Auf diesem Hintergrund
ist zu erkennen, dass es mit dieser Vorlage um weit mehr geht als um die
vorgegebene blosse Anpassung eines bestehenden Vertrags. Der notwendige
diskriminationslose
Zugang zum osteuropäischen Markt und zu den dortigen qualifizierten
Arbeitskräften wäre jedenfalls auch mit dem bereits Eingemachten,
d.h. über die bestehenden und allenfalls zu ergänzenden
echten
bilateralen Verträge sicherzustellen - nota bene ohne Dumpinggefahr!
Dazu ist es nicht nötig, einer desavouierten, verunsicherten und orientierungslosen
Brüsseler Institution milliardenschweren Rückhalt zu geben.
Im Interesse auch unserer osteuropäischen Freunde geht es am 25.September
sodann vor allem darum, eine mangelhaft ausgestaltete, wurmstichige und
damit auch zukunftslose Struktur nicht nur nicht zu stärken,
sondern deren baldmöglichste Ablösung zu fördern. Und zwar
durch praktikable, zweckmässigere, auch die legitimen Schweizer Interessen
abdeckende Alternativen. Dazu bieten sich zunächst die bestehenden
bilateralen Freundschafts-, Handels- und Niederlassungs-Verträge
an. Wie gesagt, hat die Schweiz auch mit allen 10 EU-Neumitgliedern
solche Verträge unter Dach, resp. solche könnten per Rechtsnachfolge
vereinfacht in Kraft gesetzt werden. Diese Verträge enthalten allesamt
nicht nur wirtschaftlich hochbedeutende Meistbegünstigungs- und Nichtdiskriminierungs-Bestimmungen,
sondern auch umfassende Freizügigkeitsregeln für den Personenverkehr.
Im Gegensatz zum bestehenden Freizügigkeitsabkommen mit der EU
beinhalten diese Regeln aber Leumunds- und Arbeitsmarktsklauseln,
welche einen bewährten Damm gegen jedwelche unerwünschte Zuzügerauswüchse
bildeten.
Darüber hinaus haben schon
1991 die Präsidenten Mitterrand und Havel die Umstände aufgezeigt,
welche auf eine Europäische Konföderation hinweisen (.../a21.htm).
Eine
solche ist übrigens schon von andern verdienten Europäern vorgespurt
worden (.../france.htm).
Und sie stösst mehr denn je – und nicht nur unter Euroskeptikern
– auf positive Resonanz. So, dass nicht nur kein Anlass besteht für
den von economiesuisse weiterhin empfohlenen Biss in den faulen
Apfel. Das Schweizer NEIN zur europäischen Verostung
dürfte im Gegenteil weit über unsere Grenzen hinaus begrüsst
werden, und zweckmässigeren Lösungen die Bahn brechen.