LEX AMERICANA in Parliament/Media
Redaktion: Schweizer
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(in Zirkulation)
- Eigenständiger Staatsschutz oder
troyanisches Pferd?
Interpellations-Entwurf, www.solami.com/nicati
03.3487 - Wirtschaftliche
Kriegführung der USA gegen die Schweiz?
Interpellation,
NATIONALRAT
30.September 03, www.solami.com/warfare
03.3487 - Guerre
économique des Etats-Unis contre la Suisse?
Interpellation,
CONSEIL NATIONAL 30 septembre 03, www.solami.com/warfare
03.1085 - Vertrauenswürdige,
sachgenügende und US-unabhängige Bankenaufsicht?
Einfache
Anfrage,
NATIONALRAT 19.Juni 03,
www.solami.com/BSI
03.1085 - Trustworthy,
adequate and US-independent bank supervision?
Simple
Question (inofficial translation), NATIONAL COUNCIL 19
June 03, www.solami.com/BSI
01.3412
- Amerikanische Regierung und Schweizer
Banken
Interpellation,
NATIONALRAT
22. Juni 01, Bundesrats-Antwort,
www.solami.com/013412
01.3412
- Américanisation des pratiques
bancaires suisses
Interpellation,
CONSEIL
NATIONAL 22 juin 01, Réponse
du Conseil fédéral, www.solami.com/013412
84.400 - Wahrung
der Schweizer Souveränität
Motion, NATIONALRAT
23.März 1984, Bundesrats-Antwort (Amtl.Bull. 1985 N 1367)
84.400 - Sauvegarde
de la souverainté helvétique
Motion, CONSEIL NATIONAL
23 mars 1984, Réponse du Conseil fédéral (Bull.off.
1985 N 1367)
* * *
Amerikanische Regierung und Schweizer Banken
Eingereicht von
Spielmann Jean
Einreichungsdatum
22.06.2001
Eingereicht im
Nationalrat
Stand der Beratung
Im Plenum noch nicht behandelt
Der Bundesrat wird eingeladen zu den oft unverhältnismässigen, schadenträchtigen und über die Landesgrenzen hinaus als entweder unzulänglich oder aber "päpstlicher als der Papst" empfundenen Geldwäscherei- und andern Praktiken gewisser hiesiger Finanzintermediäre Stellung zu nehmen. Insbesondere zu den Fragen:
1. Welche Schweizer Gesetze und Praktiken gehen wesentlich auf amerikanische Rechtsvorstellungen zurück?
2. Trifft es zu, dass auf Veranlassung hiesiger Fürsprecher amerikanischer Druckquellen ein Schlüsselstein unseres Abwehrdispositifs gegen fremde Eingriffe in unser Hoheitsgebiet, nämlich Artikel 271 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB, Verbotene Handlungen für einen fremden Staat), für die hiesigen Zuträger der amerikanischen Steuerbehörden praktisch ausser Kraft gesetzt worden ist? Welches sind die Hintergründe, Verhandlungsteilnehmer, Begünstigten usw. dieses Vorgangs, und wann gedenkt der Bundesrat dem Parlament eine entsprechende Vorlage zu unterbreiten?
3. Erachtet es der Bundesrat als im Interesse der Schweiz liegend, wenn
sich hier ansässige aber hauptsächlich im Ausland tätige
Institute als Treibriemen zur Anpassung von hierzulande entwickelten und
gepflegten, bewährten Rechtsvorstellungen, Praktiken und Usanzen an
ausländischen Strömungen verstehen, und sich de facto, unter
Umgehung unserer demokratischen
Strukturen, zufolge ihres polito-ökonomischen Gewichtes, nahezu
wiederstandslos durchzusetzen wissen?
4. Welche zum Zwecke der langfristigen Interessen eines gesunden und starken Wirtschaftsplatzes Schweiz erlassenen Gesetze erscheinen im Lichte der gemachten Erfahrungen, der dazu entwickelten Gerichtspraxis und/oder der veränderten Umfeldbedingungen als unzweckmässig, unverhältnismässig aufwendig, ungenügend oder als sonst überprüfungsbedürftig?
5. Wie beurteilt der Bundesrat den vom verfassungsmässigen Gesetzgeber
weder beabsichtigten noch tolerierten willkürlichen Vermögensarrest,
und welche Massnahmen gedenkt er zu ergreifen, um diesen ausserordentlich
schadenträchtigen privaten und staatlichen Eingriff in die Privatsphäre
verlässlich auf die wirklich begründeten Verdachtsfälle
zu begrenzen, die Behörden von unbegründeten Verdachtsmeldungen
wirksam zu entlasten, und die unrechtmässig geschädigten
Kontoinhaber unbürokratisch und angemessen zu entschädigen?
Begründung
In vorauseilendem Nachvollzug vermeintlicher amerikanischer
Rechtsvorstellungen, hat eine Schweizer Grossbank einem unbescholtenen
Schweizer Bürger und langjährigen Kontoinhaber am 28. August
2000 dessen Geschäftskonto blockiert, nachdem ihm eine Überweisung
von 100 000 Franken seitens einer anderen Schweizer Bank gutgeschrieben
worden war. Der Zugang zum gesamten Konto blieb während 16 Tagen gesperrt,
was zu einem unwiederbringlich grossen Schaden geführt haben soll.
Die zuständigen Organe der kontoführenden Bank kamen zwar schon
vorher zum Schluss, dass die Voraussetzungen für eine Kontosperre
nach dem Bundesgesetz zur Bekämpfung der Geldwäscherei im Finanzsektor
vom 10. Oktober 1997 (GwG, SR 955.0) zumindest fragwürdig gewesen
sind und jedenfalls für eine Meldung gemäss GwG kein Anlass bestand.
Der auf dem Konto befindliche Betrag wurde dem Kunden dennoch weiterhin
vorenthalten und schliesslich ohne Entschuldigung oder Entschädigung
freigegeben, bei gleichzeitigem einseitigen Abbruch der Geschäftsbeziehungen
(die Chronologie dieser Vorgänge ist aufgezeichnet im Internet: http://www.solami.com/blocking.htm).
Der Einzelrichter in Strafsachen des Zürcher
Bezirksgerichtes hat im Prozess Nr. U2/GR010007 mit Verfügung vom
30. April 2001 die Bezirksanwaltschaft des Kantons Zürich angewiesen,
das vom Betroffenen angestrengte Verfahren wegen des Verdachts des Sachentzuges
und der Nötigung gegen die Verantwortlichen der betreffenden Bank,
zumindest in letzterem Punkt, an die Hand zu nehmen. Dies u. a. mit folgender
Begründung:
"6.3.3. .... Aufgrund des Gesagten wäre es den Rekursgegnern 2 (d. h. der kontoführenden Bank) erlaubt gewesen, in Verbindung mit einer Meldung an die zuständige Stelle für Geldwäscherei eine Vermögenssperre zu verhängen und diese ab diesem Zeitpunkt über fünf Werktage aufrechtzuerhalten. .... Ist nun, wie vom Rekurrenten behauptet, keine Meldung an die Meldestelle für Geldwäscherei ergangen, findet sich unter den genannten Gesetzesbestimmungen keine, welche es den Finanzintermediären erlauben würde, trotzdem eine provisorische Kontosperrung vorzunehmen und diese über einen Zeitraum von 16 Tagen aufrechtzuerhalten. Weder das Strafgesetzbuch noch das Geldwäschereigesetz enthalten eine entsprechende Bestimmung; das Gleiche gilt für die Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken (VSB 98) und das Rundschreiben der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK-RS 98/1). Gemäss Artikel 10 Absatz 2 GwG ist die eigenmächtige Sperrung der Vermögenswerte durch die Finanzintermediäre im Zusammenhang mit einer Meldung über einen Zeitraum von längstens fünf Werktagen erlaubt. Danach liegt die Aufrechterhaltung der Sperre nicht mehr im Ermessen der Finanzintermediäre; vielmehr müssen die zuständigen Strafverfolgungsbehörden darüber entscheiden.Die seit dem 20. Januar 2001 im Amt stehende amerikanische Regierung hat neue Erkenntnisse und fundamentale Kehrtwendungen signalisiert, insbesondere in Sachen Steuerwettbewerb, Fiskalhoheit und Schutz der auch die finanziellen Verhältnisse abdeckenden Privatsphäre. Als Vertreter des weltweit grössten Steuerparadieses mit unvergleichlicher Attraktivität für ausländische Fluchtgeldanleger hat der amerikanische Wirtschaftsminister Paul O'Neill gegenüber seinen
6.4. Das Vorliegen illegaler Mittel, welche gegebenenfalls die Rechtswidrigkeit der Nötigung im Sinne von Artikel 181 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) zu begründen vermöchten, kann daher nicht von vornherein ausgeschlossen werden.
7. Ergänzend ist auf den von der Bezirksanwaltschaft geltend gemachten Artikel 11 GwG einzugehen. Der darin gewährte Strafausschluss bezieht sich lediglich auf Vermögenssperren, die mit einer Meldung nach Artikel 9 GwG zusammenhängen. Er gilt zudem ausschliesslich für Verletzungen des Amts-, Berufs- oder Geschäftsgeheimnisses, was vorliegend nicht zur Frage steht."
"Die USA weigern sich Bemühungen zu unterstützen, welche auf ein Diktat der Steuersätze und des Besteuerungssystems anderer Staaten hinausläuft. Und sie werden an keiner Initiative zur Harmonisierung der individuellen staatlichen Besteuerungssysteme teilnehmen. Die Vereinigten Staaten haben ganz einfach kein Interesse daran, den Wettbewerb unter den Staaten zu behindern, welcher sowohl Regierungen als auch Unternehmen zu grösserer Wirksamkeit zwingt."Antwort des Bundesrates 12.09.2001
Der Bundesrat nimmt zu den vom Interpellanten aufgeworfenen fünf
Fragen wie folgt Stellung:
1. Die Finanzbranche ist von hoher Dynamik geprägt:
Grosse Anbieter von Finanzdienstleistungen sind verstärkt grenzüberschreitend
oder sogar weltweit tätig. Im Weiteren ist eine vermehrte Kooperation
zwischen Finanzdienstleistern mit unterschiedlichen Kerngeschäften
festzustellen ("Allfinanz"). Schliesslich führen auch der technische
Fortschritt und die hohe Innovationsfähigkeit der Finanzbranche zu
immer neuen Herausforderungen für die Finanzmarktregulierung. Die
soeben
aufgezeigten Entwicklungen, insbesondere der Trend zu grenzüberschreitenden
Finanzdienstleistungen, machen eine internationale Zusammenarbeit bei der
Finanzmarktüberwachung und eine gewisse materielle Harmonisierung
der Aufsichtsbestimmungen unentbehrlich. Die allgemein anerkannten Standards
werden durch verschiedene internationale
Gremien in der Form von Empfehlungen erlassen. Wichtige
internationale Gremien sind beispielsweise der Basler Ausschuss für
Bankaufsicht, die Financial Action Task Force on Money Laundering, die
International Organization of Securities Commissions und die International
Association of Insurance Supervisors. Die Schweiz ist in den vorerwähnten
Gremien als Mitglied vertreten und an der Erarbeitung der internationalen
Standards aktiv beteiligt. Dass die USA aufgrund ihrer starken wirtschaftlichen
Stellung in den erwähnten internationalen Gremien eine gewichtige
Stimme haben, ist unbestreitbar.
2. Es ist nicht ganz klar, auf welchen Sachverhalt
die zweite Frage des Interpellanten Bezug nimmt. Der Bundesrat geht
davon aus, dass der Interpellant das von zahlreichen Schweizer Banken mit
der amerikanischen Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) abgeschlossene
"Qualified Intermediary Agreement" anspricht. Dieses Abkommen verpflichtet
die Banken zu keinen Handlungen, die im Widerspruch zur Schweizer Rechtsordnung
stehen. Insbesondere verletzt das Abkommen das schweizerische Bankkundengeheimnis
nicht, da die betroffenen amerikanischen Steuerpflichtigen selber entscheiden,
ob ihre Identität dem IRS bekannt gegeben wird oder nicht. Die Schweizer
Banken haben somit keine Meldepflicht in Bezug auf amerikanische Steuerpflichtige,
die sich nicht freiwillig dem US-Fiskus stellen. Da das Abkommen das Bankkundengeheimnis
wahrt, hat der Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartementes (EFD)
den Schweizer Banken im November 2000 eine Bewilligung zur Informationsweitergabe
an den IRS erteilt (Art. 271 Ziff. 1 StGB).
3. Es wird auf die Antwort unter Ziffer 1 vorstehend
verwiesen.
4. Zurzeit sind im Bereich Finanzmarktregulierung
folgende grössere Rechtsetzungsprojekte im Gang: Totalrevision des
Nationalbankgesetzes (Stand: Vernehmlassung abgeschlossen); Überprüfung
der Vorschriften über Bankensanierung, Bankenliquidation und Einlegerschutz
(Stand: Vernehmlassung abgeschlossen); Revision des Versicherungsaufsichtsgesetzes
(Stand: Ämterkonsultation abgeschlossen). Im Weiteren wird das EFD
gemeinsam mit dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (EJPD)
in Kürze eine Expertenkommission einsetzen, welche die gesetzgeberische
Umsetzung des Schlussberichtes der Expertengruppe Finanzmarktaufsicht (Bericht
Zufferey) vorbereitet.
5. Anlässlich der Fragestunde vom 2. Oktober
2000 nahm die Vorsteherin des EJPD bereits zu einer ähnlichen Frage
des Interpellanten Stellung. In Ergänzung zu den damaligen Ausführungen
der Vorsteherin des EJPD hält der Bundesrat fest, dass die Finanzintermediäre
entgegen der Auffassung des Interpellanten von der Meldepflicht nach Artikel
9 Absatz 1 GwG bzw. dem Melderecht nach Artikel 305ter Absatz 2 StGB keinen
ungerechtfertigten Gebrauch machen. Wie der 3. Rechenschaftsbericht der
Meldestelle für Geldwäscherei zeigt, hat die Meldestelle im Jahre
2000 insgesamt 77 Prozent der eingegangenen Meldungen an die kantonalen
Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet, da sich in diesen Fällen
die Verdachtsmomente nach einer ersten Analyse erhärtet hatten. Von
einer grossen Anzahl unbegründeter Verdachtsmeldungen kann somit nicht
die Rede sein. Zu dem vom Interpellanten konkret geschilderten Fall nimmt
der Bundesrat keine Stellung. Es ist Sache der Strafverfolgungsbehörden
des Kantons Zürich, die Zulässigkeit der Vermögenssperre
im konkreten Fall zu beurteilen.
Zuständig
Finanzdepartement (EFD)
Deskriptoren Geldwäscherei; Bankgeschäft;
Bankrecht; Vereinigte Staaten; Gesetzesevaluation;
----------------------
01.3412 - Interpellation (http://www.parlament.ch/afs/data/f/gesch/2001/f_gesch_20013412.htm)
Déposé par
Spielmann Jean
Date de dépôt
22-06-2001
Déposé au
Conseil national
Etat actuel
Pas encore traité au plénum
Le Conseil fédéral est invité
à prendre position sur les règles souvent disproportionnées
et préjudiciables par ailleurs jugées soit insuffisantes
soit excessives par les autres Etats - appliquées par certains intermédiaires
financiers suisses en matière de blanchiment d'argent et dans d'autres
domaines.
1. Quelles sont les lois et les pratiques suisses
qui sont principalement d'inspiration américaine?
2. Est-il vrai qu'à la suite de pressions
américaines relayées par des avocats locaux une disposition
clé de notre système de défense contre les ingérences
étrangères, à savoir l'article 271 du Code pénal
suisse (CP) (actes exécutés sans droit pour un Etat étranger)
n'est pratiquement plus applicable aux délateurs des autorités
fiscales américaines établis en Suisse? Quelles sont
les raisons de ce changement, quelles personnes y ont contribué,
quels en sont les bénéficiaires, et quand le Conseil fédéral
pense-t-il soumettre un projet au Parlement?
3. Est-ce dans l'intérêt de la Suisse
que des instituts établis dans le pays, mais exerçant leurs
activités principalement à l'étranger, favorisent
l'adaptation du droit, des pratiques et des usages développés,
cultivés et expérimentés par la Suisse aux conceptions
étrangères et arrivent, vu leur poids politico-économique,
à imposer leurs vues pratiquement sans résistance en contournant
nos institutions politiques?
4. Quelles sont les lois édictées
dans le but de maintenir une place financière Suisse forte et compétitive,
qui paraissent inutiles, génératrices de coûts disproportionnées,
insuffisantes, ou qui devraient être revues au vu de l'expérience
acquise, de la pratique judiciaire, ainsi que de l'évolution du
contexte?
5. Que pense le Conseil fédéral du
blocage arbitraire des valeurs patrimoniales, qui n'est pas prévu,
ni toléré par la Constitution, et quelles mesures envisage-t-il
de prendre pour que cette ingérence privée et publique, extrêmement
préjudiciable, dans la sphère privée soit limitée
à des cas réellement fondés? Que prévoit-il,
en outre, pour libérer les autorités de l'obligation de communiquer
des informations lorsqu'elles paraissent infondées et pour indemniser
sans formalités tatillonnes et de façon équitable
les propriétaires de comptes qui ont été pénalisés
à tort?
Développement
Se pliant avec un zèle tout particulier aux
prétendues conceptions juridiques américaines, une grande
banque suisse a bloqué, le 28 août 2000, le compte d'un citoyen
suisse de réputation irréprochable et détenteur d'un
compte depuis de longues années après le virement par une
autre banque suisse d'une somme de 100 000 francs. L'accès au compte
lui a été interdit durant 16 jours, ce qui lui aurait causé
un préjudice irréparable. Reconnaissant avant l'écoulement
de ce délai que les conditions requises pour le blocage d'un compte
au sens de la loi fédérale du 10 octobre 1997 contre le blanchiment
d'argent dans le secteur financier (LBA, RS 955.0) étaient discutables
et qu'il n'y avait, en tout cas, pas matière à communiquer
des informations au sens de la LBA, les autorités de la banque n'ont
pas pour autant débloqué immédiatement l'accès
au compte. Elle l'ont fait finalement, sans excuses, ni indemnisation,
ce qui amené le titulaire du compte à rompre ses relations
d'affaires avec la banque (on trouvera la chronologie de cette affaire
sur internet: http://www.solami.com/blocking.htm).
Par arrêt du 30 avril 2001, le juge unique
en matière pénale du tribunal de district de Zurich a saisi
le ministère public de district du canton de Zurich, dans le procès
No U2/GRO10007 pour qu'il reconsidère, en tout cas sur le dernier
point, la procédure intentée par le client lésé
contre la banque au motif de confiscation de biens et de contrainte. Dans
ses considérants, le juge relève:
"6.3.3. .... D'après ce qui a été dit, la partie défenderesse (soit la banque) était en droit d'ordonner le blocage des valeurs patrimoniales incriminées, compte tenu qu'elles avaient un lien avec les informations communiquées à l'autorité compétente en matière de lutte contre le blanchiment d'argent, et de le maintenir durant cinq jours ouvrables à compter du jour de la communication des informations .... Selon les affirmations du plaignant, aucune information n'aurait été communiquée au Bureau de communication en matière de blanchiment d'argent. Or, il n'existe aucune disposition légale, parmi celles qui ont été citées, permettant à l'intermédiaire financier de décider le blocage provisoire d'un compte et de le maintenir durant une période de 16 jours. Ni le CP, ni la loi sur le blanchiment d'argent, pas plus que la convention relative à l'obligation de diligence des banques (ASB 98) et la circulaire de la Commission fédérale des banques (Circ-CFB 98/1) ne contiennent une disposition de cette nature. Selon l'article 10 alinéa 2 LBA, l'intermédiaire financier ne peut bloquer les avoirs ayant un lien avec les informations communiquées que durant cinq jours ouvrables. Au-delà de ce délai, la décision de maintenir le blocage appartient à l'autorité pénale compétente.Or, l'administration Bush, qui a pris ses fonctions le 20 janvier 2001, s'est manifestée par de nouvelles positions et un changement de cap radical notamment en matière de concurrence et de souveraineté fiscales et dans le domaine de la protection de la sphère relative aux biens privés. S'exprimant en tant que représentant du plus grand paradis fiscal du monde susceptible d'offrir des conditions d'accueil incomparables à tous les capitaux en fuite de la planète, le secrétaire d'Etat
6.4 On ne saurait donc exclure d'emblée dans cette affaire l'emploi de moyens illégaux par voie de contrainte au sens de l'article 181 CP.
7. Enfin, il convient de se fonder sur l'article 11 LBA auquel s'est référé le ministère public. L'exclusion de la responsabilité pénale n'est garantie par cet article que pour le blocage d'avoirs qui ont un lien avec les informations communiquées selon l'art. 9 LBA. En outre, l'art. 11 ne couvre que les violations du secret de fonction, du secret professionnel ou du secret d'affaires, ce qui n'est en l'occurrence pas le cas."
"Les Etats-Unis se refusent à soutenir des efforts qui se traduiraient par une soumission à une fiscalité imposée par d'autres Etats. Ils ne soutiendront aucune initiative tendant à une harmonisation des systèmes d'imposition des personnes physiques. Les Etats-Unis n'ont absolument aucun intérêt à restreindre la concurrence entre les Etats tant il est vrai qu'elle oblige les gouvernements comme les entreprises à tendre vers plus d'efficacité."Réponse du Conseil fédéral 12-09-2001
La position du Conseil fédéral au sujet des cinq questions
que soulève l'auteur de l'interpellation est la suivante:
1. Le secteur financier se caractérise par
une forte dynamique. Les grands fournisseurs de services financiers exercent,
de plus en plus, leurs activités au niveau international, voire
mondial. On assiste par ailleurs à un renforcement de la coopération
entre fournisseurs de services financiers menant de front plusieurs types
d'activités ("allfinance"). Enfin, les progrès techniques
et la grande capacité novatrice du secteur financier ne cessent
de poser de nouveaux défis en matière de réglementation
des marchés financiers. Toutes ces évolutions, et en particulier
la tendance à l'internationalisation des services financiers, rendent
indispensables une collaboration internationale en matière de surveillance
des marchés financiers et une certaine harmonisation des dispositions
dans ce domaine. Diverses institutions internationales définissent,
sous forme de recommandations, des standards généralement
reconnus. Parmi ces institutions figurent notamment le Comité de
Bâle sur le contrôle bancaire, le Groupe d'action financière
internationale sur le blanchiment de capitaux, l'Organisation internationale
des commissions de valeurs et l'Association internationale des contrôleurs
d'assurance. En sa qualité de membre de ces institutions, la Suisse
participe activement à l'élaboration des standards internationaux.
Cela dit, il est incontestable qu'en raison de leur forte position économique,
les Etats-Unis disposent dans ces enceintes d'un poids considérable.
2. L'objet auquel se réfère l'auteur
de l'interpellation n'est pas absolument clair. Le Conseil fédéral
présume que l'auteur vise le "Qualified Intermediary Agreement"
que de nombreuses banques suisses ont conclu avec l'autorité fiscale
américaine Internal Revenue Service (IRS). Cet accord n'oblige pas
les banques à agir de façon contraire à l'ordre juridique
suisse. Il ne porte notamment pas atteinte au secret bancaire suisse -
en d'autres termes à l'obligation de discrétion des banquiers
-, car les contribuables américains concernés décident
eux-mêmes de communiquer ou non leur identité à l'IRS.
Les banques suisses n'ont donc aucune obligation de fournir des informations
concernant des contribuables américains qui omettraient volontairement
de s'annoncer au fisc américain. Comme l'accord préserve
l'obligation de discrétion faite aux banquiers, le chef du Département
fédéral des finances (DFF) a, en novembre 2000, donné
aux banques une autorisation de communiquer des informations à l'IRS
(art. 271 ch. 1 CP).
3. Prière de se référer sur
ce point à la réponse donnée sous chiffre 1.
4. Plusieurs grands projets législatifs sont
actuellement en cours dans le domaine de la réglementation des marchés
financiers: révision totale de la loi sur la banque nationale (la
consultation est close); examen des dispositions relatives à l'assainissement
et à la liquidation de banques ainsi qu'à la protection des
déposants (la consultation est close); révision de la loi
sur la surveillance des assurances (la consultation des offices est close).
En outre, le DFF instituera prochainement avec le Département fédéral
de justice et police (DFJP) une commission d'experts chargée de
préparer la mise en oeuvre législative des recommandations
contenues dans le rapport final du groupe d'experts "Surveillance des marchés
financiers" (rapport Zufferey).
5. A l'occasion de l'heure des questions du 2 octobre
2000, la cheffe du DFJP a déjà pris position sur une question
similaire, posée par l'auteur de la présente interpellation.
En complément de cette prise de position, le Conseil fédéral
précise que, contrairement à l'avis de l'auteur, les intermédiaires
financiers ne font aucun usage abusif de l'obligation de communiquer selon
l'article 9 alinéa 1er LBA ou du droit de communication selon l'article
305ter alinéa 2 CP. Ainsi qu'en témoigne le 3e rapport de
gestion du Bureau de communication en matière de blanchiment d'argent,
le Bureau de communication a transmis aux autorités de poursuite
pénale cantonales 77 pour cent des communications qui lui sont parvenues
en 2000, une analyse préliminaire ayant, dans ces cas-là,
aggravé les soupçons. Il ne saurait dès lors être
question d'un grand nombre d'avis de suspicion infondés. Le Conseil
fédéral ne prend pas position sur le cas décrit par
l'auteur. Il incombe en l'espèce aux autorités de poursuite
pénale du canton de Zurich de juger de l'admissibilité du
blocage des valeurs patrimoniales.
Compétence Département des finances (DFF)