12.3.02 - Die Erkenntnisse zum Swissair-Debakel, die Ergebnisse der parlamentarischen Sondersession, und das darauf gestützte Engagement der öffentlichen Hand sind als politischer Leistungsauftrag zu verstehen und u.a. mit den folgenden Massnahmen unverzüglich durch die neue nationale Airline umzusetzen. Diese sind von der Privatwirtschaft zu tragen, resp. im Rahmen der bewilligten Kredite zu realisieren. Die betroffenen Personen, Firmen und Dienststellen sind so eingeladen, alles in ihrer Macht stehende zu tun, was zur Verwirklichung der Erfolgschancen der neuen nationalen Airline beitragen dürfte, und alles zu unterlassen, was dem zuwiderlaufen könnte.
1. Schon vor der Vorlage der bundesrätlichen Botschaft zur Schweizer Luftverkehrs-Politik ist allseits Klarheit zu schaffen über die im schweizerischen Luftverkehr erbrachten und auch in Zukunft auf höchstem Qualitätsniveau zu bietenden Service Public-Funktionen: z.B. für das Image der Schweiz im Ausland, für den Tourismus und den Dienstleistungssektor insgesamt, für die Exportindustrie, für die internationalen Organisationen, für politische Gute Dienste, und für die Auslandschweizer.
2. Die von der Swissair im In- und Ausland eingegangenen Verpflichtungen – inkl. betreffend Sozialpläne - sind auch zum Schutz der Marke Swissair nicht auf dem Rechtsweg, sondern beförderlichst mittels kreativer Verhandlungslösungen abzudecken, wobei geeignete ausländische Investoren nicht auszuschliessen sind, und auch die Allianzfrage in diesem Sinne geprüft und unter Berücksichtigung der in Cointrin und Basel-Mühlhausen auf französischem Territorium erfolgten Investitionen, sowie der dortigen Möglichkeiten zur Integration mit andern Verkehrsträgern (TGV, Satolas), entschieden werden soll.
3. Der Image-Schaden für die Schweiz insgesamt und den Markennamen Swissair, welcher vor allem unter den vom Flotten-Grounding betroffenen Fluggästen nachhaltig entstanden ist, soll durch maximale kreative Nutzung der verfügbaren Ressourcen schnellstmöglich behoben werden. Dahingehend soll das Goodwill-Paket zugunsten der vom Flotten-Grounding betroffenen Fluggäste und der Mitarbeiter verwirklicht werden, welches u.a. folgende Sofort-Massnahmen vorsieht: