riserve monetarie era aumentata considerevolmente
a scapito delle riserve valutarie.
Il 29 settembre 2008 la Banca d'emissione ha comunicato la conclusione
delle vendite dell'oro della Banca nazionale sottolineando che non era
prevista un'ulteriore riduzione della riserva aurea. Dopo la vendita delle
250 tonnellate di oro, la Banca nazionale dispone ancora di oltre 1040
tonnellate di oro.
NATIONALRAT
CONSEIL
NATIONAL
CONSIGLIO
NAZIONALE
Motion
08.3718 (3 October 2008) introduced
by: Oskar
Freysinger, NC
Bretton Woods Successor Conference, and Currency Self-Protection
The Swiss Government is requested to examine the organization of a successor conference to Bretton Woods and to prepare such a conference in coordination with interested foreign governments. With a view to protect the interests of the Swiss economy, the Swiss National Bank is to be directed to end forthwith its practice of factually pegging the Swiss franc to the US dollar. And all studies and preparatory works are to be carried out which may facilitate an eventual return to a solid Swiss real-value currency, inluding an immediate stop of all gold sales by the Swiss National Bank for strengthening the US currency.
co-signatories:
Bigger, Estermann, Fehr Hans, Füglistaller, Glauser, Grin, Hutter
Jasmin, Perrin, Schibli, Schwander
[url: www.parlament.ch/D/Suche/Seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20083718
¦ www.solami.com/083718.htm
see also: www.solami.com/gold.htm#chronolgy
| .../capitalism.html]
Anfrage 08.1143 (19.12.2008) eingereicht von: NR Oskar Freysinger
Undurchsichtige Swap-Bedingungen zur UBS-Entlastung
Eingereichter Text
Gemäss Nationalbank-Angaben vom 16. November 2008 gewährt
die SNB der UBS einen Kredit von 54 Milliarden USD mit einer Laufzeit von
8-12 Jahren (www.snb.ch/de/mmr/reference/pre_20081016_1/source/pre_20081016_1.de.pdf).
"Sie wird sich die notwendigen Devisen anfänglich bei der US-Federal
Reserve über einen Dollar-Franken-Swap beschaffen. Danach wird die
Nationalbank die entsprechenden US-Dollar-Beträge am Markt refinanzieren.
Die Verwendung von Währungsreserven ist nicht vorgesehen."
1. Trifft es zu, dass die auch jeder parlamentarischen Kontrolle entzogenen
Bedingungen dieses amerikanisch-schweizerischen Swap-Geschäfts unter
jedem Titel unbedenklich sind, insbesondere dass zur Absicherung dieser
amerikanischen Hilfestellung die verbliebenen Schweizer Goldreserven von
1040 Tonnen in keiner Art und Weise belastet worden sind oder werden könnten,
auch nicht bezüglich der freien Verfügbarkeit der allenfalls
noch in amerikanischen Depots liegenden Schweizer Goldreserven?
2. Kann der Bundesrat ausschliessen, dass die SNB weniger im nationalen,
als im vorwiegend fremden Interesse von ihren vermeintlichen oder tatsächlichen
Vorrechten und ausschliesslichen Kompetenzen zur Stützung fremder
Währungen und zur Abbremsung der Goldpreisentwicklung Gebrauch gemacht
hat oder machen wird, wobei letzteres amerikanischerseits angeblich von
der SNB als diskrete Gegenleistung für das obige Swap-Geschäft
erwartet werde und auch bereits zugesagt worden sei?
3. Bestätigt er die Gültigkeit von Artikel 267 StGB für
die SNB-Verantwortlichen?
Zuständig Finanzdepartement (EFD