Gold blues

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Parlamentarische Goldvorstösse  (48)

8.Mär 09  Nationalbank schmilzt 21 mio Tell- & Rütlischwur-Goldmünzen ein, Sonntagszeitung, Victor Weber
19.Dez 08   Undurchsichtige Swap-Bedingungen zur UBS-Entlastung, Anfrage 08.1143
17.Mär 05  Primat der Politik beim Verwalten der Goldreserven, Interpellation 05.3166

Interpellation (ou Question Simple) proposée:Quel rapport entre notre réserve d'or et le 'sauvetage' de l'l'UBS?



Session d'hiver 2009    Question Simple (évt. Interpellation) [racourcir évt.¨]

Quel rapport entre notre réserve d'or et le 'sauvetage' de l'UBS?

1.    Est-il exacte,

a)    que la Banque nationale BNS a fondu 21 mio pieces d'or (valeur nominatif 25, sujet: Guillaume Tell, resp. 50 CHF, sujet: "Rütlischwur"), au chagrin des amis de la numinsmaqtique et en anéantissant ainsi env. 400 mio CHF en agio, et que cette refonte a eu lieu en 2008, précédant le nadir de la crise de l'UBS?

b)    que le Conseil fédéral n'a été consulté ni au sujet de cette refonte ni au celui de l'usage de cette partie de notre bien et patrimoine national, de notre soi-disant "Eingemachtes", dont il a pris connaissance seulement après les faits, mais avant sa réponse donné le 16.3.09 à la question 09.5165 "Vérifier l'existence physique des réserves d'or", où il se réfère au "contrôle interne" qui aurait dû se prononcer sur l'existance ou non-esitance physique de nos réserves d'or en Suisse propre, mais qui ne semble pas avoir donné des résultats rassurants non plus? et

c)    que le législateur constitutionel a certe prescrit l'indépendence de la Banque nationale dans les domaines techniques et intérieures à la Suisse, mais qu'il n'a nulpart dérogé du principe de la primauté constitutionelle du Conseil fédéral en matière des relations extérieures et, à fortiori, n'a nulpart autorisé une entité du droit privé, la BNS, de se substituer au Conseil fédéral, ou d'exercer une quelqonque primauté en matière de gérer notre "Eingemachtes" vis-à-vis l'étranger; au contraire, le législateur constitutionel à préscrit notamment des obligations strictes de consultations mutuels quand il s'agit de prendre "des décisions importantes en matière de politique économique et monétaire," (art.5 al.3, et 7 al.1 LBN); www.solami.com/goldblues.htm)?

2.    Est-ce que le Conseil fédéral partage donc l'idée et le constat qu'en rétrospective les mots prononcés en son nom en 2003 (Question Günter 03.5038) méritent aujourd'hui davantage encore une réflexion en profondeur et d'envergure[: "Wo diese Goldbarren nun genau liegen, kann ich Ihnen leider nicht sagen, weil ich es auch nicht weiss, es nicht wissen muss und es nicht wissen will. Denn sobald ich es weiss und mit einem ein Glas Wein trinke, könnte es mir ja 'herausplatzen'."("Je ne peux malheureusement pas vous dire où se trouvent exactement nos lingots d'or, car je ne le sais pas moi-même, je n'ai pas à le savoir et je ne veux pas le savoir. Si je le savais, je risquerais de laisser échapper l'information au premier verre de vin.")]?  Avant que ce soit trop tard! Avant que d'autres anciens "résponsables" de l'UBS puissent co-diriger le marche à suivre de la FINMA, c.à.d. de l'institution qui est chargé d'empêcher des mesaventures nationales à la UBS! Et avant que d'autres anciens membres du Conseil fédéral ayant contribué à ce désastre trouvent leur bonheur au seins de l'UBS!

(url: www.solami.com/goldblues.htm)




08.1143 Anfrage

Undurchsichtige Swap-Bedingungen zur UBS-Entlastung

Eingereicht von    Freysinger Oskar
Einreichungsdatum    19.12.2008
Eingereicht im    Nationalrat
Stand der Beratung    Erledigt

Eingereichter Text
Gemäss Nationalbank-Angaben vom 16. November 2008 gewährt die SNB der UBS einen Kredit von 54 Milliarden US-Dollar mit einer Laufzeit von 8 bis 12 Jahren (www.snb.ch/de/mmr/reference/pre_20081016_1/source/pre_20081016_1.de.pdf). "Sie wird sich die notwendigen Devisen anfänglich bei der US Federal Reserve über einen Dollar-Franken-Swap beschaffen. Danach wird die Nationalbank die entsprechenden US-Dollar-Beträge am Markt refinanzieren. Die Verwendung von Währungsreserven ist nicht vorgesehen."

1. Trifft es zu, dass die auch jeder parlamentarischen Kontrolle entzogenen Bedingungen dieses amerikanisch-schweizerischen Swap-Geschäftes unter jedem Titel unbedenklich sind, insbesondere dass zur Absicherung dieser amerikanischen Hilfestellung die verbliebenen Schweizer Goldreserven von 1040 Tonnen in keiner Art und Weise belastet worden sind oder werden könnten, auch nicht bezüglich der freien Verfügbarkeit der allenfalls noch in amerikanischen Depots liegenden Schweizer Goldreserven?

2. Kann der Bundesrat ausschliessen, dass die SNB weniger im nationalen als im vorwiegend fremden Interesse von ihren vermeintlichen oder tatsächlichen Vorrechten und ausschliesslichen Kompetenzen zur Stützung fremder Währungen und zur Abbremsung der Goldpreisentwicklung Gebrauch gemacht hat oder machen wird, wobei Letzteres amerikanischerseits angeblich von der SNB als diskrete Gegenleistung für das obige Swap-Geschäft erwartet werde und auch bereits zugesagt worden sei?

3. Bestätigt er die Gültigkeit von Artikel 267 des Strafgesetzbuches für die SNB-Verantwortlichen?

Antwort des Bundesrates vom 18.02.2009
1. Das mit der amerikanischen Notenbank abgeschlossene Swap-Abkommen tangiert in keiner Art und Weise - weder formell noch informell - die Goldreserven der Nationalbank.

2. Die Beteiligung der Nationalbank an den koordinierten Massnahmen der Zentralbanken hatte nicht zum Ziel, fremde Währungen zu stützen oder gar die Goldpreisentwicklung zu beeinflussen. Dank dem raschen und koordinierten Handeln der Zentralbanken konnte Schlimmeres abgewendet werden. Die gegenwärtige Finanzkrise macht deutlich, wie zentral die internationale Zusammenarbeit unter den Zentralbanken ist. Oberstes Ziel der Nationalbank ist dabei immer das Gesamtinteresse des Landes.

3. In Artikel 267 des Strafgesetzbuches geht es um diplomatischen Landesverrat. Es ist nicht nachvollziehbar, wie das Handeln der Nationalbank in Zusammenhang mit diesem Gesetzesartikel gebracht werden kann, hat doch die Nationalbank gerade in jüngster Zeit einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie alles unternimmt, um - gemäss ihrem gesetzlichen Auftrag - die nationalen Interessen zu schützen.

 Erstbehandelnder Rat    Nationalrat
 Deskriptoren:    HilfeGrossbankUnternehmensbeihilfeSchweizerische NationalbankDerivateGoldreserveGeldpolitikFührungskraftLandesverrat




05.3166 - Interpellation.    Freysinger Oskar
(eingereicht: 17.03.2005, abgeschrieben, weil seit mehr als zwei Jahren hängig.)

Primat der Politik beim Verwalten der Goldreserven

Eingereichter Text
"Das Nationalbankgesetz (SR 951.11) bestimmt die Aufgaben, Kompetenzen und Vorrechte der Nationalbank. Im Gesamtinteresse des Landes führt sie die Geld- und Währungspolitik und gewährleistet die Preisstabilität unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung (Art. 5 Abs. 1 NBG).
In den auswärtigen Beziehungen, deren Handhabung gemäss Bundesverfassung dem Bundesrat untersteht (Art. 54 Abs. 1, 174, 184, 185, 187 Abs. 1a), ist die Nationalbank in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben gehalten, mit dem Bundesrat zusammenzuarbeiten (Art. 5 Abs. 3 NBG). Zur Wirtschaftslage, zur Geld- und Währungspolitik sowie zu aktuellen Fragen der Wirtschaftspolitik des Bundes erfüllt die Nationalbank ihre Pflicht zur Rechenschaftsablegung und Information durch regelmässige Kontakte mit dem Bundesrat. Und "vor Entscheidungen von wesentlicher wirtschaftspolitischer und monetärer Bedeutung" unterrichten sich der Bundesrat und die Nationalbank gegenseitig (Art. 7 NBG).
Die in Artikel 6 NBG umschriebene Unabhängigkeit der Nationalbank beschränkt sich demnach auf innerstaatliche technische Fragen. Im Sinne des verfassungsmässigen Gesetzgebers vermindert diese technische Unabhängigkeit keineswegs die Informations- und Konsultationspflichten der Nationalbank gegenüber dem Bundesrat in einschlägigen politischen, vor allem aussenpolitischen Fragen. Dazu gehören nicht zuletzt die Wahl, die fortlaufende Beobachtung und die politische Einschätzung der ausländischen Standorte, sich daraus allenfalls ergebende Standortwechsel sowie insgesamt die Verwaltung und Aufteilung der Goldreserven auf die in- und ausländischen Depotorte." NR Freysinger (AB 2005 N 964)

Antwort des Bundesrates vom 25.05.2005
Aus Diversifikationsgründen lagert die SNB einen Teil des Goldes im Ausland. Der überwiegende Teil wird heute jedoch im Inland aufbewahrt. Für die Aufbewahrung im Ausland kommen grundsätzlich nur Länder mit hoher politischer und wirtschaftlicher Stabilität infrage. Zudem spielt das rechtliche Umfeld (Gesetzgebung und Rechtsprechung über Immunität in Gerichts- und Vollstreckungsverfahren) eine wichtige Rolle, und es muss ein rascher Marktzugang (breiter Goldmarkt) gewährleistet sein. Die SNB überprüft die geografische Verteilung ihrer Goldreserven periodisch und passt sie den aktuellen Entwicklungen an.

Wie andere Zentralbanken auch gibt die SNB die exakten Lagerstandorte des Goldvermögens aus Sicherheitsüberlegungen nicht bekannt. Für diese Geheimhaltung sprechen insbesondere zwei Gründe: Erstens müsste bei einer Bekanntgabe der Standorte auch laufend über Veränderungen informiert werden, welche aufgrund der periodischen Überprüfung der SNB notwendig würden. Jede Information über einen Abzug von Gold aus einem bestimmten Land würde internationale Aufmerksamkeit erregen und könnte zu Instabilitäten an den Finanzmärkten führen. Zweitens wären auch die sicherheitspolitisch heiklen Goldtransporte kaum diskret durchführbar, wenn die Lagerstandorte öffentlich bekannt wären.

Der Nationalbankpräsident hat die Finanzdelegation der eidgenössischen Räte auf deren Wunsch am 23. Oktober 2003 persönlich ausführlich über die Politik der SNB betreffend Lagerung der Goldvorräte informiert. Die Delegation erklärte sich von der vertraulichen Orientierung durch die SNB vollumfänglich befriedigt. Auch für den Bundesrat besteht kein sachlicher Grund, die aktuelle Strategie der SNB zur geografischen Diversifikation ihrer Goldreserven zu hinterfragen.

Die Lagerung eines Teiles des Goldes im Ausland ist unter dem Gesichtspunkt des Diversifikationsaspektes zu betrachten. Sie weist keine aussenpolitische Dimension auf, die den Miteinbezug des Bundesrates erfordern würde. Gemäss Nationalbankgesetz bestimmt das Direktorium der SNB (Art. 46 NBG) die Zusammensetzung der notwendigen Währungsreserven, einschliesslich des Anteiles an Gold, und entscheidet über die Anlage der Aktiven. Der Bankrat (Art. 42 NBG) wiederum überwacht die Anlage der Aktiven und das Risikomanagement. Der Entscheid über die Wahl der Lagerstandorte der für die Geldpolitik notwendigen Goldreserven fällt somit in die ausschliessliche Kompetenz der SNB.




Sonntags-Zeitung    8.März 2009